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Schnellschachturnier: Elfjährige überrascht Fidemeister

Schach Schnellschachturnier: Elfjährige überrascht Fidemeister

Hochkarätig besetzt war das 15. große Peiner Schnellschachturnier. Unter den 62 Teilnehmern aus ganz Deutschland im Alter zwischen 10 und 79 Jahren waren einige spielstarke Titelträger, denen vom Weltschachverband Fide aufgrund ihrer herausragenden Leistungen die Ehrentitel Internationaler Meister oder Fidemeister verliehen wurden.

Die Teilnehmer ohne Titel zeigten jedoch, dass sie im schnellen Schach mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Partie durchaus Chancen haben gegen die „Großen“. Besonders eindrucksvoll zeigte das die elfjährige Nicole Manusina (Polizei SC Hannover) in ihrem Spiel gegen den Vorjahressieger Stefan Breuer (SVG Salzgitter). Das Talent überraschte sowohl den erfahrenen Fidemeister als auch die faszinierten Zuschauer und siegte in der dritten Runde völlig verdient. Breuer musste sich ansonsten nur dem späteren Turniersieger geschlagen geben und erkämpfte sich am Ende mit 1,5 Punkten Rückstand noch den sechsten Rang, während Nicole mit 4,5 Punkten aus neun Runden Platz 27 belegte. Damit war sie die beste Teilnehmerin und sicherte sich 20 Euro Preisgeld.

Den Hauptpreis in Höhe von 200 Euro gewann mit einer souveränen Leistung der Internationale Meister Thorsten Michael Haub von der Schachgesellschaft Bochum 1931. Er hatte sich gegen sämtliche Verfolger behauptet und musste nur zwei Remis abgeben. Über 150 Euro für den zweiten Platz freute sich Torben Schulze (Polizei SC Hannover, 7,5 Punkte). Den dritten Platz und 100 Euro Preisgeld erreichte Dennes Abel (Schachfreunde Berlin 1903) mit 7,0 Punkten, Fidemeister Frank Buchenau vom SC Tempo Göttingen erspielte sich Platz vier und 75 Euro.

Weitere Preise gingen an die Plätze fünf bis acht für Florian Kull (SF Hamburg), Fidemeister Stefan Breuer (beide 6,5 Punkte), Davor Maric (Kasseler SK) und den ehemaligen Spitzenspieler des Peiner Schachvereins, Fidemeister Helge Hintze aus Vöhrum (beide 6,0 Punkte). Hintze ist inzwischen beim SC Königsspringer Hagen/Wetter aktiv.

Insgesamt 14 Preise hatte der Peiner Schachverein ausgelobt. Der Internationale Meister Alexander Bangiev (Polizei SC Hannover), der lange Zeit als Trainer der Peiner Verbandsliga-Mannschaft tätig war, gewann als Vierzehnter der Abschlusstabelle mit 5,5 Punkten den Seniorenpreis, während Lokalmatador Alexander Belakhin vom Peiner Schachverein mit 5,0 Punkten als Drittbester der stark vertretenen Leistungsklasse mit Spielern, die über eine Deutsche Wertungszahl von mehr als 1900 verfügen, einen Sachpreis ergatterte. Ebenfalls drei Preise wurden in der gleichfalls stark vertretenen Leistungsklasse „DWZ über 1700“ vergeben. Da Nicole Manusina als Beste dieser Wertungsklasse bereits den Preis für Teilnehmerinnen gewonnen hatte, rückten die Peiner Manuel Bollak und Sebastian Maruhn (ebenfalls je 4,5 Punkte) auf die Plätze 1 und 3 dieser Kategorie vor, mussten ihre Preise aber weiteren Nachrückern überlassen, da sie in der Annahme, nichts gewonnen zu haben, vor der Siegerehrung gegangen waren.

Bester Vertreter des Schachkreises Peine war wie im Vorjahr Christoph Helmer vom Peiner Schachverein, der mit 5,5 Punkten Platz 15 erreichte.

Die weiteren Ergebnisse aus Peiner Sicht:
31. Lutz Dietrich (4,5 Punkte, Peiner SV), 38. Harald Chrzonszcz , 44. Bruno Lamm (beide TSV Edemissen), 45. Rainhard Pannenborg (Peiner SV, alle 4,0 Punkte), 50. Hans-Jürgen Ebeling (TSV Edemissen, 3,5 Punkte), 55. Friedrich Brennecke (Edemissen), 56. Christian Kubitza (Peine, beide 3,0), 58. Dr. Arsalan Dejam (Peine, 2 Punkte) vor dem punktgleichen Ewald Fries und Arthur Fries (1 Punkt, beide TSV Edemissen), der als jüngster Spieler des Turniers einen schweren Stand hatte, aber tapfer bis zum Ende durchhielt.

rd

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