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Starker Sieger-Trab zum Jackson-Hit

Reiten: Woltorfer Dressurtage Starker Sieger-Trab zum Jackson-Hit

Woltorf. Mit Unterstützung von Pop-Legende Michael Jackson war dieses Duo nicht zu stoppen: Svenja Bachmann vom Reitverein Calenberger Land hat auf ihrem Oldenburger „Rubin Dark“ die S-Kür bei den Woltorfer Dressurtagen gewonnen - und zugleich den Zuschauerpreis abgeräumt.

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Ein Glanz-Auftritt: Esther Maruhn gewann mit Wilson Pickett die Grand-Prix-Prüfung.

„Die Musik-Auswahl war ein echter Verstärker für die Kür“, schwärmte Turnier-Chef Johannes Lieberg. Beim starken Trab ließ das Pferd etwa die Beine zum Jackson-Hit „Beat it“ fliegen. Das kam an.

„Schön, dass es offenbar auch von unten so harmonisch ausgesehen hat, wie es sich oben auf dem Pferd anfühlte“, freute sich Svenja Bachmann über die Wahl der Zuschauer. Trotz Regens waren die Bänke und Stühle am Dressur-Viereck gut belegt. Die Reit-Sport-Fans sahen einen schwungvollen Auftritt von Svenja Bachmann und „Rubin Dark“, der genauso schwarz leuchtete, wie es sein Name versprach. „Das war sehr dynamisch, da passte alles zusammen“, lobte Lieberg. Mit 44,26 Prozentpunkten sicherte sich die Pattensenerin knapp den Sieg vor der ebenfalls starken Larissa Deecke (RFV Beedenbostel). Die S-Kür-Siegerin und ihr elfjähriges Pferd kennen sich aus dem Effeff. „Ich habe ihn seit er drei ist und selbst ausgebildet. Er ist zwar auch mal sehr eigenwillig, aber in der Prüfung macht er freiwillig keinen Fehler“, verriet Bachmann. Vor allem wie ihr Pferd die Linie zu den Pirouetten meisterte, gefiel der Siegerin: „Das ist immer sehr schwierig, da muss er 100 Prozent konzentriert sein. Und es hat hingehauen.“

Wie viel Mumm ihr sensibles Pferd zeigte, darüber freute sich dagegen Grand-Prix-Siegerin Esther Maruhn (RV Kirchwalsede). Im Vorjahr hatte ihr elfjähriger Hannoveraner Wilson Pickett noch mit Muffensausen zu kämpfen gehabt, als er die grün gestrichenen Holzzaun-Elemente hinterm Dressur-Viereck entdeckte. „Die Einlaufprüfung hatten wir noch gewonnen, doch am zweiten Tag leuchtete die Sonne den grünen Zaun grell an. Mein Pferd ging keinen Schritt mehr weiter. Deshalb hatte ich diesmal auch viel Respekt vor dem Turnier“, sagte Esther Maruhn. Doch Wilson Pickett störte die grüne Wand diesmal nicht, erst legte er seine Angst ab, dann legte er einen Glanz-Auftritt beim Höhepunkt der Woltorfer Dressurtage hin. „Als ich merkte, er hat diesmal alles akzeptiert, konnte ich richtig Gas geben“, freute sich Maruhn. „Esther hat die korrekteste Vorstellung von allen geritten. Ihre Piaffen und Passagen sind noch einmal viel sicherer und ausdrucksstärker geworden“, lobte Turnier-Chef Johannes Lieberg. In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit Mitfavoritin Iris Scheminowski (RV Linderte) setzte sich Maruhn mit 15 Punkten Vorsprung durch. „Das war richtig guter Sport“, schwärmte Lieberg.

Siegerpferd Wilson Pickett durfte sich über eine Extra-Portion Möhren und Äpfel als Belohnung freuen. Einmal mehr zahlte sich aus, dass Esther Maruhn und der Hannoveraner bereits seit neun Jahren ein eingespieltes Team sind. „Ich habe mit ihm die ganze Jungpferde-Zeit durchlebt. Inzwischen hat er mehr als 40 S-Prüfungen gewonnen“, sagte die Reiterin.

Die größte Überraschung zauberte dagegen Lieberg-Reitschüler Klaus Schrader (RG Schillerslage) ins Dressur-Viereck. Er gewann mit seinem Pferd Lord Poinsettie den Kurz-Grand-Prix. Das Besondere: „Das Pferd ist erst neun Jahre alt, da beginnt man im Grunde erst mit diesen Schwierigkeitsgraden. Aber Lord Poinsettie hat die Atmosphäre toll verkraftet“, stellte Turnier-Chef Lieberg begeistert fest.

Apropos Atmosphäre: Die stimmte in Woltorf trotz der Regenschauer am ersten Tag. „Ich war erstaunt, wie viele Besucher dennoch da waren, damit hatte ich nicht gerechnet. Am zweiten Tag war es trocken und es war rappelvoll“, freute sich Lieberg.

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