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Langzeitarbeitslose als Übungsleiter

Kreissportbund Langzeitarbeitslose als Übungsleiter

Das ist landesweit einmalig: Der Kreissportbund Peine bildet ab Juni Langzeitarbeitslose zu Übungsleitern aus. Heute wird es ein erstes Treffen mit möglichen Teilnehmern geben, im Juli sollen 25 Lehrgangs-Absolventen den Trainerschein in der Tasche haben und Vereine, Schulen, Kindergärten und soziale Institutionen bei der Arbeit unterstützen.

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Spaß im Sportunterricht: Langzeitarbeitslose könnten als Übungsleiter auch an Ganztagsschulen das Nachmittagsangebot mitgestalten und Basketball-Kurse anbieten.

Quelle: Archiv

Fast ein Jahr ist vergangen, seit bei Kreissportbund-Chef Wilhelm Laaf die Idee zu dem Vorstoß reifte. „Jetzt starten wir durch. Wir sind die Piloten für eine derartige Ausbildung“, freut sich Laaf. Rechtliche Fragen mussten zunächst in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Arbeit des Landkreises geklärt, Vorbehalte ausgeräumt und Werbung in sozialen Hilfseinrichtungen wie der Caritas oder Arcus betrieben werden. Nun soll die intensive Vorbereitung Früchte tragen.

„Neun feste Zusagen zur Teilnahme gibt es bereits“, sagt KSB-Sportlehrer Ralf Klemm, der die Teilnehmer zusammen mit fünf Referenten zu Übungsleitern mit C-Lizenz Breitensport ausbildet. Der Fachdienst für Arbeit hat weitere 35 bis 40 potenzielle Kandidaten ausgewählt und zu der heutigen Info-Veranstaltung beim Kreissportbund eingeladen. „Das sind nicht die, die zum Jagen getrieben werden müssen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Teilweise handelt es sich um Personen, die für den Arbeitsmarkt einfach zu alt sind“, betont Laaf. 25 Teilnehmer werden für die vier Wochen dauernde Ausbildung ausgewählt.

Start des Grundlehrgangs ist am 6. Juni. Die Trainer-Azubis lernen zum Beispiel, was es für Sportspiele gibt, wie sie Projekte planen oder Erste Hilfe leisten und bekommen Entspannungs- und Vertrauensübungen gezeigt. „Die Breitensport-Lizenz beinhaltet eine große Vielfalt. Es wird auch Einblicke in Trend- oder Abenteuersport geben“, erläutert Klemm. Insgesamt 150 Stunden lang werden die Teilnehmer unterrichtet, ehe sie ihre C-Lizenz erhalten. Zahlen müssen sie die Ausbildung nicht. Der Landessportbund fördert das landesweit einmalige Projekt mit 7500 Euro.

Ein Anreiz zur Teilnahme für Langzeitarbeitslose könnte es sein, dass sie als Übungsleiter 175 Euro im Monat dazuverdienen dürfen. Klemm hofft aber auch auf andere Beweggründe: „Die Arbeit in Vereinen und sozialen Einrichtungen kann eine Brücke zur Teilhabe an der Gesellschaft sein“, betont er. Und wer anderen etwas beibringe, werde immer gebraucht.

Weitere Hintergrund-Informationen gibt es in der heutigen PAZ.

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