Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Mit Dusel und Elfer-Krimi zu 1000 Euro: Hohenhameln holt den Kreispokal

Fußball-Kreispokal Mit Dusel und Elfer-Krimi zu 1000 Euro: Hohenhameln holt den Kreispokal

30 Sekunden fehlten den Kreisliga-Fußballern des TSV Edemissen zum Triumph im Volksbank-Peine-Kreispokal. Als die Fans der Eintracht schon den Eimer für die Bierdusche für ihre Pokalhelden füllten, rettete Hohenhamelns Kevin Pastewsky sein Team mit einem kuriosen Abstauber kurz vor Abpfiff noch ins Elfmeterschießen.

Voriger Artikel
Broistedt ballert sich zum Double: 11:0-Sieg
Nächster Artikel
"Das war ein super Comeback von uns"

Da ist der Pott: Kreisfußball-Chef Josef F. Hanke und Daniel Dormeyer vom Sponsor Volksbank übergaben den Kreispokal an Hohenhamelns Kapitän Jannik Richau.im (2)

Quelle: ISABELL MASSEL

Und in dem Krimi vom Punkt donnerte Holger Brennecke die Hohenhamelner zum Pokalsieg und 1000 Euro Siegprämie.

TSV Edemissen - TSV Hohenhameln 3:5 nach Elfmeterschießen (1:0/1:1) . Edemissens Trainer Reinhold Düsterhöf raufte sich fassungslos die Haare, Verteidiger Sebastian Mass trat enttäuscht den Sack mit den Ersatzbällen aufs Spielfeld - bitterer wie es kaum geht, so hatten die Edemissener den Ausgleich in der letzten Spielminute kassiert. Hohenhamelns Holger Brennecke schoss für den letzten Angriff seines Teams einen Freistoß lang in den Strafraum. Teamkollege Kevin Pastewsky veränderte noch entscheidend die Flugrichtung und spitzelte zum 1:1 ein.

Nach einer bärenstarken ersten Halbzeit wurden die engagiert spielenden Edemissener noch des Triumphs beraubt. „Das war richtig bitter. Uns haben 30 Sekunden gefehlt, es hat nicht sollen sein“, haderte TSV-Coach Düsterhöf mit dem Schicksal. Kapitän Thorsten Erich hatte in seinem letzten Spiel für Edemissen seinen Heimatklub nach einer schönen Kombination mit seinem Zwillingsbruder Thomas früh in Führung geschossen (13.). Beide wechseln in der Sommerpause zum Bezirksligisten TSV Wendezelle. „Das Tor war super rausgespielt“, lobte Düsterhöf seine antrittsschnellen Stürmer, die ebenso stark rackerten wie das restliche Team. „Leider haben wir weitere gute Dinger nicht reingemacht“, bedauerte Düsterhöf.

Erst nach der Halbzeitpause wurden die Hohenhamelner muntererer. An der Hochzeitsfeier am Abend zuvor von Stürmer Alexander Apel wollte Spieler Holger Brennecke das aber nicht festmachen: „Wir haben uns zurückgehalten, die letzten sind um 2 Uhr gegangen“, verriet er. Das wurde belohnt.

Im Elfmeterschießen avancierte ausgerechnet Edemissens Dennis Hennigs zum Pechvogel. Der 36-Jährige war aus der Torwart-Rente zurückgekehrt und ließ sich von seiner Physiotherapeutin fit machen , weil Stammkeeper Branco Broschinsky rotgesperrt ist. Und Hennigs war trotz Rückenproblemen drauf und dran sich zum Pokalhelden zu parieren, hielt er doch den Elfer von Kerim Driesen. Doch es kam anders: Hennigs versuchte sich auch als Schütze - und zielte übers Tor. Den Schuss von Thomas Riethmüller parierte Hohenhamelns Keeper Philip Schaare sogar. Mit starken Nerven machte Teamkollege Brennecke den Sieg im Elfmeterschießen perfekt. „Ich habe noch nie den Kreispokal gewonnen - und jetzt gleich im ersten Jahr nach meiner Rückkehr zu meinem Heimatklub. Das ist perfekt.“

Hochzeitsfeier, Last-Minute-Dusel, Elfmeter-Sieger: „Von der Dramaturgie her war es ein super Wochenende für uns“, betonte Hohenhamelns Trainer Nick Gerull. „In der zweiten Halbzeit haben wir fußballerisch zugelegt - und manchmal braucht man halt ein glückliches Ding. Für Reinhold Düsterhöf tut es mir leid, er hätte es mit seinen Jungs auch verdient gehabt.“

cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel