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Laute Fans, starke Schützen: Broistedt ist Nordmeister

Luftpistole-Bundesliga Laute Fans, starke Schützen: Broistedt ist Nordmeister

Am Ende machten sie die Welle mit ihren Fans: Im Hexenkessel in der Woltwiescher Sporthalle ließen Broistedts Luftpistolen-Bundesliga-Asse ihren Gegnern beim Heimwettkampf keine Chance und machten die Nordmeisterschaft perfekt.

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Alles andere als verkrampft: Hans-Jörg Meyer schoss zweimal Broistedts Top-Wert. Die Fans feierten ihr Team lautstark.

Quelle: Isabell Massel

Mit 4:1 und einem überragenden Florian Ullrich fegten sie Verfolger Sülfeld aus der Halle und krönten die perfekte Saison durch das 5:0 gegen Bassum als ungeschlagener Tabellenführer.

Zum Robbie-Williams-Hit „Let me entertain you“ waren die Schützen des Spitzenreiters eingelaufen - und unterhielten ihr Publikum tatsächlich gut.

SB Broistedt - SV Sülfeld 4:1. Willkommen im Hexenkessel: Den 50-minütigen Schlagabtausch begleiteten Broistedts Fans pausenlos mit Trommeln, Rasseln, Trillerpfeifen, Kuhglocken und Schlachtrufen. Broistedts Luftpistolen-Asse brauchen für ihre Präzisionsarbeit keine Mucksmäuschen-Stille, sondern Stimmung wie bei einem Handball-Spiel. Und die bekamen sie. Die Überraschung des Duells feuerte Florian Ullrich ab. An Position 5 gelang ihm, in einem packenden Schlagabtausch mit dem Italiener Gabrielle Melli mit der famosen Schluss-Serie von 99 Ringen, sein Saison-Rekord: 383 Ringe heimste der 31-Jährige ein. „Ulle hatte einfach richtig Lust. Zudem war sein Gegner stark, das treibt zusätzlich an. Und wenn Ulle gereizt wird, hat er den Druck, den er braucht“, stellte SB-Coach Philip Bernhard erfreut fest.

Den Spitzenwert der Begegnung schoss Team-Routinier Hans-Jörg Meyer. Dem Olympioniken von Peking gelangen im prestigeträchtigen Duell mit seinem alten Nationalmannschaftskollegen Arthur Gevorgian 384 Ring. Auch Neuzugang Antje Noeske schaffte es über die 380er-Schallmauer und besiegte den früheren Olympia-Starter Frank Seeger klar. Youngster Jan Brückner behielt hinten raus die Nerven im Krimi gegen die erfahrene Maren Johann.

Nur Broistedts Spitzenschütze verlor sein Duell: Doch das hatte der Tabellenführer befürchtet. „Patrick erlitt über die Weihnachts-Feiertage einen Hörsturz, der sich deutlich auf seinen Gleichgewichtssinn auswirkt“, verriet SB-Coach Bernhard. Der Schweizer reiste zum geliebten Heimwettkampf dennoch an - allein schon aus taktischen Gründen. „Es war wichtig, dass er dabei war, so waren wir hinten raus stärker aufgestellt“, erläuterte Bernhard, der optimistisch ist, dass die Nummer eins bis zur Final-Runde der Deutschen Meisterschaft am 13. und 14. Februar wieder fit ist. „Er wird behandelt. Bis dahin ist das in Ordnung.“

Die Duelle: Patrick Scheuber - Giuseppe Giordano 376:381, Hans-Jörg Meyer - Artur Gevorgjan 384:379, Jan Brückner - Maren Johann 377: 373, Antje Noeske - Frank Seeger 381:372, Florian Ullrich - Gabriele Melli 383:371.

SB Broistedt - SV Bassum 5:0. Der Spitzenreiter ließ dem Tabellensechsten keine Chance und genoss den Heimwettkampf sichtlich. Hans-Jörg Meyer gelang einmal mehr Broistedts Top-Ergebnis (385), er war dabei sogar so entspannt, dass er nach Zehner-Schüssen beim Lächel-Flirt mit seinen Fans schäkerte. Patrick Scheuber siegte im spannendsten Duell der Partie sogar mit Hörsturz. Nach 35 von 40 Schüssen hatte der Schweizer noch Gleichstand mit Sascha Sandmann, doch der Schreiner behielt die Nerven. Und Thomas Hoppe belohnte die Mannschaft für seine Nominierung mit einem ganz souveränen Sieg.

SB-Coach Philip Bernhard war begeistert von all seinen Schützlingen: „So stark waren wir noch nie. Wir haben unseren Mannschaftsdurchschnitt in dieser Saison gleich um 7 Ringe auf 1890 Ringe gesteigert - das ist sensationell“, schwärmte er.

Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft kann kommen. Am Sonnabend, 13. Februar, treffen die Broistedter im Viertelfinale in Rotenburg auf den Südliga-Vierten SGi Waldenburg. „Das ist eine der stärksten Mannschaften der vergangenen Jahre. Aber wir haben nun fünf Leute im Team, die über 380 Ringe schießen können. Deshalb sehe ich unsere Chance mindestens bei 60:40. Das Halbfinale ist machbar“, betont Trainer Bernhard.

Die Duelle: Patrick Scheuber - Sascha Sandmann 375:371, Hans-Jörg Meyer - Stefan Pabstmann 385:360, Jan Brückner - Sebastian Wollenhaupt 379:365, Antje Noeske - Peter Benne 381:357, Thomas Hoppe - Albert Grieskamp 374:351.

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