Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Marie testet Rollstuhl-Tennis und Sitz-Volleyball

Paralympisches Lager Marie testet Rollstuhl-Tennis und Sitz-Volleyball

Welcher Peiner kann schon von sich sagen, Freunde in Nordkorea oder Surinam zu haben. Die 15-jährige Rosenthalerin Marie Flor kann das jetzt. Die körperbehinderte Schwimmerin durfte am paralympischen Jugendlager in Amsterdam teilnehmen. Nach ihrer Rückkehr stapelten sich die Freundschaftsanfragen aus aller Herren Länder in ihrem Facebook-Profil im Internet.

Voriger Artikel
Spitzenspiel: BSC will ungeschlagen bleiben
Nächster Artikel
Vallstedt siegt nach starkem Start

Warmfahren um die Pylonen-Hütchen: Marie Flor beim Rollstuhl-Tennis-Training.

129 körperbehinderte Jugendsportler trafen sich in den Niederlanden. Die 14- bis 18-Jährigen kamen zum Beispiel aus der Türkei, Griechenland, Holland, Bulgarien, Surinam, Nord- und Südkorea und den USA. Der Niedersächsische Behindertensportverband hatte unter anderem Landeskader-Schwimmerin Marie Flor vom Peiner Schwimmverein für das paralympische Jugendlager ausgewählt. Die Gunzelin-Realschülerin und Peiner Jugendsportlerin des Jahres 2008 ist aufgrund einer schweren Wirbelsäulenerkrankung seit kurzem täglich auf den Rollstuhl angewiesen. In Amsterdam bekam sie zu sehen, wie viele Möglichkeiten es gibt, im Rolli Sport zu treiben.

„Wir haben unter anderem Rollstuhl-Tennis und Rollstuhl-Basketball gespielt“, erzählt Marie. Denn im paralympischen Jugendlager ging es nicht um Zeiten, Weiten und Konkurrenzkampf sondern um den internationalen Austausch. Zum Beispiel wurde gemeinsam das Olympiastadion besichtigt, eine Grachten-Fahrt unternommen.

Die Jugendlichen durften in zahlreiche Behinderten-Sportarten schnuppern. Marie testete neben Sitzvolleyball auch Blindenfußball. „Alle haben eine Maske aufbekommen. Der Ball hat eine Klingel. Wir waren komplett auf unser Gehör angewiesen. Das war sehr schwierig, hat aber großen Spaß gemacht“, schildert Marie.

In ihrer Lieblingssportart Schwimmen trainierte sie täglich, schwamm in den Einheiten zwei Kilometer und nahm Tipps und neue Trainingsmethoden mit. Denn: Mal leitete ein Trainer aus Nordkorea die Übungen, mal ein Holländer. Davon profitierte auch Maries Englisch-Wortschatz.

„Das war ein tolles Erlebnis“, schwärmte Marie vom Jugendlager. Dass sie in ihre nächsten Wettkämpfe noch motiviert als ohnehin schon geht, dafür ist der Ex-US-Hürdensprinter John Register verantwortlich. Sein Vortrag beeindruckte Marie. „Nach einem Trainingsunfall musste ihm ein Bein amputiert werden. Doch er gab nicht auf und gewann später bei den Paralympics die Silbermedaille im Weitsprung.“

cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die besten Wettquoten für die Bundesliga gibt es bei SmartBets.