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Mehr Rote Karten, weniger Mannschaften

Fußball-Kreisverband Mehr Rote Karten, weniger Mannschaften

Immer weniger Frauen und Männer im Peiner Land spielen Fußball. Eine 3. Kreisklasse bei den Herren wird es in der kommenden Saison deshalb nicht mehr geben und bei den Alten Herren werden Neuner-Teams erlaubt, kündigte Spielausschuss-Chef Günter Brand bei der sportpraktischen Arbeitstagung des Fußball-Kreisverbands an.

102 Herren-, 74 Alt-Herren- und 17 Frauenteams haben für die kommende Spielzeit gemeldet, erläuterte Brand beim Treffen der Fußballvereine in der Schmedenstedter Mehrzweckhalle. Insgesamt vier Teams mehr waren in der vergangenen Saison gestartet. Vier Alt-Herren-Mannschaften hätten diesmal den Wunsch nach einem Neunerteam geäußert.

„Wir wollen nicht, dass diese Klubs ganz aufhören, deshalb werden wir sie irgendwo einbauen“, versprach Brand. Eine 3. Kreisklasse bei den Herren werde es hingegen nicht mehr geben, dafür werden die beiden 2. Kreisklassen auf 13 und 14 Mannschaften aufgestockt.

Lobend erwähnte Brand die Zusammenarbeit mit dem Schiedsrichter- und Jugendausschuss. Aufgrund des harten Winters habe ab März eine Vielzahl von Nachholspielen ausgetragen werden müssen, doch die Schiris zeigten sich flexibel, pfiffen auch bei den zahlreichen Wochentagsspielen.

Weniger erfreulich empfand Brand die Anzahl der Roten Karten. 189 zückten die Unparteiischen, das waren gleich 49 mehr als in der vergangenen Saison. Mit Folgen: In der landesweiten Fair-Play-Wertung rutschten die Peiner gehörig ab, Kreisliga-Absteiger Rot-Weiß Groß Gleidingen führt die Peiner Fairness-Liste mit einem Quotienten von 2,0 an. „Am Fair-Play müsst ihr arbeiten“, forderte Brand die Vereine auf.

Immerhin: Unter den Roten Karten waren weniger ganz schwere Vergehen. „Wir hatten in der abgelaufenen Saison weniger Verfahren“, hob Sportgerichts-Vorsitzender Gerald Kröhl hervor. Bei den Junioren musste das Sportgericht nur drei- statt zehnmal tagen.

Bei den Senioren wurde genauso viele Urteile gesprochen wie in der vergangenen Spielzeit – nämlich neun. „Was uns leider negativ auffällt ist, dass die Zahl der Diskriminierungen zugenommen hat, was da an Schimpfworten gebraucht wird, ist nicht mehr tragbar, das tut richtig weh“, kritisierte Kröhl. 1400 Euro Strafe mussten die Vereine zahlen. „Das Geld hättet ihr auch anders ausgeben können“, merkte Kröhl an.

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