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Ratschlag: Beobachten, Bewerten, Bewegen

Kreissportbund-Arbeitstagung Ratschlag: Beobachten, Bewerten, Bewegen

Norbert Engelhardt sagte es gleich: "Ein Patentrezept habe ich nicht." Aber er gab den Besuchern der Kreissportbund-Arbeitstagung einen Tipp: Sie sollten die "drei Bs" berücksichtigen - Beobachten, Bewerten, Bewegen.

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LSB-Geschäftsführer Norbert Engelhardt referierte.

„Sportentwicklung“ war das Thema des Treffens von Vereinsvertretern im Woltorfer Landkrug. Die Vereine sollten Anregungen bekommen, wie sie bei den sich wandelnden Anforderungen bestehen können. Der Kreissportbund hatte dazu den Geschäftsführer des Landessportbundes als Referenten eingeladen. „70 Prozent der Bevölkerung treiben wenigstens gelegentlich Sport. Diese 70 Prozent wollen ein Angebot haben. Und wenn die Vereine es nicht machen, dann machen es andere“, stellte er fest.

„Nichts ist schlimmer, als keine Ziele zu haben“, hatte Dietmar Domanski bei der Einleitung ins Thema gesagt. Vereine sollten sich Ziele setzen und sie verfolgen, meinte der stellvertretende Kreissportbund-Vorsitzende.

Engelhardt griff das mit den Empfehlungen „Beobachten“ und „Bewerten“ auf. Vereine sollten prüfen, welche Angebote sinnvoll sind. Abhängig sei das auch von den zur Verfügung stehenden Personen und den Rahmenbedingungen.

„Bewegen“ bedeute dann, Entwicklungen anhand dieser Erkenntnisse zu initiieren. Dafür gebe es keine uniformen Lösungen, aber vertraute Wege müssten die Vereine manchmal verlassen. Sie sollten ihre eigenen Schwerpunkte herausarbeiten und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen - die vielleicht ergänzende Schwerpunkte haben - stärken. Schwerpunkte seien zum Beispiel Angebote für Kinder, im Gesundheitssport oder im Leistungssport.

Das Ganze spiele sich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ab. Bis zum Jahr 2030 werde die Bevölkerungszahl im Landkreis Peine um 11,5 Prozent auf rund 116 000 abnehmen. Das Durchschnittsalter steige von zurzeit 43,3 auf 49,1 Jahre.

Das bedinge eine Veränderung der Sportwünsche, einen veränderten Bedarf, steigende Aufgabenfülle und die zunehmende Schwierigkeit, Freiwillige zu finden.

Gerade der letzte Punkt wurde in der anschließenden Diskussion hervorgehoben. In der Alterspanne der 25- bis 47-Jährigen gebe es immer weniger Ehrenamtliche, hob der frühere Kreissportbund-Vorsitzende Kurt Gilgen hervor. Er sehe die Zukunft deshalb „grau“. Der heutige Kreissportbund-Vorsitzende Wilhelm Laaf nannte als Beispiel für sinnvolles Handeln den Tennisverband. „Die Mitgliederzahlen gehen stark zurück. Aber wie er sich in Schulen engagiert, ist lobenswert.“

Auch Engelhardt sieht Positives: „Die Bereitschaft junger Menschen bis 27 Jahre, sich zu engagieren, war nie so groß wie jetzt“, stellte er fest. „Junge Menschen wollen Verantwortung übernehmen.“ Und Laaf meinte: „Vielleicht können Ältere auch manchmal einfach nicht loslassen.“

mp

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