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„Mehr Hacke, Spitze, 1, 2, 3 gibt’s auch nicht“

Hallenfußball: Futsal und mitstürmender Torwart „Mehr Hacke, Spitze, 1, 2, 3 gibt’s auch nicht“

Reichlich Redebedarf gab es auch in diesem Jahr bei den zahlreichen Hallenfußball-Turnieren: Vor allem die Regel, die dem Torwart das Mitstürmen und Mitdribbeln erlaubt, stand immer wieder im Mittelpunkt der Gespräche.

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Volltreffer: Auch Eixes Keeper Ron Clement versuchte sich in der PAZ-Cup-Vorrunde als mitstürmender Torwart - und traf sogar.

Quelle: rb

Kontrovers diskutiert wurde aber auch die Ankündigung des Peiner Spielausschuss-Vorsitzenden Günter Brand, dass im nächsten Jahr auch die Männer in der Halle mit einem Futsal spielen sollen. Das sei Vorgabe des Verbandes, sagte er bei der Auslosung der Vorrundengruppen des PAZ-Cups. Was Spieler sowie Trainer über die Torwart-Regel und die eventuelle Einführung des Futsals denken, verrieten sie im Gespräch mit der PAZ.

Christian Gleich (Trainer des SV Lengede): „Von Futsal halte ich nichts. Wir sollten weiterhin mit normalen Fußbällen spielen, denn mit denen trainieren wir ja auch das ganze Jahr. Über die Torwart-Regelung hingegen lässt sich sicherlich diskutieren. Allerdings sehe ich keinen Vorteil darin, den Torwart nicht mitspielen zu lassen. Das Spiel wird durch eine derartige Regelung nicht zwingend attraktiver, man kann es trotzdem noch taktisch ausspielen. Mehr „Hacke, Spitze, 1, 2, 3“ gibt es davon auch nicht. Ich glaube, die Diskussion über den Torwart gibt es auch deshalb, weil viele wollen, dass der SV Lengede nicht mehr gewinnt.“

Hans Tarnowski (Trainer des TSV Arminia Vöhrum): „Im Jugendbereich finde ich Futsal sinnvoll, aber ich wage es zu bezweifeln, dass es auch im Herrenbereich gut ist. Durch die kleinen Tore fallen weniger Treffer, das könnte auch auf Kosten der Stimmung gehen. Über die Torwart-Regelung sollte man aber auf jeden Fall diskutieren.“

Frederik Stolte (Coach des TSV Edemissen): „Ich bin gegen die Einführung des Futsals. Fußball ist Fußball - und deswegen sollte mit einem normalen Ball in der Halle gespielt werden. Der Torwart allerdings sollte nicht mehr mitspielen dürfen. Denn durch den mitstürmenden Torwart ist das Spiel oft nur noch ein Geholze und Gebolze, das sollte man unbedingt abschaffen.“

Patrick Lieckfeldt (mitspielender Torwart, Arminia Vöhrum): „Ich bin für die Einführung von Futsal, auch wenn ich dann nicht mehr als mitspielender Torwart, sondern als Feldspieler spielen würde. Schon in meiner Jugendzeit habe ich sehr gern Futsal gespielt, das Hin- und Hergeschiebe bei den Hallenturnieren im Herrenbereich finde ich langweilig. Beim Futsal dagegen kommt es mehr auf das Herausspielen von Toren an, dann wären möglicherweise andere, spielerisch starke Mannschaften im Vorteil und auch am Ende vorn.“

Nick Gerull (Trainer, TSV Hohenhameln): „Zunächst einmal sind die Regeln so, wie sie sind - und alle Mannschaften haben die gleichen Möglichkeiten. Man muss dem SV Lengede ein Kompliment machen, er hat das Regelwerk perfekt ausgenutzt und spielt es im Rahmen der Regeln sehr gut aus. Es ist bekannt, dass ich von dieser Spielweise nichts halte. Ich finde den Grundgedanken des Futsals mit der Teamfoul-Regelung sehr gut, da Fairness belohnt wird und Angriffe nicht einfach durch kleine Fouls unterbunden werden können. Außerdem sollte jede Grätsche sofort mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet werden, wie es zum Beispiel im Kreis Hannover-Land der Fall ist. In der Halle allerdings auf kleine Tore zu spielen, ist jedoch nicht gut.“

Raoul Reiche (Torwart, Arminia Vechelde): „In Wolfenbüttel, wo ich vorher gespielt habe, durfte der Torwart bis zur Neunmeterlinie rausgehen, aber weiter auch nicht. Zudem wurde mit Rundum-Bande gespielt. Dadurch war der Ball fast nie im Aus und das Spiel sehr schnell. In der Silberkamphalle ist das aber wohl nur schwer umzusetzen. Futsal finde ich nicht gut. Durch die kleinen Tore und den schweren Ball fallen kaum Tore, das macht keinen Spaß.“

ehl

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