Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Steht der Tischtennis-Kreis heute ohne Vorsitzenden da?

Tischtennis-Kreisverband Steht der Tischtennis-Kreis heute ohne Vorsitzenden da?

So spannend wie bei einem hart umkämpften Punktspiel wird es heute Abend auch beim Tischtennis-Kreisverbandstag in der Meerdorfer Gaststätte „Altes Landhaus“ (Beginn 18.30 Uhr).

Voriger Artikel
Weidemeier holt EM-Silber mit Überholmanöver
Nächster Artikel
Rambo schoss aus der Hüfte ins Netz

Wie geht es mit dem Tischtennis-Sport im Peiner Land weiter? Gesucht wird ein neuer Kreis-Vorsitzender.

Wahlen stehen an - und die Befürchtung ist groß, dass der fünftgrößte Sportverband im Peiner Land danach ohne Vorsitzenden dasteht.

Verbandschef Wolfgang Schuppan und Geschäftsführer Andreas Schmalz kandidieren nicht mehr. Das hatten beide enttäuscht angekündigt, nachdem die Peiner Vereine beim außerordentlichen Verbandstag im Februar in Sierße die geplante Bildung einer Region mit den Verbänden Salzgitter, Wolfenbüttel und Braunschweig platzen ließen. 100 Ja-Stimmen standen 61 Nein-Stimmen gegenüber. Die für die Fusion nötige Mehrheit von 80 Prozent wurde klar verfehlt.

Unmittelbar nach der Abstimmung kündigten sowohl Schmalz als auch Schuppan an, beim Kreisverbandstag am 17. Juli nicht wieder kandidieren zu wollen. „Wir stehen für die Region. Ein Weitermachen im Kreisverband hätte für uns keinen Sinn gemacht, dafür sind wir definitiv die Falschen, dass muss man verstehen“, begründete Schmalz damals und bat die Vereine darum, nach Nachfolgern Ausschau zu halten. Offenbar ohne Erfolg. „Zumindest hat sich bei uns kein Interessent gemeldet. Nun kann es höchstens noch eine Überraschung bei der Versammlung geben“, sagt Schmalz. Er rechnet jedoch nicht damit. Schließlich habe der Verband intensiv gesucht und unter anderem auf seiner eigenen Internetseite ein „Stellengesuch“ veröffentlicht - ohne Resonanz.

Erklärt sich heute Abend auch niemand bereit, sich zur Wahl zu stellen, muss ein außerordentlicher Verbandstag einberufen werden, bei dem ein erneuter Versuch gestartet wird. „Vermutlich nach den Sommerferien“, erläutert Geschäftsführer Schmalz. Misslingt auch der Anlauf, läuft es auf eine Auflösung des Kreisverbands hinaus, die eine kuriose Konsequenz zur Folge haben könnte. Denn wollen die Peiner Tischtennis-Spieler ihren Sport weiterhin im organisierten Punktspiel- und Meisterschaften-Betrieb betreiben wie bisher, müsste der Verband vor seiner Auflösung vermutlich einen Antrag stellen, im neu gegründeten Regionsverband Braunschweig aufgenommen zu werden. Die Fusion würde also doch klappen - wenn auch unter ganz anderen Umständen.

In Peiner Tischtennis-Kreisen kursierte vorm Verbandstag das Gerücht, ein Verein wolle einen Antrag einreichen, dass bei der Sitzung in Meerdorf erneut über eine Fusion abgestimmt werden soll. „Davon habe ich auch gehört, aber es ist dann doch kein Antrag eingegangen“, stellte Geschäftsführer Schmalz fest.

Ein Antrag des MTV Ölsburg ist hingegen eingegangen. Die Klubvertreter sollen heute Abend über eine Satzungsänderung abstimmen. Der MTV plädiert für eine Neuerung bei der Stimmenverteilung. Bisher erhalten die Vereine auf Grundlage der Bestandserhebung des Kreissportbundes Stimmen nach Größe ihrer Abteilung. Dabei eingerechnet werden aber auch zum Beispiel Mitglieder, die gar nicht oder nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen. Der MTV möchte das ändern und die Spielberechtigungsliste als Grundlage für die Stimmenverteilung nehmen: „Durch die Umstellung erhielte man die Stimmen weiterhin auch proportional nach den tatsächlich Aktiven. Kartei-Leichen zählen nicht mehr“, begründet Ölsburgs Abteilungsleiter Norbert Ellhof den Vorstoß.

cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel