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Ohne Verpflichtung: Kinder in Bewegung

Ungewöhnliches Sportangebot in der Peiner Südstadt Ohne Verpflichtung: Kinder in Bewegung

Dass es in der Sporthalle der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule um "frühkindliche Bewegungsförderung" geht, ist Mirko völlig egal. Der Zweijährige klettert, baut, läuft - und hat viel Spaß.

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Beim Krabbeln und Klettern auf Matten und Bällen haben die Kinder ihren Spaß. Und nebenbei fördert es die Entwicklung.

Jeden Dienstag von 10.30 bis 11.30 Uhr wuseln eine Menge Jungs und Mädchen zwischen ein und vier Jahren in der Halle herum. Sie werden begleitet von ihren Müttern oder Omas. Das Besondere: Das Angebot ist offen. Anmelden ist nicht nötig, Abmelden auch nicht. Dennoch sind regelmäßig rund 20 Kinder da.

Die Kleinen krabbeln über Hindernisse, versuchen Schaumstoffbälle in einen Basketballkorb zu werfen, oder füttern die Ente. Das ist ein Stofftier mit einem Rohr im Schnabel, in das die Kinder Tischtennisbälle stecken können, die dann hinten wieder herauskullern. Um an den Schnabel zu kommen, müssen die Kleinen aber erst einmal eine schräge Bank hinaufklettern. „Selbstgebaut! Man wird erfinderisch“, sagt Petra Wolters und freut sich über das große Interesse, das die Ente bei den Kleinen weckt.

Wolters ist die Übungsleiterin und ein Erfolgsbeispiel für die Arbeit des Kreissportbundes. Über die Einstiegsausbildung als Sportassistentin ist sie mittlerweile Übungsleiterin mit B-Lizenz im Gesundheitssport. Die Kinder können sich in ihrer Sportstunde aussuchen, was sie machen möchten. Zum Abschluss gibt es gemeinsame Spiele und ein Lied. „Es geht darum, Leute zu erreichen, die nicht unbedingt in Vereine eintreten werden“, sagt Kreissportbund-Vorsitzender Wilhelm Laaf.

Der Gesundheitsbericht habe belegt, dass viele Kinder im vorschulischen Alter motorische Schwierigkeiten haben. Der Kreissportbund hat in einer gemeinsamen Aktion mit dem Südstadtbüro der Caritas und dem SV Bosporus das Angebot auf die Beine gestellt. Das Projekt wird für ein Jahr bezuschusst. Auch die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule spielt mit und hat die Hallenzeit zur Verfügung gestellt. „Das Vereinswesen ist ja typisch deutsch. Viele Migranten haben deshalb keinen Zugang zu sportlichen Angeboten“, sagt Peter Wolters, Sozialpädagoge an der Schule. „Und wir als Schule profitieren von so einem Bewegungsangebot.

Die Kinder sind in der Entwicklung weiter, wenn sie eingeschult werden.“ Dass die Dienstags-Sportstunde ein tolles Angebot ist, bestätigt Kübra Türkmen: „Das ist eine Super-Idee. Mein Sohn Emin freut sich immer sehr darauf.“ Sie hatte über die Mutter einer Freundin von dem Angebot erfahren. „So war es bei fast allen. Es musste sich erst herumsprechen“, sagt Petra Wolters. „Bei der ersten Stunde saß ich mit einer Mutter und ihrem Kind da. Dann kamen vier, dann zehn, und jetzt haben wir einen Stamm von 25.“ 

Wen das kostenlose Sportangebot in der HWK-Halle interessiert, kann sich in der KSB-Geschäftstelle (05171/ 29792-01) oder im Südstadtbüro bei Florian Kauschke (05272/ 290334) informieren.

mp

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