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Merit Brennecke aus Rietze ist Vize-Europameisterin

Basketball-Talent holt mit U16-Nationslteam die Silbermedaille Merit Brennecke aus Rietze ist Vize-Europameisterin

Udine. Großer Erfolg für eine große Jugendliche: Merit Brennecke aus Rietze ist mit der U16-Nationalmannschaft Vize-Europameister im Basketball geworden. Die 1,89 Meter große Silberkamp-Gymnasiastin ist mit dem deutschen Team in Udine (Italien) siegreich durch das Turnier marschiert und hat erst das Finale verloren.

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Merit Brennecke am Ball: Bei der Europameisterschaft stand sie in allen Spielen für Deutschland in der Startformation.

48:62 lautete das Ergebnis gegen Spanien. In der Gruppe hatten die Deutschen das spanische Team noch mit 53:40 in der Verlängerung besiegt.

Lange traurig waren die Mädchen und Bundestrainer Imre Szittya nach der Niederlage nicht, hatten sie doch Basketballgeschichte geschrieben: Sie holten die erste internationale Medaille einer deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaft seit 33 Jahren (EM-Bronze der DBB-Kadetten) und die erste Silbermedaille überhaupt.

Merit Brennecke, die bei Wolfpack Wolfenbüttel (2. Damen-Bundesliga) und den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel (U17-Nachwuchs-Bundesliga) spielt, hat es zur EM-Stammspielerin gebracht. Die 16-Jährige stand in allen sieben deutschen EM-Spielen in der Startformation und erzielte insgesamt 19 Punkte.

Bis zum Finale hatten es die deutschen Mädchen einige Male spannend gemacht. Nach dem 72:51 in der Auftaktpartie gegen den letztjährigen EM-Zweiten Portugal folgte das erste Spiel gegen Spanien. Beide Teams zitterten sich zum 40:40, und in der Verlängerung drehten die Deutschen auf, erzielten 13 Punkte, und Spanien gelang kein einziger Zähler. Im letzten Vorrundenspiel blieb Brennecke mit ihrem Team beim 72:63 gegen Ungarn ungeschlagen.

Im Achtelfinale war das deutsche Team gegen die Türkei Favorit - und wurde dieser Rolle mit einem 63:43-Erfolg gerecht. Im Viertelfinale gab es einen ungefährdeten 69:53-Sieg gegen Weißrussland.

Im Halbfinale waren einerseits Frankreich der Gegner, andererseits die Nerven. Zwar hatten die Deutschen Frankreich zuletzt dreimal in Folge besiegt, aber jetzt lief erstmal nicht viel zusammen. Der Halbzeitstand von 16:19 spricht für sich. Beide Mannschaften quälten sich durch die restliche Spielzeit. 19 Sekunden vor Schluss gelang Frankreich der Ausgleich. Deutschland hatte den letzten Angriff. Jessika Schiffer wurde eine Sekunde vor dem Ende beim Dreier gefoult und verwandelte den letzten der drei Freiwürfe zum 44:43 - und Deutschland jubelte über den Finaleinzug.

Hier war die Siegesserie zu Ende. „Spanien hat sehr physisch gespielt und so enormen Druck auf uns ausgeübt. Uns hat der Sieg gegen Frankreich sehr viel Kraft gekostet und wir waren einfach nicht mehr in der Lage, dagegenzuhalten“, sagte Bundestrainer Imre Szittya. „Dennoch bin ich stolz auf die Mädchen, sie haben tolle Leistungen gezeigt. Ich ziehe meinen Hut vor meinen Spielerinnen!”

Mit einem zwölfköpfigen Kader hatte der Bundestrainer die Vorbereitung auf die EM bestritten. Eingeladen hatte er auch das Talent aus Rietze.

Es fanden 13 Länderspiele gegen Frankreich, Kroatien, Luxemburg, Italien, Russland, Spanien und Belgien statt. Gespielt wurde unter anderem in Voiron (Frankreich), Teneriffa, Heidelberg und Lüttich (Belgien). Alle Partien gewannen die deutschen Mädchen. Merit Brennecke stand bei zwölf Spielen auf dem Feld und erzielte insgesamt 72 Punkte für Deutschland.

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