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Marie fährt Wasserski statt Rollstuhl

Schülerin beim Wassersport-Camp Marie fährt Wasserski statt Rollstuhl

Nach dem großenen Erfolg der Pilotveranstaltung des Deutschen Rollstuhlsportverbandes im vergangenen Jahr gab es nun die Fortsetzung.

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Spaß auf dem Wasserski: Marie Flor lässt sich über den See ziehen.

Insgesamt 38 Rollstuhlfahrer und Begleiter folgten der Einladung des Halleschen Kanuclubs, am Osendorfer See zu campen und sich dort im Parakanu, Wasserski, Segeln, Kite-Surfen und Tauchen sowie im Feldbogenschießen zu üben. Mittendrin: Marie Flor aus Rosenthal. „Let‘s get wet“ war die Veranstaltung überschrieben, und Marie landete mehr als einmal im See.

Unter fachkundiger Anleitung durch die Kanuten, Segler und Kitesurfer fanden die Angebote großes Interesse. Marie, die nach einer Wirbelsäulenerkrankung auf den Rollstuhl angewiesen ist, hatte schon im vergangenen Jahr besonders am Tauchen Gefallen gefunden. „Die Schwerelosigkeit unter Wasser gab ihr eine Bewegungsfreiheit, die sie an Land aufgrund des Fortschreitens ihrer Krankheit nicht mehr erleben kann“, sagt Mutter Karola Flor.

Gemeinsam mit ihrer Schwester Michelle drehte Marie im Kanu viele Runden über den Osendorfer See. „Auch wenn ihr beim Segeln zu viel Wind herrschte, hatte sie doch sehr viel Spaß und wiederum die Erfahrung, dass trotz Rollstuhl sportlich viel möglich ist“, freute sich Karola Flor. Das Wasserski fahren auf dem Hufeisensee, das Marie an einer am Motorboot befestigten Stange ausprobierte, endete für sie mitten im See. Aber auch das konnte sie nicht von weiteren Versuchen abhalten.

Der Besuch des blinden Silbermedaillengewinners von London, Tino Kolitscher, der seine Medaille dabei hatte, war für Marie ein weiteres Highlight. Am Sonntag fand trotz Wind das angekündigte Feldbogenschießen statt und es wurde trotz widriger Windverhältnisse noch ein wenig Kanu gefahren.

„Insgesamt haben wir alle ein Wochenende voller Action und Spaß erlebt“, freute sich Karola Flor. „Übernachtet wurde in Zelten an der Kanustation. Auch die etwas niedrigen Temperaturen und der Regen konnten den Spaß am und im Wasser nicht trüben.“

mp

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