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Peiner Schiris steigern sich bis zum Turniersieg

Hallenfußball Peiner Schiris steigern sich bis zum Turniersieg

Mit viel Selbstbewusstsein starteten die Peiner-Fußballschiedsrichter beim Löwencup des Bezirks Braunschweig in der Schuhwall-Sporthalle in Northeim - zu Recht. Wie im Vorbericht angekündigt, wollten die Schiris den Titel nach 2014 wieder nach Peine holen.

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Die erfolgreichen Peiner Schiris (hinten, von links): Ferhat Dilek, Hendrik Denkmann, Nico Metzing, Thore Scheller, Dennis Miehe, Sebastian Rühmann. Vorn, von links: Miguel Karrasch, Cihan Özyurt, Lukas Reineke, Batuhan Cimen und Hassan Ismail.

„Es hat funktioniert“, sagte Schiri-Chef Sebastian Rühmann nach dem 3:0 gegen die Schiedsrichtervereinigung Nordharz im Finale.

Dabei wäre der Traum vom Titelgewinn beinahe schon in der Gruppenphase zerplatzt. Nach der 1:2-Niederlage im ersten Spiel des Tages gegen Nordharz, dem 4:0 gegen Helmstedt und dem verschenkten Sieg beim 1:1 gegen Göttingen-Osterode II waren die Peiner auf Schützenhilfe angewiesen. So durften die Schiedsrichter aus dem Nordharz ihr Spiel gegen Gastgeber und Titelverteidiger Northeim-Einbeck I nicht verlieren, ansonsten wären die Peiner Schiedsrichter raus gewesen.

Nach dem Führungstor der Northeimer machte sich bereits erste Ernüchterung im Peiner Lager breit, ehe Nordharz die Partie drehen konnte und die Chance für die Peiner aufs Halbfinale am Leben hielt.

Im vergangenen Jahr musste Northeim-Einbeck in der Silberkamphalle gegen Peine gewinnen, um ins Halbfinale zu kommen, dieses Mal war es umgekehrt. „Man sieht sich immer zweimal im Leben“, sagte Peines Torwart und Team-Betreuer Lukas Reineke.

Im Vorfeld des entscheidenden Spiels flachsten beide Teams noch über diese Tatsache, ohne zu wissen, dass es noch kurioser werden würde: Nach einer schönen Einzelleistung legte Cihan Özyurt quer auf Dennis Miehe, der mit der Pike den Peiner 1:0-Siegtreffer 40 Sekunden vor der Schluss-Sirene erzielte. Genauso lange war im vergangenen Jahr noch zu spielen, als Northeim gegen Peine das entscheidende Tor fürs Halbfinale erzielt hatte. „So verrückt kann der Fußball manchmal sein“, stellte Reineke fest. „Fürs kommende Jahr haben wir bereits vereinbart, dass Northeim dann wieder am Ende das Tor schießt.“

Einziger Unterschied zwischen den beiden Spielen war, dass die Peiner im Gegensatz zu Northeim nicht das 2:0 nachlegte. Diese Tatsache war der Mannschaft allerdings egal, da es dennoch zum Halbfinale reichte.

Hier kam es zur Neuauflage des Endspiels von 2014 gegen Göttingen-Osterode I. Reineke, der mit Kreisligist Rot-Weiß Schwicheldt in diesem Winter bereits dreimal im Halbfinale das Nachsehen hatte, forderte sein Team auf, diese Serie zu brechen: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass ich nicht schon wieder um den dritten Platz spielen will.“

Dieser Appel kam bei der Mannschaft an. Einen Konter verwertete Batuhan Cimen zur Führung. Wenig später legte Dennis Miehe einen Freistoß quer auf Miguel Karrasch, der mit auf 2:0 erhöhte. In der Folgezeit versuchten die Göttinger alles, um nach 2015 nicht erneut im Halbfinale zu scheitern. Doch mehrmals konnten sie den gut aufgelegten Keeper der Peiner, Lukas Reineke, nicht überwinden. Als Ferhat Dilek einen Konter zum 3:0 vollendet hatte, war die Partie gelaufen.

Wie das Turnier begonnen hatte, so endete es auch. Wie in der Auftaktpartie standen sich die Peiner und die Nordharzer Schiris im Endspiel gegenüber. Nordharz hatte das Halbfinale 3:2 gegen Braunschweig gewonnen.

Genau wie im Gruppenspiel brachte Cihan Özyurt nach einem Zuspiel von Lukas Reineke die Peiner in Führung. Doch dieses Mal bewahrte das Team die Ruhe und konnte durch Hassan Ismail und Ferhat Dilek auf 3:0 erhöhen. Die Angriffsbemühungen der Nordharzer verpufften immer wieder an der Peiner Abwehr, sodass der Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

„Wir haben verdient gewonnen, weil wir immer besser zusammengespielt und uns hinten raus gesteigert haben“, lobte Rühmann seine Mannschaft.

Für die Schiedsrichter des Kreises Peine war es bei der dritten Auflage des erst seit 2014 wieder ausgespielten Löwencups, der zuvor über 15 Jahre nicht ausgetragen wurde, der zweite Turniererfolg. Als „Belohnung“ dafür müssen die Schiedsrichter das Turnier 2017 ausrichten. „Ich freue mich darüber“, sagte der Kreisschiedsrichterobmann schmunzelnd.

Als fairste Mannschaft wurden die Schiedsrichter aus Helmstedt ausgezeichnet. Torschützenkönig wurde Robin Hartwig von Göttingen-Osterode I mit sieben Treffern.

Die Platzierungen

1. Peine

2. Nordharz

3. Göttingen/Osterode I

4. Braunschweig

5. Northeim-Einbeck I

6. Gifhorn

7. Göttingen-Osterode II

8. Wolfsburg

9. Northeim-Einbeck II

10. Helmstedt

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