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Mit Daniel-Düsentrieb-Kniff zur Top-Fahrt

Rallye-Pilot Marcel Becher Mit Daniel-Düsentrieb-Kniff zur Top-Fahrt

Irgendwann musste der Sierßer Rallye-Pilot Marcel Becher sogar die Stoßstange mit Klebeband an seinem gelben Citroen-Flitzer befestigen. Die anspruchsvollen Wertungsprüfungen der ADAC-Litermonte-Rallye mit einem Mix aus Asphalt- und Schotteranteilen waren ein echter Härtetest fürs Material.

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Mit Tempo 90 über den Feldweg: Marcel Becher lässt es auf der Schotterpiste stauben.

Quelle: Kuhr

Nur 30 der 67 gestarteten Teams erreichten das Ziel. Becher war dabei und darf sich nun auf ein Treffen mit Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb freuen.

Dabei hatte der Motorsport-Wettkampf im Saarland für den Peiner und seine neue Beifahrerin Heinke Möhrpahl alles andere als optimal begonnen. Vorm Start entdeckte Becher und sein Mechaniker-Team, dass der Kühlerlüfter nicht funktionierte. Die Automatik wollte den Lüfter einfach nicht einschalten, wenn das Wasser zu heiß wurde. Doch mit einem Daniel-Düsentrieb-Kniff löste die Schrauber-Crew das Problem, sie bastelte einen Schalter ins Armaturenbrett, der Kühler konnte bei Bedarf einfach nun per Hand eingeschaltet werden. „Den Schalter haben wir dankenswerter Weise von einem Konkurrenten bekommen. Der Kampf wird im Rallyesport auf der Strecke ausgetragen“, freute sich Becher über die Schützenhilfe.

Doch das zweite Malheur ließ nicht lange auf sich warten, es passierte gleich auf der ersten der insgesamt elf Wertungsprüfung. Etwa 1000 Meter vorm Zwischenziel rumpelte der Citroen C2 R2 - Plattfuß. „Der Reifen muss sich irgendwo reingecuttet haben, wir haben das gar nicht mitbekommen“, schildert Becher. In Windeseile musste der Reifen gewechselt werden und danach nahm Becher so richtig Tempo auf. Auf der neunten Wertungsprüfung gelang ihm sogar die sechstschnellste Zeit im Feld. „Von der PS-Zahl her waren mindestens 30 Autos dabei, die vor uns hätten sein müssen“, verdeutlicht Becher, dessen gelber Franzosen-Renner es immerhin auch noch auf 185 Pferdestärken bringt.

Im Gesamtklassement nach 132,19 Kilometer belegte Becher den starken achten Rang, in seiner Divisionsklasse raste er auf Rang zwei. „Das ist das absolut beste Ergebnis der Saison“, freute sich Becher über die gelungene Premiere mit Heinke Möhrpahl.

Deshalb durfte der Sierßer am Ende sogar ein Bonbon „auswickeln“: Da er im Junioren-Cup des ADAC-Rallye-Masters Platz vier verteidigte, erhielte er eine Einladung zur deutschen Runde zur Rallye-WM Ende August in Trier. Dort darf er hinter die Kulissen blicken, den Mechanikern in der Boxengasse über die Schulter gucken oder mit Weltmeister Sébastien Loeb fachsimpeln. „Ich bin ja meist tiefenentspannt am Lenkrad. Mich würde mal interessieren, wie es ihm im Wettkampf geht“, sagt Becher.

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