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Sportpakt: Einhaus sieht „erhebliche Schnittmenge“

Kreissportbund Sportpakt: Einhaus sieht „erhebliche Schnittmenge“

Mit ihrer Unterschrift besiegelten gestern Landrat Franz Einhaus und Kreissportbund-Vorsitzender Wilhelm Laaf den „Pakt des Sports“. Der Kreistag hatte sich einstimmig für den Pakt ausgesprochen.

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Kreissportbund-Chef Wilhelm Laaf (links) und Landrat Franz Einhaus unterzeichnen den Pakt.

Quelle: mp

Sechs Seiten hat das Papier. Es ist eine Sammlung von Absichtserklärungen, die künftig umgesetzt werden sollen. Einhaus hob hervor, dass es bei den bildungs-, sozial- und gesundheitspolitischen Aufgaben des Landkreises „eine erhebliche Schnittmenge“ mit dem Sport gebe. Der Pakt sei daher sehr sinnvoll. „Wir müssen sehen, wie wir ihn mit Leben füllen.“

Laaf betonte, dass der Kreissportbund sich nicht als „Pressure Group“ verstehe, die Dinge einfordert. „Wir wollen mit dem Landkreis partnerschaftlich zusammenarbeiten.“

In dem Pakt geht es um einige konkrete Dinge, wie eine Kreis-Sportkonferenz. Sie soll alle zwei Jahre stattfinden und den Dialog zwischen Sport, Politik, Verwaltung und Schule stärken. Auch eine Sportlerehrung für national und international erfolgreiche Athleten soll es jährlich geben.

Vor allem geht es in dem Pakt jedoch um Entwicklungen, die erst noch mit konkreten Vorhaben in Gang gebracht oder weiterentwickelt werden müssen. „Schulen machen immer mehr Ganztagsangebote“, nannte Einhaus ein Beispiel. Sie könnten sich für Sportangebote der Vereine öffnen – und für Vereine gebe es hier die Chance, künftige Vereinsmitglieder zu finden.

Laaf stellte fest, dass sich sowohl Schulen als auch Vereine noch mehr aufeinander zu bewegen müssten. Bisher gebe es Kooperationen fast ausschließlich im Grundschulbereich.

„Ein weiteres Anliegen, das ich mit dem Pakt des Sports verbinde, ist die Integration von Migranten und sozial Benachteiligten“, sagte Einhaus. Das Abkommen solle die Bedeutung des Sports auch formal herausstellen und Möglichkeiten ausweisen, kommunale Aufgaben mit den Anliegen des Sports zu verknüpfen.

mp

Ein Sport-Botschafter und Sicherung des Schulsports

Der „Pakt des Sports“ besteht aus 13 Paragrafen, tritt am 1. Januar in Kraft und ist zunächst auf vier Jahre befristet. Auszüge aus dem Inhalt:

  • Die Sportförderung im Landkreis soll die Autonomie des Kreissportbundes gewährleisten und durch angemessene Unterstützung dessen Handlungsfähigkeit gewährleisten. (§ 1)
  • Die Nutzung der Sportstätten des Kreises ...lässt vorbehaltlich einer Entscheidung des Kreistages eine kostenfreie Nutzung für den Vereinssport, mindestens aber für  Kinder und Jugendliche zu. (§3)
  • Der Landkreis erklärt, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Schulsportangebot quantitativ und qualitativ zu sichern, vorhandene Defizite auszugleichen. (§4).
  • Durch besondere Sportangebote soll dem Gedanken der Integration durch Sport ... entsprochen werden. (§6)
  • Der Landkreis wird auf Vorschlag des Kreissportbundes jährlich bis zu drei Botschafter/innen des Sports nominieren. Bei ihnen handelt es sich um bereits national oder international erfolgreiche Sporttalente, die durch ihr positives Auftreten die Wertigkeit des Sports im Landkreis überregional dokumentieren sollen. (§9)
  • Es soll eine jährliche Ehrung des Kreises Peine von Sportlern und eine Wahl zum Sportler (zur Sportlerin) und zur Mannschaft des Jahres geben. Dabei finden Platzierungen in den olympischen Sportarten unter den ersten 5 auf Landes- und norddeutscher Ebene, unter den ersten 10 auf nationaler Ebene und unter den ersten 20 auf internationaler Ebene Berücksichtigung. (§10)
  •  Zur Stärkung und Fortentwicklung des Sports ist es erfolderlich, einen regelmäßigen Dialog zwischen Sport, Politik, Verwaltung und Schule zu führen. Dazu soll es alle zwei Jahre eine „Kreissportkonferenz“ geben. (§12)

mp

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