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Ölsburgs Trainer muss trotz Platz 5 gehen

Fußball-Kreisliga Ölsburgs Trainer muss trotz Platz 5 gehen

Innerhalb von nur elf Monaten hat es bei Fußball-Kreisligist TSV Viktoria Ölsburg bereits den dritten Trainerwechsel gegeben. Der Tabellenfünfte hat überraschend Spielertrainer Christofer Katschinski entlassen.

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Spielertrainer und Leistungsträger zugleich: Christofer Katschinski (links, blau-gelber Dress) dirigierte Ölsburgs Mittelfeld.

Quelle: rb

„Für mich kam das wie aus heiterem Himmel“, sagt der 27-Jährige, der das Amt erst zu Saisonbeginn von Jean-Marie Lohmann übernommen hatte.

Mit 25 Punkten aus 16 Spielen auf Härke-Pokal-Kurs, beim PAZ-Cup seit Jahren mal wieder den Einzug in die Endrunde geschafft - sportlich lief es rund bei der Viktoria. „Klar, mit dem Tabellenstand sind wir sehr zufrieden. Doch in der Winterpause gab es einige Störfeuer. Die Trainingsbeteiligung war nicht mehr gut und Spieler sind auf uns zugekommen, die mit der Trainingssituation nicht zufrieden waren. Darauf mussten wir jetzt reagieren. Es ist sehr schade, dass das so zu Ende geht, denn Christofer hat uns im Sommer sehr geholfen“, erläutert Viktoria-Fußball-Obmann Tobias Schoeler.

Eigentlich hatte Katschinski nämlich nur Fußball bei den Ölsburgern spielen wollen, doch als Jean-Marie Lohmann aus beruflichen Gründen sein Amt kurz vor Saisonbeginn niederlegte, übernahm der bezirks- und landesligaerfahrene Katschinski den Posten des Spielertrainers. Nach nur sieben Monaten ist nun schon wieder Schluss. „Die Gründe kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Mir wurde gesagt, dass die Spieler unzufrieden waren, aber zu mir ist keiner gekommen. Und der Vorstand hat immer gesagt, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist. Offenbar war man dann nicht ganz ehrlich zu mir“, betont der Mittelfeldspieler. Und sportlich habe er sich ohnehin nichts vorzuwerfen. Trotz zahlreicher Abgänge von Leistungsträgern führte er die Mannschaft auf Platz fünf. „Ich denke, mit dem Kader haben wir das Maximum herausgeholt. Wenn man etwas aufgebaut hat, ist eine Trennung erst recht schade“, bedauert Katschinski. Er habe vom Verein die Freigabe erhalten und wolle sich nun noch einmal als Spieler einem höherklassigen Verein anschließen. „Bevor ich 30 bin, will ich es noch einmal probieren. Ich suche mir irgendeinen Verein in Richtung Hannover“, verriet Katschinski.

Die Viktoria sucht nun erneut einen Trainer. Bis sie einen gefunden hat, wird Fußball-Obmann Tobias Schoeler zusammen mit Torwart Christopher Ottenberg das Team coachen. Gestern hat Schoeler bereits seinen Trainingsplan mit vier Einheiten pro Woche ausgetüftelt und ein Testspiel am Sonntag beim TSV Wendezelle II abgemacht.

Obwohl mit Christofer und Marvin Katschinski, Sascha Voges und Patrick Frühling Leistungsträger den Verein in der Winterpause verlassen haben, befürchtet Schoeler keine Talfahrt. „Klar wiegen die Abgänge schwer, aber wir haben auch drei gute Neuzugänge. Mit dem Abstieg werden wir sicherlich nichts zu tun haben. Wenn wir uns auf den Plätzen 5 bis 8 einpendeln, wäre ich sehr zufrieden.“

INFO

Drei Neuzugänge für Ölsburg

Vom Bezirksligisten SV Innerstetal kehrt Pascal Schmidt nach einem halbjährigen Gastspiel zur Viktoria zurück. „Darüber sind wir sehr froh. Die Fahrerei war ihm zu viel. Pascal war bei uns Leistungsträger. Er zählt für mich mit seiner Dynamik zu den besten Sechsern der Kreisliga und wird uns Stabilität bringen“, sagt Interimscoach Tobias Schoeler. Vom TSV Dungelbeck ist Ibrahim Arif nach Ölsburg gewechselt, mit dem MTV Peine hatte er in der Vorsaison den Aufstieg in die Kreisliga geschafft. „Er ist ein guter Defensiv-Spieler, der universell einsetzbar ist“, sagt Schoeler. Von Blau-Weiß Schmedenstedt wird Offensivspieler Pascal Schuster (früher PSG Peine und BSC Bülten) zur Viktoria wechseln. „Er hat schon mal bei uns mittrainiert und dabei einen guten Eindruck hinterlassen“, sagt Schöler.

cm

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