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Sebastian Rühmann soll neuer Schiri-Chef werden

Schiedsrichter-Lehrabend Sebastian Rühmann soll neuer Schiri-Chef werden

Der Schiedsrichterausschuss ist wieder komplett - sofern der Vorstand des Fußball-Kreisverbandes diesen in der vorgeschlagenen Besetzung ins Amt beruft.

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Für den Schiri-Ausschuss vorgeschlagen (von links): Sebastian Rühmann, Leon Rühling, Christian Grützner und Siegfried Klein.
Es fehlt Arno Hansen.

Quelle: mp

Beim Lehrabend der Unparteiischen am Montagabend in Vöhrum einigten sich die knapp hundert Teilnehmer auf fünf Personen, die dem Kreisverbands-Vorstand vorgeschlagen werden. Es sind Sebastian Rühmann (27, Herta Equord) als Vorsitzender, Christian Grützner (71, MTV Peine), Arno Hansen (53, Germania Blumenhagen), Leon Rühling (17, SSV Stederdorf) und Siegfried Klein (55, Arminia Vechelde).

Rühmann und Grützner gehörten bereits dem Schiriausschuss an, der nach den Rücktritten des Vorsitzenden Jörg Metzing, des Lehrwartes Michael Knigge und des Ansetzers Sven Goldenstein zuletzt kaum noch handlungsfähig war. Rühmann wurde am Lehrabend bei zehn Enthaltungen und fünf Nein-Stimmen gewählt, die übrigen vier en bloc bei zehn Enthaltungen.

Drei Tage nach den Rücktritten hatten sich Kreisverbands-Chef Josef F. Hanke, sein Stellvertreter Hans Hermann Buhmann und Sebastian Rühmann getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Rühmann hatte - wie er den Schiris berichtete - einen Katalog mit sieben Punkten vorgelegt. Die Umsetzung zumindest einiger davon waren für ihn die Voraussetzung, dass er weiterhin im Ausschuss mitarbeitet.

Dazu gehört der Wunsch, dass der Fußball-Kreisverband die Kosten für die Schiedsrichter-Regelhefte und die Schiedsrichter-Zeitungen übernehmen wird.

Buhmann erläuterte den Schiedsrichtern, dass es die Regelhefte auch bisher schon kostenlos für Schiri-Anwärter gab. Der Kreisvorstand habe beschlossen, bei Bedarf weitere zu Verfügung zu stellen. Außerdem zahle der Verband 45 Schirizeitungen.

Buhmann erwähnte, dass der Kreisverband seine Jungschiedsrichter mit 600 Euro für das jährliche Fußball-Turnier unterstütze. Für die Weihnachtsfeiern der Jungschiris und Senioren gebe es ebenfalls 600 Euro. Schiedsrichter Lukas Reineke wies darauf hin, dass die Fußball-Auswahl der Peiner Schiris als einziges Team im Bezirksverband keinen Trikotsatz besitzt. Als Bezirkssieger richten die Peiner Anfang Januar das „Löwen Masters“ in der Silberkamp-halle aus.

Zu Beginn des Lehrabends hatte Buhmann um Sachlichkeit und respektvollen Umgang miteinander gebeten. Im Zusammenhang mit den Rücktritten hatte es in den zurückliegenden Wochen einige emotionsgeladene Diskussionsbeiträge gegeben.

Buhmanns Wunsch wurde erfüllt, nach zwei Stunden war der Lehrabend beendet.

„Beim Pooling gibt es einiges zu bedenken“

Die zurückgetretenen SchiriAusschuss-Mitglieder Jörg Metzing und Michael Knigge hatten bei ihren Rücktritten fehlende Unterstützung des Kreisvorstandes beim „Pooling“ für Schiedsrichter beklagt, und auch Sebastian Rühmann plädiert für die Einführung dieser Art, die Aufwandsentschädigung für die Schiris auszuzahlen.

Bisher müssen die Unparteiischen das Geld gleich nach dem Spiel am Platz kassieren. Beim Pooling zahlen alle Vereine – der Anzahl der Spiele entsprechend – die gleiche Summe in einen Topf, aus dem das Geld an die Schiris überwiesen wird. Auch die Fahrtkosten werden so gleichmäßig auf alle Vereine verteilt.

Der Vorsitzende des Bezirks-Schiedsrichterausschusses erläuterte, dass das Pooling im Bezirk weitgehend problemlos funktioniere. „Es gibt aber einiges zu bedenken“, sagte Stefan Voth beim Lehrabend. So sei dieses Verfahren nur bei Staffeln möglich, in denen der Online-Spielbericht eingeführt ist. „Und man braucht jemanden, der das System zuverlässig pflegt.“ Zu berücksichtigen sei auch, dass die Aufwandsentschädigung auf den Kontoauszügen und Abrechnungen auftauche. „Es kann ja Schirikameraden geben, die das – aus welchen Gründen auch immer – nicht möchten.“

Eine Probeabstimmung unter den Schiris zur Einführung des Poolings zunächst in der Kreisliga und 1. Kreisklasse ergab beim Lehrabend keine eindeutige Mehrheit. „Vielleicht sollten auch erst einmal die Vereine gefragt werden“, sagte Schiri Wolf Hermann Rüscher, Vorsitzender des TSV Wipshausen. „Die hatten bereits viele Ausgaben für Rechner, Bildschirm und Drucker, um den Online-Spielbericht ermöglichen.“

mp

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