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Nord-Silber: Gwen Spelly zeigt es dem Bundestrainer

Leichtathletik Nord-Silber: Gwen Spelly zeigt es dem Bundestrainer

Auch sie hätte ein Ticket für die U18-EM verdient: Stabhochsprung-Ass Gwen Spelly von der LG Peiner Land beeindruckte bei der Norddeutschen Meisterschaft im Berliner Mommsenstadion. Eine Woche nach ihrem 3,65-Meter-Ausrutscher katapultierte sie sich erneut über die EM-Quali-Marke von 3,80 Meter.

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Glänzender Wettkampf: Im Berliner Mommsenstadion katapultierte sich Gwen Spelly von der LG Peiner Land über 3,80 Meter und durfte sich über Silber freuen.

Quelle: Foto: René Weiß

„Ich denke, es lief besser, weil ich diesmal ganz entspannt in den Wettkampf gegangen bin und mir keinen Druck gemacht habe“, bilanzierte die Rötgesbüttelerin.

Im hochklassig besetzten Starterfeld traf Gwen Spelly auf die vier führenden Athletinnen der deutschen Jahresbestenliste - und damit also auch auf Kim-Michelle Schwenke (Werder Bremen) und Doville Scheutzow (Schweriner SC), die ihr das EM-Ticket vor der Nase weggeschnappt hatten. Diesmal ließ sie nur eine der beiden vor. Trotz der nicht idealen Witterungsbedingungen mit frischem Wind und kühlen Temperaturen bestätigte die LGerin ihre persönliche Bestleistung. Gleich im ersten Versuch überquerte sie 3,80 Meter! Ohnehin hatte sie sich bis zu dieser Höhe nur einen einzigen Fehlversuch bei 3,70 Meter geleistet. Und an der späteren Siegeshöhe der Bremerin Kim-Michelle Schwenke von 3,85 Meter scheiterte Spelly nur haarscharf. Nord-Silber als Trostpflaster! Das war zwar schön, „aber klar wäre es schöner gewesen, ich wäre die Höhe eine Woche vorher gesprungen“, stellte die 17-Jährige fest. LG-Vize Steffen Knoblauch freute sich, dass die Stabhochspringerin es der Konkurrenz noch einmal gezeigt hat. „Umso ärgerlicher ist es, dass sie kein EM-Ticket bekommen hat. Einen Nominierungswettkampf alleine für die Entscheidung heranzuziehen, halte ich ohnehin für schwierig“, sagt Knoblauch. Bei der Deutschen Meisterschaft in Mönchengladbach am 29. Juli treffen die Top-Stabhochspringerinnen dann wieder aufeinander - und Spelly will im Medaillenkampf mitmischen.

Weniger Glück hatte der zweite für die LG Peiner Land startende Athlet, Alexander Mulero. „Im Weitsprung verhinderten Schwierigkeiten im Anlauf sein selbst gestecktes Ziel, den Endkampf der besten Acht zu erreichen“, stellte LG-Trainer Maik Schlote fest. In den vorherigen Wettkämpfen erreichte er seine Bestleistungen stets in den letzten Versuchen, die ihm diesmal aufgrund des Ausscheidens nach Versuch drei verwehrt blieben. Nur 5,58 Meter brachte der 16-Jährige in die Wertung. Das bedeutete Rang 14. „Für Alex war irgendwie die Luft raus, er war urlaubsreif“, sagte LG-Vize Steffen Knoblauch. Mit seinen Trainern Jens und Lars Thierse wird das LG-Talent nun weiter am Anlauf arbeiten. „Da fehlt noch die Routine, wenn die da ist, wird das“, ist Knoblauch überzeugt.

cm/kno

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