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Laura Gramann holt ihren ersten deutschen Meistertitel

Kraftdreikampf Laura Gramann holt ihren ersten deutschen Meistertitel

Bei den deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf in Barth (Mecklenburg-Vorpommern) gingen vier Kraftsportler der VT Union Gross Ilsede mit Titelchancen an die Wettkampfhantel. Heraus kamen zwei Titelgewinne, eine Vizemeisterschaft und ein Totalausfall.

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Laura Gramann brachte insgesamt 350 Kilogramm in die Höhe und ist damit Deutsche Meisterin.

Quelle: rb

Den Totalausfall leistete sich die haushohe Favoritin der 57 kg-Klasse der Damen, Helena Schlosser (56,4 kg schwer), die in der Kniebeuge drei ungültige Versuche produzierte und damit ohne Dreikampf-Ergebnis blieb.

Sie stieg mit 145 kg in den Wettkampf ein, bekam den leicht wirkenden Versuch wegen mangelnder Tiefe jedoch ungültig gewertet. Das gleiche Missgeschick passierte in der Wiederholung und auch bei der Steigerung auf 150 kg im dritten Versuch. Beide Versuche gingen mit 2:2 Kampfrichterstimmen fehl.

In Bankdrücken lieferte sie ohne Ausrüstung 67,5 kg ab und im Kreuzheben zog sie leicht 142,5 kg in die Wertung.

Trainer Uwe Ahrens ist auf Fehlersuche: „Wir müssen herausfinden ob die mangelnde Beugetiefe durch die Wettkampfausrüstung hervorgerufen wird, oder ob eine Blockade im Kopf verhindert, dass sie ihr Kraftpotential zu 100 Prozent ausschöpfen kann.“

Auf den Punkt fit präsentierte sich Teamkollegin Laura Gramann (61,3 kg) in der Klasse bis 63 kg. Sie brachte im zweiten Versuch der Kniebeuge 127,5 kg in der Wertung, blieb im Bankdrücken am Einsatzgewicht von 77,5 kg „hängen“ und steigerte im Kreuzheben über 135 kg und 140 kg auf starke 145 kg. Mit neuer Bestmarke von 350 kg in der Gesamtwertung erkämpfte sie sich 14 Tage nach der Landesmeisterschaft ihren ersten deutschen Titel im Kraftdreikampf.

André Hentschel bleibt am Einsatzgewicht „hängen“

In der 93 kg-Klasse der Männer blieb André Hentschel (92,9 kg) in der Kniebeuge am Einsatzgewicht von 350 kg „hängen“ und vergab damit die Chancen auf den Sieg, da sein stärkster Gegner Jan Bast (92,5 kg) aus Barth 330 kg vorlegte und diese 30 kg Vorsprung bis zum Wettkampfende verteidigen konnte.

Auf der Bank drückte der Ilseder starke 260 kg, musste aber dennoch weitere fünf Kilo Rückstand verbuchen. Im Kreuzheben bewältigte Hentschel im zweiten Versuch 290 kg, blieb aber damit nur fünf Kilo vor Basti, so dass die Differenz aus der Beuge mit 880 kg zu 850 kg in der Geamtwertung gegen den Unioner entschied.

Alex Hoffmann verpasst den deutschen Rekord

Alex Hoffmann (117,3 kg) wurde seiner Favoritenrolle in der 120 kg-Kategorie gerecht, obwohl auch er keinen optimalen Wettkampf erwischte. In der Beuge brauchte er nach den Einstiegsgewicht von 340 kg zwei Versuche, um 360 kg in die Wertung zu bringen. Damit war das Ziel , seinen deutschen Rekord auf 372,5 kg zu steigern, gescheitert.

Im Bankdrücken und Kreuzheben brauchte er nur seine Einstiegsgewichte von 210 kg beziehungsweise 300 kg in die Wertung. 220 kg im Bankdrücken gingen zweimal fehl und im Kreuzheben bekam er gezogene 330 kg im zweiten Versuch ungültig gewertet, und im dritten Versuch fehlte die Energie für den nochmaligen Kraftakt. Mit 870 kg insgeamt sicherte sich der Ilseder dennoch überlegen den Meistertitel.

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