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Rambo schoss aus der Hüfte ins Netz

Handball-Testspiel Rambo schoss aus der Hüfte ins Netz

Selten hat eine Niederlage Andreas Bremer so gefreut, wie das 21:45 am Mittwochabend. Seine Landesliga-Mannschaft hatte sich gegen den Bundesligisten GWD Minden im Freundschaftsspiel hervorragend verkauft (PAZ berichtete).

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Hier geblieben Kleiner! Mindens Marco Oneto zupft SG-Akteur Jörn Oetken am Trikot.

Quelle: im

„Wir sind auch spielerisch schon gut drauf, obwohl wir zuletzt mehr für die Kondition getan haben“, sagte der Trainer der SG Zweidorf/Bortfeld nach dem Spiel.

Die rund 200 Zuschauer rieben sich so verwundert die Augen, wie die Fußball-Fans beim Halbfinale der WM zwischen Brasilien und Deutschland, als die SG-Riege nach zwei Minuten durch Treffer von Gerrit Büüs und Dirk Buchholz mit 2:0 führte. Der Bundesligist musste sich erst einmal finden, da das Team erst am Tag zuvor mit dem Training begonnen hatte.

Gleich drin in der Partie waren dagegen die Gastgeber, allen voran Gerrit Büüs, der vor den Abwehrriesen geschickt die Bälle verteilte und auch selbst in die Lücken stieß. Dirk Buchholz hatte gegen den Bundesligisten nach einer knappen Viertelstunde bereits vier Treffer erzielt - eine Quote, die ihm auch in der Landesliga nicht so oft gelingt.

Mit zunehmender Spielzeit lief dann aber auch das Spiel der GWD. Die Profis packten in der Abwehr zwar zu, verzichteten aber sonst fair darauf, den Gegner durch körperliche und technische Überlegenheit unbeholfen aussehen zu lassen. Der Schwede Dalibor Doder narrte SG-Torhüter Jannis Grotewold zwar mit einem gedrehten Ball und einem Lupfer, und der Norweger Christoffer Rambo schoss aus der Hüfte heraus ins Netz, aber Grotewold revanchierte sich in der zweiten Halbzeit mit einer ganzen Serie von Super-Paraden.

„Die Profis werfen härter und intelligenter als die Spieler in der Landesliga. Wenn so ein Arne Niemeyer wirft, dann kann man nicht reagieren. Man muss vorher spekulieren, wo der Ball hinkommen könnte“, sagte Grotewold. Der SG-Neuzugang spekulierte so oft richtig, dass ihn die Zuschauer mit Riesenjubel feierten, als er kurz vor Schluss Christoph Meyer Platz machte.

Ein gemeinsames Essen beider Mannschaften schloss den Besuch der Profis ab. Anlass des Gastspiels war das 111-jährige Bestehen der TB Bortfeld. GWD feiert dieses Jahr 90-jähriges Bestehen. „Wenn Ihr in zehn Jahren Euer hundertjähriges Bestehen feiert, und wir in der Bundesliga spielen, kommen wir gern nach Minden“, kündigte Hallensprecher Michael Greve schonmal an.

mp

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