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Nach langer Verletzungspause: Gadenstedter Tom Staats trainiert wieder für Extremsport-Wettkampf

Triathlon: Triple-Ironman Nach langer Verletzungspause: Gadenstedter Tom Staats trainiert wieder für Extremsport-Wettkampf

Er will‘s wieder wissen: 2007 hatte der Gadenstedter Tom Staats den dreifachen Ironman absolviert. Das sind 678 Kilometer, die er schwimmend (11,4), radelnd (540) und laufend (126,6) zurücklegte. Hintereinander, und ohne nennenswerte Pause. Das entspricht der Fahrtstrecke von Peine bis 50 Kilometer hinter München oder bis Frederikshavn an der Nordspitze Dänemarks.

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Tom Staats vor sieben Jahren im Ziel nach dem dreifachen Ironman in Lensahn.

Vom 25. bis 27. Juli wird diese Weltmeisterschaft der Extremsportler erneut ausgetragen, und Staats steht in Lensahn auf der Starterliste. „Ich habe ein Zeitlimit von 58 Stunden. Das müsste ich schaffen“, sagt er überzeugt.

Eigentlich wäre er schon eher wieder am Start gewesen, aber 2008 knackte es während des Trainings in seinem Knie. Der Meniskus musste raus, und seitdem war er nie wieder an diese Leistungsgrenze herangekommen. Beim schnellen Laufen rebellierte nach einer gewissen Zeit das Gelenk und schwoll an. Fahrradfahren aber ging ohne Beschwerden, selbst auf langen Distanzen.

„Allein kann man es nicht schaffen. Man braucht ein Team“

Auch privat gab es einige Umwälzungen bei Staats: Sein Sportgeschäft in Braunschweig gab er auf und wurde Radfahrlehrer. „Ich bin der einzige in weitem Umkreis“, sagt er. Er bringt auch Erwachsenen das Radfahren bei und veranstaltet „Verkehrs-Kompetenz-Kurse“, in denen es um das richtige Verhalten im Straßenverkehr geht. Außerdem ist er „Spinnig-Instructor“ in mehreren Fitness-Studios.

Auch wenn der 47-Jährige noch nicht ernsthaft mit dem Training für den dreifachen Ironman begonnen hat, ist er überzeugt davon, dass er bestens vorbereitet sein wird. „Allein kann man es nämlich nicht schaffen. Man braucht ein Team zur Unterstützung - und da bin ich bestens aufgestellt“, sagt Staats. Sein Kumpel Maik Dieroff - selbst Extremsportler - wird die Laufbetreuung übernehmen. Saskia van de Beek ist als Physiotherapeutin dabei, Garry van de Beek als Teamchef. Und: Staats hat einen Mental-Coach: Sten Bens, der auch mit den Fußballern von Eintracht Braunschweig zusammengearbeitet hatte.

Diesen Part hält Staats für noch wichtiger, als das eigentliche sportliche Training. „Der Wettkampf stellt den kleineren Aspekt dar. Der größere und wichtigere ist die mentale Stärke, sowohl von mir als auch von meinem Team. Denn nach über 30 Stunden Schlafentzug muss diese Mannschaft noch funktionieren. Klappt das nicht, kann ich noch so viel trainieren. Ohne funktionierendes Team ist ein Finishen nicht möglich.“

„Wenn ich einen 28er-Schnitt fahre, kann ich hinten heraus sogar wandern“

Ohne Training geht es aber auch nicht, und so legt Staats jetzt los und übt etwa drei Stunden täglich, sechsmal pro Woche. Er radelt außerdem mehrmals nach Berlin und fährt mit dem Zug nach Goslar und läuft zurück - allerdings eher im Jogging-Tempo, um dem Knie übermäßig Stöße zu ersparen. Für genauso wichtig hält er das Schuften im Fitness-Studio. „Der ganze Körper muss trainiert werden, insbesondere Rumpf, Bauch und Rü cken“, sagt er.

Für den Wettkampf ist er optimistisch: „Ich bin so professionell aufgestellt, wie noch nie.“ Seine Schwimm-Bestzeit war knapp vier Stunden über die geforderte Distanz. „In Lensahn habe ich dafür sechs Stunden Zeit. Wenn ich dann einen 28er-Schnitt fahre, bin ich so gut in der Zeit, dass ich hinten heraus sogar wandern kann“, sagt Staats.

mp

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