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Muskeltraining für den wackelnden Flamingo

Jahner-Männergruppe Muskeltraining für den wackelnden Flamingo

Kennen Sie den Bulgaren Andrei Andrei? Nein? Sollten sie aber, der ist nämlich Weltmeister. Bei der internationalen Po-WM in München schnappte er sich den Titel für das knackigste Hinterteil. Doch er könnte bald Konkurrenz aus Peine bekommen: Beim MTV Vater Jahn gibt es einen Kursus „Bauch, Beine, Po“ für Männer. PAZ-Sportredakteur Christian Meyer hat mitgestrafft.

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Marschieren im Takt und mit Hanteln: Man sieht es den Teilnehmer an, das Training bei Rainer Glienke (links) macht Spaß.

Quelle: Christian Bierwagen

Für einen flachen Bauch legen sich die ganz Faulen inzwischen nur noch den Reizstromgürtel um die Röllchen. Das Ganzkörpertraining für Männer in der Peiner Schlossberghalle verspricht mehr Erfolg. Dort wird unter Anleitung von Rainer Glienke noch richtig geschwitzt.

Vor anderthalb Jahren hat sich der 53-jährige Jahner beim Niedersächsischen Turnerbund zum Übungsleiter für Fitness ausbilden lassen. Und das hatte eine Vorgeschichte. Beim Bücken, Laufen, Heben – Glienke zwickte ständig der Rücken. In der Physiotherapie trainierte er sich die Schmerzen mit Kräftigungsübungen weg. Das Erfolgserlebnis stärkte ihn beim Gedanken daran, eine Fitness-Trainingsgruppe nur für Männer aufzubauen.

Er hat es geschafft. Zu Musik marschieren sechs Teilnehmer zum Warmmachen und Hochfahren des Herz- und Kreislaufsystems auf der Stelle und mit leichten Hanteln in der Hand. „Wie bei der Bundeswehr“, spornt mich Glienke an.

Ex-Zivisldienstleistende wie ich kriegen das aber auch hin. Verstärkter Armeinsatz, Ausfallschritte zur Seite, Tempo anziehen – Diplom-Ingenieur Glienke setzt bei seinen Teilnehmern die Fettverbrennungsmaschinen in Gang.

Koordination und Gleichgewicht werden auch geschult. Wie ein Flamingo stehe ich bei der nächsten Übung auf einem Bein, meinem rechten, und soll mir mit der rechten Hand auf das angewickelte linke Bein tippen. Flamingos sehen irgendwie standfester aus. Der Vogel Meyer droht umzukippen. Diese Übung ist wie ein Multivitaminsaft: Da steckt einfach alles drin. Sie stärkt Waden- und Po-Muskulatur und den Rumpf, schult Gleichgewicht und Konzentration.

„Jetzt legen wir uns auf die Matte“: Ich schnaufe durch. Was sich so schön gemütlich anhört, wird kurz darauf zur Kraftprobe. Wir sollen alle Viere von uns strecken und in dieser Fallschirmflieger-Position verharren. Nach einigen Sekunden zittert der Bauchmuskel als hätte er einen Horrorfilm gesehen. „Es ist doch schön, an seinem Körper zu spüren, dass man etwas für sich getan hat“, sagt Glienke. Von nix kommt eben nix.

Die einstündige Trainingseinheit ist eine Besichtungstour durchs Muskel-Kraftwerk des Menschen. „Wir stärken gezielt vernachlässigte Muskelgruppen“, erläutert Glienke. Vom Gluteus Maximus bis zum Bizeps. Fortgeschrittene Teilnehmer legen sich Gewichte an, trainieren mit Hand-, Fußmanschetten oder Hanteln. „Aber ein Leistungskurs sind wir nicht“, betont Glienke den Gesundheits- und Fitness-Aspekt.

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