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Schoeler: „Viele haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt“

Fußball-Kreisliga Schoeler: „Viele haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt“

In die Winterpause sind sie mit 25 Zähler gegangen, die Kreisliga-Fußballer des TSV Viktoria Ölsburg. Der Abstieg schien kein Thema zu sein. Doch weil die Ölsburger dieses Jahr in sieben Partien leer ausgingen und dabei lediglich einen einzigen Treffer erzielten, ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf vier Zähler zusammengeschmolzen.

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Der TSV Sonnenberg (blaue Trikots) will am Sonntag mit einem Sieg in Ölsburg dem Klassenerhalt ein Stück näherkommen.

Quelle: im

Beim morgigen Gegner aus Sonnenberg hingegen war die Entwicklung eine völlig andere. Zu Weihnachten schien der Gang in die 1. Kreisklasse besiegelt zu sein. Doch nachdem Marco Sauer im Januar das Traineramt übernahm, punktete der TSV regelmäßig und kletterte inzwischen auf den drittletzten Platz. Morgen nun können die Sonnenberger die Viktoria überholen, sofern sie dort gewinnen.

Viktoria Ölsburg - TSV Sonnenberg (Sonntag, 15 Uhr). Auch vor zwei Tagen setzte sich die Talfahrt der Viktoria ungebremst fort, gab es doch auf eigener Anlage ein 0:4 gegen den SV Bosporus Peine. Grund für die Niederlage seien die vielen Geschenke gewesen, „die wir wieder einmal gemacht haben“, hadert Viktoria-Obmann und Coach Tobias Schoeler. Die Peiner seien keineswegs klar besser gewesen. „Sie haben nur das Nötigste getan, aber wir haben sie zu den Toren förmlich eingeladen - es waren vier haarsträubende Fehler von uns“, moniert Schoeler.

Zudem missfiel ihm auch die Einstellung. „Etliche aus der Mannschaft haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt“, konstatiert Schoeler und verweist darauf, dass sein Team am Donnerstag nur eine Gelbe Karte kassiert hat. „Das kann einfach nicht sein. Wenn man unten steht, muss man aggressiver zur Sache gehen und darf die Gegenspieler nicht immer nur durchwinken“, sagt er.

Ebenfalls ein großes Problem ist die derzeitige Personallage. „Wir haben Ausfälle über Ausfälle - und das können wir mit unserem kleinen Kader nicht kompensieren, weil es da an Qualität fehlt“, gesteht er.

All das will er jedoch nicht als Ausrede für die Negativserie gelten lassen. „Wichtig ist, dass alle endlich den Abstiegskampf annehmen und sich auch entsprechend verhalten“, fordert Schoeler. Insbesondere in punkto Kampfgeist müsse sein Team enorm zulegen. „Nur dann werden wir auch die Klasse halten. Immer nur versuchen, alles spielerisch zu lösen, hilft uns nicht weiter. Der Ball muss eben auch mal aufs Feld oder in die Fuhse gedroschen werden“, sagt Schoeler, für den die morgige Partie ein Sechs-Punkte-Spiel ist. „Gewinnen wir, wäre das ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt.“

Einen Dreier einzufahren werde jedoch enorm schwer. „Denn unter Marco Sauer haben sich die Sonnenberger gefangen“, lobt Schoeler. „Trotzdem müssen wir auf jeden Fall etwas mitnehmen.“ Da dies jedoch auch für die Gäste gilt, „rechne ich mit einem ekligen Spiel“, erklärt Schoeler.

Das sieht sein Gegenüber ähnlich. „Es wird eine heiße Kiste“, prognostiziert Sonnenbergs Coach Marco Sauer. Und auch für ihn hat die Partie wegweisenden Charakter. „Für uns ist es das wichtigste Spiel des Jahres.“ Dementsprechend sieht auch die Zielsetzung aus. „Da uns ein Punkt nicht weiterhilft, zählt für uns nur ein Sieg“, erläutert Sauer.

Dass die Ölsburger in diesem Jahr noch gar nicht gepunktet haben, ficht ihn nicht an. „Sie werden hoch motiviert sein, weil es auch für sie um viel geht - und Negativserie hin oder her, noch werden die Punkte auf dem Platz verteilt“, sagt Marco Sauer.

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