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Mit der richtigen Bett-Lektüre zu DM-Bronze

Leichtathletik Mit der richtigen Bett-Lektüre zu DM-Bronze

U16-Stabhochspringerin Romy Lorek von der LG Peiner Land meistert bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft in Köln 3,30 Meter.

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Von einer Leistungsturnerin zum Stabhochsprung-Ass: Romy Lorek (LG Peiner Land) gewann Bronze bei der Jugend-DM in Köln.

Vorm größten Ereignis ihrer noch jungen Leichtathletik-Laufbahn war Romy Lorek von der LG Peiner Land mächtig aufgeregt. „Am Abend vor meinem Wettkampf bei der Deutschen Meisterschaft konnte ich echt nicht gut einschlafen. Ich habe noch länger in einem Buch gelesen“, verriet das 15-jährige Stabhochsprung-Talent. Doch das Buch mit Motivations-Tipps war offenbar genau die richtige Bett-Lektüre. Die Gymnasiastin sprang bei ihrer ersten DM-Teilnahme nämlich gleich zur Bronzemedaille.

Mehr als 500 Zuschauer verfolgten im Net-Cologne-Stadion der Deutschen Sporthochschule in Köln die Wettkämpfe der deutschen Leichtathletik-Juwele. „Vor so vielen Leuten bin ich noch nie gestartet. Das pusht auf jeden Fall, dann will man schließlich allen zeigen, was man drauf hat“, stellte Romy Lorek nach ihrem Saisonhöhepunkt fest. Mit der ganzen Familie und Trainer Helmward Möller war sie bereits am Freitag nach Köln gereist. Athletin und Trainer hatten sich schließlich einiges vorgenommen. Die Vordorferin war mit der drittbesten Vorleistung gemeldet. „Deshalb wollte ich auch gerne unter die ersten Drei kommen. Aber so richtig damit gerechnet hatte ich nicht“, freute sich Romy Lorek über ihren tollen Wettkampf.

Bei leichter Bewölkung und böigen Winden sprang sie mit 15 Konkurrentinnen um den Titel. Romy Lorek nahm den Wettkampf bereits bei 2,90 Meter auf. Die nächsten Höhen von 3,05 Meter und 3,20 Meter meisterte sie problemlos im ersten Versuch. Bis zu dieser Höhe waren noch acht Springerinnen im Wettbewerb.

Und die LG-Athletin ließ nicht locker. Die Höhe von 3,30 Meter überwand Romy Lorek im zweiten Versuch und war mittendrin im Medaillenrennen. Erst an ihrer persönlichen Bestleistung von 3,40 Meter scheiterte die 15-Jährige dreimal – freute sich bei der Siegerehrung aber dennoch riesig über Bronze. Die Medaille hat sie schon stolz zu ihrer Trophäensammlung ins Zimmer an der Wand aufgehängt.

Trainer Helmward Möller gönnte seiner Bronze-Gewinnerin eine Woche trainingsfrei. „Ein bisschen laufen werde ich trotzdem und ansonsten meine Freizeit mit Freunden genießen“, sagte die Zehntklässlerin, die in dieser Saison gerne noch die Höhe schaffen würde, mit der DM-Favoritin Lea Faltermann (LAZ Zweibrücken) zum Sieg flog: 3,50 Meter. „Vielleicht schaffe ich die ja bei unserem Stabhochspring-Meeting in Edemissen. Das wäre eine schöne Sache“, hofft Romy Lorek auf einen perfekten Freiluft-Saisonausklang am 6. September.

cm/hoe

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