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Schlachtruf „Für Tanja!“ hilft: VSG jubelt

Volleyball-Landesliga-Aufstieg Schlachtruf „Für Tanja!“ hilft: VSG jubelt

Die VSG Stederdorf/Wipshausen macht im zweiten Anlauf den Landesliga-Aufstieg perfekt. Dabei begann die Relegation mit einem echten Schock.

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Geschafft: Die VSG Stederdorf/Wipshausen besiegte in der Relegation den MTV Grone II sowie den MTV Goslar und feierte danach den Landesliga-Aufstieg.

Quelle: Ralf Büchler

„Landesliga, wir kommen.“ Mit diesem Satz von Coach Ulrich Herrmann endete die Relegation für die Volleyballerinnen der VSG Stederdorf/Wipshausen, die im zweiten Anlauf den Aufstieg perfekt machten, indem sie den MTV Grone II sowie den MTV Goslar bezwangen.

VSG Stederdorf/Wipshausen - MTV Grone II 3:0 (25:20, 25:22, 25:19). Kurz vor Beginn der Partie musste die VSG eine Hiobsbotschaft verkraften: Tanja Lutz sprang beim Aufwärmen auf einen heranrollenden Ball und musste daraufhin mit einer schweren Knieverletzung vom Rettungswagen abgeholt werden. „Damit fiel eine unserer wichtigsten Angreiferinnen aus“, bedauerte Coach Ulrich Herrmann.

Folglich musste er seine Strategie ändern: Berit Iwanowski besetzte die Außenposition und Andrea Kaup den Diagonalangriff. „Dieses Konzept ging auf“, sagte Herrmann. Auch deshalb, „weil Frauke Wagner die Abwehr gut organisierte und die abgefangenen Bälle perfekt zu den Mitspielerinnen brachte“, lobte er.

Auch den Schock der Verletzung von Lutz verarbeitete das Team schnell. „Alle waren hundert Prozent konzentriert.“ Ein Selbstgänger sei die Partie aber trotz des 3:0 nicht gewesen, erläuterte Herrmann. „Wir mussten uns jeden Punkt hart erarbeiten. Deshalb hatte das Spiel auch viel Kraft gekostet“, sagte Herrmann. „Gut, dass uns die maximal mögliche Spielerzahl zur Verfügung stand.“

VSG Stederdorf/Wipshausen - MTV Goslar 3:1 (18:25, 25:15, 25:22; 28:26). „Die zweite Partie gegen den Landesligisten ist in der Regel eine noch härtere Nuss“, erklärte Herrmann. Und das bekam die VSG zunächst auch zu spüren, ging doch der erste Durchgang verloren. Grund: „In der Annahme und Abwehr waren wir nicht mehr so konstant wie gegen Grone“, gestand Herrmann. Hinzu kam, „dass vom Schiedsgericht viele nicht nachvollziehbare Entscheidungen gefällt wurden“, monierte er.

Im zweiten Satz jedoch habe sich die Annahme wieder stabilisiert, „so dass wir ausgleichen konnten“. Anschließend ging die VSG in Führung, doch das 25:22 im dritten Satz war ein hartes Stück Arbeit, „denn Goslar war zwar im Angriff nicht allzu stark, doch die Feldabwehr war kaum zu knacken“, erläuterte er. Erschwerend hinzu kam, „dass die Kräfte bei uns immer mehr nachließen. Deswegen wussten wir auch, dass wir im nächsten Satz die Entscheidung erzwingen mussten“, sagte Herrmann.

Es entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Gastgeberinnen am Ende für sich entschieden. Dabei wurden die Ersatzspielerinnen zu den Matchwinnerinnen. „Denn durch Kurzeinsätze haben sie den anderen Verschnaufpausen in der Abwehr verschafft.“ Zudem feuerten sich die Spielerinnen immer wieder mit dem neuen Schlachtruf („Für Tanja!“) an.

Trotzdem geriet die VSG mit 22:24 in Rückstand. Doch der Satzball für den MTV Goslar wurde abgewehrt, danach sorgte Vivien Wagner für das 24:24 - und es blieb dramatisch. Die Stederdorferinnen behielten jedoch in den letzten Minuten die Nerven: Den zweiten Matchball nutzte Sarah Schmidtke zum 28:26 - der Rest war grenzenloser Jubel. „In der Mitte des Feldes bildete sich ein Spielerhaufen - und es flossen Tränen der Freude“, berichtete Ulrich Herrmann.

rd

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