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Mini-Meisterin spielt groß auf

Tischtennis Mini-Meisterin spielt groß auf

Thui-Vy Nguyen ist noch klein, aber sie hat einen großen Traum: „Mal Weltmeisterin werden für Deutschland“, verrät das neun Jahre alte Tischtennis-Talent vom MTV Stederdorf.

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Gekonnter Rückhand-Topspin: Die Neunjährige spielt erst seit wenigen Monaten.

Quelle: im

Was für ein Ballgefühl! Mit neun Jahren zieht Thui-Vy einen Vorhand-Topspin-Schlag, den manch Hobby-Tischtennis-Spieler in seiner ganzen Laufbahn nicht hinbekommt. „Ich bin seit 30 Jahren Jugendtrainer, und Thui-Vy ist das größte Talent was ich je trainiert habe“, schwärmt Klaus-Peter Lange, Thui-Vys Trainer beim MTV Stederdorf.
Erst seit fünf Monaten schlägt die Drittklässlerin von der Peiner Eichendorffschule den kleinen weißen Zelluloidball. In der Altersklasse der Achtjährigen schmetterte sie jetzt ganz überlegen den Sieg beim Landesfinale der besten Minis aus Niedersachsen im Landkreis Harburg heraus. Die Erfolgsgeschichte begann bereits im Januar. Die damals Achtjährige schlug beim Mini-Vereinsentscheid in der Stederdorfer Konsumhalle auf. An diesem Wettbewerb dürfen nur Kinder teilnehmen, die bis dato kein Punktspiel in einer Klubmannschaft bestritten haben. Thui-Vy fegte nicht nur die Stederdorfer Konkurrenz von der Platte, sie setzte sich danach auch beim Kreis- und Bezirksentscheid durch. Beim Landesfinale gab die kleine Peinerin, deren Eltern aus Vietnam stammen, sowohl in allen Vorrundenspielen als auch im Finale keinen Satz ab.
3:0 besiegte sie im Endspiel Nele Kolthoff aus dem Bezirk Weser-Ems und qualifizierte sich fürs Superfinale gegen die Siegerin der Neun- und Zehnjährigen. „Da war ich ganz doll aufgeregt. Meine Gegnerin war viel größer als ich“, erzählt Thui-Vy, die zwar mit ihrer Technik überzeugte aber kein Mittel gegen die harten Topspin-Schläge der Hannoveranerin Anna Dehlfing fand. Richtig weh tat das 1:3 aber nicht, ein Pokal tröstete sie.

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Thui-Vy Nguyen

Thui-Vys Vorbild heißt Timo Boll. Um ähnlich erfolgreich zu werden, trainiert sie fleißig zwei- bis dreimal in der Woche. „Schmettern, wenn der Ball ganz hochkommt, das kann ich am besten“, erzählt sie von ihren Stärken. Im Schupf-Schlag mit der Vorhand müsse sie sich aber noch verbessern.
Wenn sie nicht an der Tischtennis-Platte wuselt, schwimmt sie oder spielt mit ihren Freundinnen. Ihre Lieblingsfächer heißen Mathe und Textiles Gestalten. Aber Tischtennis – „das gefällt mir am besten“.
Vielleicht auch, weil sie sogar einigen Jungen die Grenzen aufzeigen kann. Als Mädchen spielt sie inzwischen im Jungenteam des MTV Stederdorf. In der Rückserie erkämpfte sie eine 4:1-Bilanz und klettert deshalb an Position eins der MTV-Mannschaft in der 2. Kreisklasse.
Ihr ein Jahr älterer Bruder Anh-Huy freut sich schon auf die Verstärkung. „Sie ist gut. Und für unsere Eltern ist es dann auch nicht mehr so stressig mit der Fahrerei zu Punktspielen“, sagt er.

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