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Olympia-Teilnehmer trainiert Peiner Talente

Boxen Olympia-Teilnehmer trainiert Peiner Talente

Von 16 Profi-Kämpfen gewann er 14, in sieben dieser Duelle knockte er seine Kontrahenten aus: Der Magdeburger René Monse ist ein echtes Schwergewicht der Boxszene. Der einstige Olympia-Teilnehmer trainierte in Peine mit den Nachwuchskämpfern des BC 62.

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Lehrstunde am Sandsack: 25 Box-Club-Kämpfer waren gekommen, um mit Ex-Profi René Monse zu trainieren.

Quelle: cb

„Sehr gut haben sie sich gemacht. So viele motivierte Jungs – das ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich“, lobte Monse nach der zweistündigen, schweißtreibenden Einheit, in der er den Peiner Boxern nicht nur etwas Feinschliff verpasste sondern auch viele Fragen zu seiner Karriere beantworten musste.

Der Magdeburger erkämpfte mehrere Deutsche Meistertitel. Als seinen größten sportlichen Erfolg bezeichnet er die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta. Er gewann zwar kein Gold, sondern schied im Viertelfinale aus. „Aber der Boxsport an sich ist mein größtes Gold“, betont Monse. Über Grenzen zu gehen, zielstrebig und ehrlich auch zu sich selbst zu sein – das habe ihm der Sport gelehrt. Das versuchte er auch den Peinern zu vermitteln. Und er appellierte: „Ihr müsst immer ein Ziel vor Augen haben.“

In seiner Profilaufbahn schickte Monse unter anderem den Europameister Luan Krasniqi zu Boden, verlor den Kampf jedoch noch knapp nach Punkten. „Hätte ich sechs Wochen mehr Vorbereitungszeit gehabt, hätte ich es geschafft“, glaubt Monse heute.

Zweimal boxte er gegen Vitali Klitschko, verlor das Halbfinale um die Amateurweltmeisterschaft gegen den Ukrainer 1995 mit 5:6 nach Punkten. „Einerseits ist es schön zu sehen, wenn ein Gegner sich so weiterentwickelt wie Vitali Klitschko. Andererseits habe ich auch ein negatives Gefühl, wenn ich an ihn denke. An den Olympischen Spielen in Atlanta durfte er nämlich nicht teilnehmen, weil er gedopt hatte“, sagte Monse, dem dieses Thema in der Berichterstattung über den Box-Star zu kurz kommt. Klitschko wurde die Einnahme des Steroids Nandrolon nachgewiesen, er wurde ein Jahr gesperrt.

Die BC62-Trainer Kazim Yilmaz und Ibrahim Tanrikulu freuten sich riesig über die Unterstützung Monses, der inzwischen Versicherungsfachmann ist und zwei Büros in Magdeburg betreibt. In Peine entdeckte er auch zwei hoffnungsvolle Talente: Ibrahim und Hassan Karahancer. „Die Brüder haben mir gut gefallen.“ Monse schenkte Ibrahim Karahancer sogar seine Profi-Boxhandschuhe – wenn das keine Motivationshilfe ist.

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