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Nach Sotschi kommt das Ringe-Tattoo

Olympische Winterspiele Nach Sotschi kommt das Ringe-Tattoo

Bob-Anschieber Thorsten Margis aus Adenstedt im ganz persönlichen Interview von A bis Z

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Mit voller Schubkraft: Das Viererbob-Team von Pilot Francesco Friedrich mit Anschieber Thorsten Margis (letzte Position).

Quelle: Jan-Philipp Strobel

Von Christian Meyer

Alles so schön bunt: Bob-Anschieber Thorsten Margis gefällt es ziemlich gut, was er in zwei Wochen in Sotschi tragen wird. Der ehemalige Zehnkämpfer der LG Peiner Land hat seine Olympia-Kleidung erhalten. 69 Teile! Der 24-Jährige, der in Adenstedt, aufwuchs, zählt zu den 152 Athleten, die für Deutschland bei den Winterspielen starten dürfen. Das hat noch nie jemand aus dem Peiner Land geschafft.

Bei Olympischen Sommerspielen durften immerhin schon Langstrecken-Sprinter Erwin Skamrahl aus Oberg (Los Angeles 1984) und Broistedts Luftpistolen-Schütze Hans-Jörg Meyer (Peking 2008) starten. Auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt wird Thorsten Margis an diesem Wochenende mit seinem Viererbob-Team von Pilot Francesco Friedrich bei den Europameisterschaft am Königsee die Generalprobe für die Olympischen Winterspiele abliefern. Für die PAZ gab der kräftige Anschieber zuvor noch ein Interview von A bis Z.

A wie Autogrammkarten: Die sind in Arbeit. Ich musste aber schon zig Autogramme geben für offizielle Plakate auf denen die Mannschaft unterschreiben sollte. 3000 bis 5000 bestimmt schon.

B wie Bücherschrank: Der ist bei mir ziemlich leer. Wenn, dann lese ich Dan Brown.

C wie Champagner: Schmeckt mir. Leider kriegen wir auf dem Siegerpodest keinen. Es würde sicherlich Spaß machen, damit mal rumzuspritzen.

D wie Dschungelcamp: So einen Mist gucke ich nicht. Ich mag TV-Serien wie „How I met your Mother“.

E wie Eltern: Ohne sie wäre ich auf jeden fall nicht da, wo ich bin. Bis zu meinem 18. Lebensjahr haben sie mich immer zum Leichtathletik-Training gefahren und mich in meiner Laufbahn finanziell unterstützt. Ohne sie wäre das alles unmöglich gewesen. In Sotschi sind sie leider nicht dabei. Es wäre einfach zu umständlich und zu teuer.

F wie Franz: Der Spitzname meines verrückten Piloten, dem jüngsten Bob-Weltmeister aller Zeiten.

G wie Gymnasium Groß Ilsede: Zu einigen Mitschülern habe ich noch Kontakt, aber ich finde leider wenig Zeit, mich mit ihnen zu treffen. Wir wohnen doch zu weit verstreut in Deutschland. Meine Lieblingslehrerin war Frau Fecht in Bio.

H wie Halle: Mein Wohnort. Ich habe in der Stadt einfach alles was ich brauche, um mich wohlzufühlen.

I wie Inken: Meine Freundin. Das passt perfekt. Sie unterstützt mich so gut sie kann. Und als Physiotherapeutin kann sie das ganz gut.

J wie Jamaika: Auch Jamaika hat eine Bob-Mannschaft. Den Film „Cool Runnings“ habe ich ein paar Mal geguckt.

K wie Kino: Ich liebe es, ins Kino zu gehen. Zuletzt gesehen habe ich „Der Hobbit - Smaugs Einöde“, kann ich nur weiterempfehlen.

L wie LG Peiner Land: Mein Leichtathletik-Verein, der mich zur Junioren-WM im Zehnkampf und in den Hochleistungssport geschickt hat. Es war auf jeden Fall eine schöne Zeit.

M wie Mühlenring: Da habe ich lange gewohnt. Viele Nachbarn von früher haben mir über meine Eltern schon zur Olympia-Quali gratuliert.

N wie Nasty Natascha: So haben wir unseren Vierer-Bob getauft. Zuletzt in Igls wollte sie nicht so richtig, aber beim Training am Königssee lief sie sehr gut.

O wie Olympia-Klamotten: Von der elektrischen Zahnbürste, über Socken bis zum Ausgehanzug - das ist unglaublich viel Zeug und es sind sehr geile Klamotten dabei. Ich brauche wohl einen neuen Schrank.

P wie Position: Ich bin hinten auf der Vier und bremse nach dem Ziel.

Q wie Quark: Uns ist egal, was wir frühstücken, Hauptsache Nutella.

R wie Rodeln: In der Eisbahn habe ich das noch nicht probiert. Nur im Training mal auf Anschubstrecken, aber da stelle ich mich eher doof an.

S wie Steven Holcomb: Der letzte Olympiasieger im Viererbob - aber schlagbar. Ein netter Typ, aber das sind im Bobsport eigentlich alle.

T wie Tattoo: Ist auf jeden Fall geplant, aber erst nach den Spielen. Die Ringe dürfen auf jeden Fall drauf sein.

U wie Unterhose: Ja, wir tragen welche unter unseren Rennanzügen. Ich trage sogar noch eine lange Tight zusätzlich - und die haben wir nicht vom Deutschen Olympischen Sportbund geschenkt bekommen.

V wie Versicherung: Keine Sorge, wir sind unfallversichert.

W wie Winterberg: Dort hatte ich meine erste Bobfahrt und bis jetzt auch meinen größten Erfolg. Ich starte für den BSC Winterberg, der Verein unterstützt mich sehr gut.

X wie XXL: Trage ich nur ganz selten, manchmal reicht auch noch L, in der Regel aber XL.

Y wie Yoga: Wir machen keine speziellen Konzentrationsübungen - oder zählt Playstation-Spielen dazu?

Z wie Zehnkampf: Meine große Leidenschaft. Habe mir vorgenommen, noch einen zu machen. Ich hoffe, ich ziehe es auch durch.

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