Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Mit Senioren-Reifen zum Top-Saisonergebnis

Motorsport Mit Senioren-Reifen zum Top-Saisonergebnis

Es war ein Kampf um Sekunden im Starkregen - und Marcel Becher hatte bei der Reifen-Wahl richtig gepokert. Der Pilot aus Sierße raste bei der Rallye Stemweder Berg im gelben Citroen C2 R2 zu seinem besten Saisonergebnis.

Voriger Artikel
Zwei 50-Meter-Tore kurz hintereinander
Nächster Artikel
Horst Blanke - ein echtes Original

Mit Vollgas um die Kurve: Marcel Becher raste mit seinem Citroen C2 R2 bei der Rallye Stemweder Berg häufig mit Tempo 160.

Quelle: Chris Kuhr

Die Streckenführung war Dauer-Vollgas geeignet: Elf Wertungsprüfungen ausschließlich auf Asphalt mussten die Motorsportler bei der Rallye Stemweder Berg über 108,77 Kilometer absolvieren. „Ich bin sehr oft ausgedreht gefahren“, schilderte Becher. Mit Tempo 160 donnerte er über die schmalen Wege. Starkregen hatte die Strecke vor allem in den Kurven zu einer Rutschpartie gemacht. Doch Becher hatte ein glückliches Händchen und sich für Regenreifen entschieden. „Die sind zwar schon vier bis fünf Jahre alt, aber ich habe es nicht bereut“, betonte der 23-Jährige.

Während sich einige Kontrahenten wegen technischer Defekte oder Unfällen aus dem Rennen schossen, mischten Becher und seine Beifahrerin Michelle Gaborsch ganz vorne mit. Lediglich nach einer Kuppe landete er mit seinem gelben Flitzer in einem Feld. „Wir haben ein bisschen Getreide gemäht“, kommentierte er den Ausrutscher, der rund zehn Sekunden kostete.

18,5 Sekunden waren es am Ende nur, die zum Sieg in der Division 5 fehlten. Im Gesamtklassement fuhr Becher auf Platz zehn und ließ zahlreiche besser motorisierte Autos hinter sich. „Von daher war es ein richtig schöner Erfolg“, betonte der Sierßer.

Zwar einen Gesamt- und zwei Divisionsplätze schlechter beendete Becher die danach folgende ADAC-Niedersachsen-Rallye. Dennoch bilanzierte er zufrieden: „Das war bisher die beste Rallye, die ich gefahren bin.“

Lediglich auf der ersten Wertungsprüfung habe er ein paar Sekunden liegen gelassen. „Da habe ich ein bisschen geschlafen“, sagte er selbstkritisch. Über Asphalt und Schotter rundum Osterode im Vorharz bretterten die Motorsportler mit ihren Flitzern. Becher freute sich, dass der Peiner Motorsportler Matthias Kuhnert, der Vorbesitzer seiner gelben Citroen-Kanone, vorbeigeschaut hatte. „Es war ohnehin eine Art Heimrallye. In Niedersachsen will man natürlich gut dastehen“, sagte Becher.

Der Sierßer und seine Co-Pilotin schafften das, obwohl ihnen in der achten von zehn Wertungsprüfungen der Öl-Kühler riss. Becher zog die Öl-Pumpen-Sicherung, damit er überhaupt weiterfahren konnte. Trotzdem schaffte er auf der neunten Wertungsprüfung noch eine Bestzeit in der Division fünf. Die Fahrer von Platz eins bis vier trennten am Ende gerade einmal 33 Sekunden.

cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die besten Wettquoten für die Bundesliga gibt es bei SmartBets.