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Peiner scheitern, tanzen aber Macarena

Hallenfußball-Turnier der Schiedsrichter Peiner scheitern, tanzen aber Macarena

Sie wollten ihren Titel verteidigen und den Löwencup erneut gewinnen, die Fußball-Schiedsrichter aus Peine. Doch das Vorhaben misslang, beide Teams scheiterten in der Silberkamphalle in der Vorrunde.

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Auch Schiris zupfen am Trikot: Hier lässt sich der Peiner Christian Stenzel (schwarz) aber trotzdem nicht stoppen.

Quelle: rb

Rang eins belegte das Team aus Northeim-Einbeck, im Finale gewann es nach Neunmeterschießen mit 3:2 gegen Wolfsburg.

Gruppe A

Der Peiner Zweitvertretung fehlten nur 40 Sekunden zum Halbfinaleinzug. Im entscheidenden Spiel gegen den späteren Turniersieger Northeim-Einbeck kassierten die Peiner spät das 0:1. Da bereits ein Punkt gereicht hätte, warfen sie danach alles nach vorne und kassierten schließlich noch das zweite Tor.

Auch die erste Partie verlief für die Peiner unglücklich. Beim Stand von 2:1 gegen Braunschweig II schaltete sich Keeper Lukas Reineke in den Angriff mit ein. Als er anschließend zurücklief, schossen die Braunschweiger aufs Tor. Da sie dies jedoch aus ihrer Hälfte taten, hätte der Treffer nicht gezählt. Doch weil Reineke das nicht gesehen hatte, versuchte er, den Ball außerhalb des Torraums mit dem Kopf zu klären. Schiedsrichter Jan Könnecker war aber der Meinung, dass er den Ball mit der Hand abwehrte und gab ihm deshalb die einzige Zwei-Minuten-Strafe im Turnier. Folge: In Unterzahl mussten die Peiner noch den Ausgleich hinnehmen. Am Ende reichte es hinter Wolfsburg und Northeim-Einbeck nur zu Rang drei.

Gruppe B

Ein Sieg in ihrem letzten Gruppenspiel gegen den Favoriten Göttingen-Osterode hätte den Peinern zum Gruppensieg gereicht. Und alles lief auch bestens, führten sie doch mit 2:0. Aber nach zwei Unachtsamkeiten in der Defensive kamen die bereits für das Halbfinale qualifizierten Göttinger noch zum 2:2. Zum Verhängnis wurde Peine I die Niederlage zum Auftakt gegen die Nordharzer Schiris. Nach dem 0:3 kämpften sich die Hausherren zwar auf 2:3 heran, in der Folgezeit scheiterten sie jedoch mehrmals am starken Nordharzer Keeper.

Deswegen mussten die Peiner in der Endabrechnung Göttingen-Osterode und Nordharz den Vortritt lassen.

PlatzierungsSpiele

In den Platzierungsspielen gab es drei Derbys: Die Teams aus Gifhorn, Braunschweig und Peine jeweils gegeneinander. Deshalb wurden diese Spiele auch nicht allzu ernst genommen, die Peiner sangen vor ihrem Spiel dem kommissarischen Schiedsrichter-Obmann Sebastian Rühmann ein Geburtstagsständchen. Und als Peine II das 1:0 erzielte, tanzten beide Teams an der Mittellinie gemeinsam den Macarena.

Nachdem der Ausgleich gefallen war, pfiff Ingo Yazidi einen vielversprechenden Angriff von Peine II ab, denn er hatte Cihan-Pierre Özyurt im Abseits gesehen - eine Regel, die es in der Halle gar nicht gibt. Folglich blieb es beim 1:1, und im anschließenden Neunmeterschießen behielt Peine I die Nerven und sicherte sich Platz fünf.

Finalrunde

„Es war ein ausgeglichenes Turnier, da haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben“, urteilte der Peiner Team-Verantwortliche Axel Dickfoß-Rühling nach dem Endspiel. Dass er damit Recht hatte, zeigten die beiden Halbfinalpartien. Da sich in beiden Partien in der regulären Spielzeit kein Sieger fand, musste jeweils das Neunmeterschießen entscheiden.

In diesen behielten Wolfsburg und Northeim-Einbeck die Ruhe und zogen ins Endspiel ein. Auch dort gab es zunächst keinen Sieger. Denn die Wolfsburger Führung durch Lucas Friedrich glich der Northeimer Marvin Hennecke wenig später aus. Entsprechend musste der Löwencup-Sieger im Neunmeterschießen ermittelt werden. Hier war es der ehemalige Peiner Schiedsrichter Falko Mathews, der den entscheidenden Schuss an die Latte setzte, sodass die Wolfsburger Zweiter wurden.

Bei der abschließenden Siegerehrung gab es dennoch Grund zur Freude für die Wolfsburger. Denn Vito Garippo wurde zum besten Spieler gewählt und Yousri Briki zum besten Torwart. Das schnellste Tor erzielte Thore Fahrtmann (Göttingen-Osterode) gegen Gifhorn II bereits nach elf Sekunden. Die Gifhorner wurden hingegen die fairste Mannschaft. Den Preis für das erste Kopfballtor sicherte sich Northeims Henning Hartje.

Schiedsrichterobmann Sebastian Rühmann zeigte sich angetan von dem Turnier: „Es war alles gut, auch wenn es einige Zuschauer mehr hätten sein können. Außerdem hätte ich mir gerne ein Peiner Team im Halbfinale gewünscht, Northeim hat aber verdient gewonnen.“

Auch Axel Dickfoß-Rühling war zufrieden: „Wir hatten zwei ausgeglichene Mannschaften gehabt, die beide unglücklich in der Vorrunde ausgeschieden sind. Mit dem stärksten Team hätten wir das Halbfinale erreicht.“

Den härtesten Job hatten aber die Schiedsrichter Jan Könnecker und Nicolai Rühmann. „Ich musste deutlich mehr pfeifen, als ich es gedacht hatte“, erläuterte Könnecker. „Das lag daran, dass einige Teams es mitunter ziemlich ernst genommen haben“, sagte Rühmann.

lr

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