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Schluss nach 18 Jahren: VG-Team aufgelöst

Volleyball Schluss nach 18 Jahren: VG-Team aufgelöst

Der Volleyball im Kreis Peine hat keine Aushängeschilder mehr. Nachdem das Männerteam des MTV Vechelde nach dem Abstieg aus der Dritten Liga zurückgezogen wurde, hat es nun auch die Volleyball-Damen der VG Ilsede erwischt, die in der zurückliegenden Saison aus der Regionalliga abgestiegen sind.

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Aus nach vielen erfolgreichen Jahren: Das Frauenteam der VG Ilsede, das zuletzt in der Regionalliga gespielt hat. Von links: Lena Forberg, Katharina Bublitz, Franziska Mieth, Nathalie Brem, Ernestina Vogl, Friederike Löhr, Eileen Bergmann, Laura Basedow, Silvana Mieth und Inna Schmidtheißler.

Quelle: rb

Das Team wird zur neuen Saison nicht mehr gemeldet. „Es ging leider nicht mehr. Wir mussten die Mannschaft komplett auflösen“, bedauert Betreuer Klaus Knicker. Aus dem ohnehin nicht sehr großen Kader fallen zwei Spielerinnen aufgrund von Schwangerschaften aus. Laura Basedow wechselt nach Hannover, Friederike Löhr schafft die zeitliche Belastung durch Training und Spiele als Ärztin und zweifache Mutter nicht mehr, Nathalie Brem ist aufgrund ständiger Knieprobleme nicht fest einplanbar, und Ernestina Vogl hatte ohnehin vor, noch einmal in einem anderen Verein zu spielen.

„Es waren nur noch fünf Spielerinnen übrig. Das ist zu wenig“, sagt Knicker. Der Verein habe sich um Neuzugänge bemüht, aber das sei erfolglos geblieben. „Wir sind leider keine Studentenstadt wie Hannover, Braunschweig oder Göttingen, wo immer wieder gute Spielerinnen hinzukommen.“ Vereinsintern oder aus anderen Kreis-Vereinen Spielerinnen hochzuziehen, sei auch nicht möglich. „Der Sprung ist zu groß“, sagt Knicker.

Es habe auch Gespräche mit anderen Vereinen über eine Spielgemeinschaft oder eine ähnliche Lösung gegeben. „Aber das war auch schwierig und hat zu nichts geführt“, sagt Knicker.

Er selbst bedauert das Aus der Mannschaft sehr. „Sie bestand seit 1996, und so lange sind ich und - abgesehen von einer kurzen Unterbrechung - auch Trainer Zeljko Popovic schon dabei.“ Die Nachwuchsarbeit sei jedoch nicht so erfolgreich gewesen, dass immer wieder Spielerinnen nachgerückt wären. „Wir haben viele Jugendliche integriert, aber die allermeisten sind nach dem Abitur weg, weil sie fortziehen“, sagt Knicker.

Für die Mannschaft sei es „schon ein kleiner Schock“ gewesen, als die Entscheidung feststand, sagt Mannschafts-Kapitänin Franziska Mieth. „Allerdings haben wir uns in den letzten fünf Jahren ja immer wieder darüber unterhalten, ob wir noch weitermachen sollten. Irgendwann ist dann mal der Zeitpunkt gekommen.“

Sie betont, dass der Rückzug der Mannschaft nichts mit dem Abstieg zu tun habe. „In der Oberliga wäre die Belastung ja nicht mehr so groß gewesen. Aber wir hatten einfach zu wenig Spielerinnen - und ich wäre ja auch erstmal ausgefallen“, sagt Mieth, die im Oktober Nachwuchs erwartet.

Bei der VG Ilsede blickt man aber bereits wieder in die Zukunft. „Wir wollen eine zweite Herrenmannschaft mit ganz jungen Spielern herausbringen“, sagt Knicker und setzt auf die Leistungsbereitschaft des Nachwuchses: „Wir hoffen, dass Zeljko Popovic sie als Trainer übernimmt. Ohne mindestens zweimal Training pro Woche wird er das aber nicht machen.“

mp

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