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Ohne Schlaf zur „Mannschaft des Jahres“

Sportlerehrung der Stadt Peine Ohne Schlaf zur „Mannschaft des Jahres“

Viel Fleiß, viel Schweiß - ihr hartes Trainingsprogramm hat sich für zehn Sportler gestern Abend ausgezahlt, obwohl gar kein Wettkampf anstand. Die Stadt Peine hat ihre „Sportler des Jahres“ geehrt. Der stellvertretende Bürgermeister Ewald Werthmann übergab Peine-Einkaufsgutscheine im Wert von 100 Euro und die Firma Pelikan spendierte Schreibsets.

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Peines stellvertretender Bürgermeister Ewald Werthmann (mit Krawatte) zeichnete die Sportler (von links) Frank Eggert, Benedikt Bürmann, Gian-Luca Streitle, Lena Deyerling, Monika Janzen, Jannik Möller, Vanessa Glumm, Gaby Beckmann, Cedric Petrak und Sheridan Kola aus.

Quelle: cm

Werthmann würdigte in seiner Rede auch die Leistungen der vielen Ehrenamtlichen im Peiner Sport und verwies auf die wichtige Rolle, die der Sport beim Thema „Integration“ spielt: „Sport ist der einfachste Weg, zueinander zu finden.“ Und das sind die Preisträger:

Jugend-Sportler

Benedikt Bürmann: Das 15 Jahre alte Mountainbike-Ass vom RSC Wanderlust strampelte vergangenes Jahr unter anderem zur Vize-Meisterschaft bei der offenen Rad-Cross-Landesmeisterschaft von Sachsen-Anhalt und räumte bei verschiedenen Rennen neun Siege ab. „Benedikt hat in den vergangenen zwei Jahren eine enorme Leistungssteigerung gezeigt. Bene verbringt so ziemlich jede freie Minute auf seinem Rad. Und er ist stets hilfsbereit, hält auch während eines Rennes an, um anderen Fahrern zu helfen, auch wenn ihn das den Podestplatz kostet. Das ist leider nicht immer selbstverständlich“, lobt Klub-Kollege Frank Eggert das Talent. Dem einen oder anderen PAZ-Leser hat der Edemisser vielleicht auch schon geholfen und das Rad repariert: Er jobbt nämlich in einem Fahrrad-Laden.

Jugend-Sportlerin

Sheridan Kola: Die zehnjährge Trampolin-Turnerin vom MTV Vater Jahn ist Peines „Prinzessin der Lüfte“ - ihre Schrauben, Saltos und Sprünge unterm Hallendach sind so akrobatisch, dass sie unter anderem Deutsche Meisterin mit der Mannschaft wurde und Bronze bei den Landesmeisterschaften, der Synchron-Landesmeisterschaft und dem Deutschland-Cup gewann. „Es steckt viel Arbeit in diesen Erfolgen - dass sie nun zu den besten deutschen Talenten gehört, ist die Belohnung dafür. Sheridan trainiert drei- bis viermal pro Woche für jeweils zwei bis zweieinhalb Stunden“, sagt Trainerin und Mutter Daniela Kola.

Sportlerin

Diane Lack: Die 36-jährige Triathletin von den Peiner Tri-Speedys schnappte sich im vergangenen Jahr den Titel Deutsche Meisterin im Cross-Triathlon. Bei dieser Triathlon-Variante kämpfen die Athleten auf dem Mountainbike mit Sand und Schotter und absolvieren einen kniffligen Cross-Lauf. Für 1,5 Kilometer Schwimmen, 36 Kilometer Radfahren und 9 Kilometer Laufen benötigte Diane Lack nur 3:58,23 Stunden. Peines stellvertretender Bürgermeister Ewald Werthmann staunt ohnehin über die Leistungen von Triathleten. „Eine Wettkampf-Disziplin, die wie kaum eine andere Willenskraft, Technik und Energie abverlangt“, sagte er.

Sportler

Cedric Petrak: Der 18-jährige Schütze vom SV Telgte räumte bei den Kreismeisterschaften gleich vier Titel in verschiedenen Gewehr-Disziplinen ab und löste mit Platz zwei und drei bei der Landesmeisterschaft mit dem Kleinkalibergewehr das Ticket für die Deutschen Meisterschaften. Trainer Marcus Ziball schätzt die starke Konzentrationsfähigkeit seines Schützlings: „Außerhalb des Wettkampfes ist er lustig und locker, aber wenn die Meisterschaft startet, kann er abrupt komplett auf Wettkampf-Modus umstellen - das ist sein großer Vorteil“, sagt er.

Mädchen-Team

Lena Deyerling und Vanessa Glumm: Die beiden Peiner Jugend-Keglerinnen schafften etwas ganz Seltenes - sie verteidigten ihren Titel als Mädchen-Team des Jahres. Gewürdigt wird damit ihr Deutscher Meister-Titel als Tandem in der Drei-Bahnen-Disziplin.

Jungen-Team

Gian-Luca Streitle und Jannik Möller: Die beiden Jugend-Kegler holten sich Silber als Tandem bei der Deutschen Meisterschaft in der Drei-Bahnen-Disziplin. „Beide haben einen riesigen Leistungssprung nach vorne gemacht. Von ihnen können wir noch viele Erfolge erwarten“, kommentierte Trainerin Gabi Beckmann vom Peiner Kegler-Verein den Erfolg.

Mannschaft

Monika Janzen und Frank Eggert: Ein fahrradfreies Wochenende - das kommt bei den beiden Radsportlern vom RSC Wanderlust so gut wie nie vor. Sogar ihre mehrwöchigen Sommer-Urlaube verbringen sie auf zwei Rädern. Dass sie sogar verdammt lang am Stück strampeln können, bewiesen sie bei der Deutschen 24-Stunden-Meisterschaft und den „24 Stunden von Stuttgart“ - beide Mountainbike-Rennen gewannen sie als Mixed-Team. „Wenn man 24-Stunden-Rennen in einem Team fährt, geht man auch gemeinsam an seine körperlichen und teils auch psychischen Grenzen. 24 Stunden ohne Schlaf, unter ständiger Belastung und nicht immer bei schönstem Wetter können echt hart und lang sein. Da ist es wirklich wichtig, den richtigen Partner an seiner Seite zu haben“, betont Frank Eggert. Und den hat er: Die beiden bilden schließlich auch privat „ein Team“.

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