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Lafferde verliert die spielerische Linie

Kreisderby in der Handball-Landesliga der Männer Lafferde verliert die spielerische Linie

Der Höhenflug des MTV Groß Lafferde ist beendet: In einem gutklassigen Kreisderby bezwangen Edemissens Landesliga-Handballer die zuletzt dreimal in Folge siegreichen Groß Lafferder. Und zwar verdient - waren sich Spieler, Trainer und die 200 Zuschauer in der Halle hinterher einig.

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Umkämpfte Partie vor guter Kulisse: Hier bremsen die Lafferder (rot) HSG-Spieler Sören Falkenhain (am Ball).

Quelle: Ralf Büchler

Edemissen. HSG Nord Edemissen - MTV Groß Lafferde 30:24 (12:15). Die letzten beiden Würfe der Partie symbolisierten noch einmal, wie unterschiedlich für beide Mannschaften die zweite Hälfte verlaufen war. So traf Edemissens Ben Staar mit einem feinen Heber zum 30:24, während Groß Lafferdes Gerrit Marris kurz danach nach einem Konter völlig freistehend weit vorbeiwarf.

Während des ersten Durchgangs bot sich indes ein anderes Bild. „Da war Lafferde besser“, räumte HSG-Nord-Trainer Martin Staats ein. Bis die Gäste auf Touren kamen, dauerte es jedoch eine Weile. Denn bis zum 5:5 (13.) verlief die Begegnung ausgeglichen. Und das auf bescheidenem Niveau, beide Mannschaften übertrafen sich in Fehlwürfen.

MTV-Trainer Kai-Olaf Reinmann ließ sich davon jedoch nicht beirren. „Alles gut. Ab in die Abwehr, Felix“, baute er seinen Rückraumspieler Felix Büttner auf, nachdem dessen Wurf hoch drüber gelandet war.

Reinemanns Geduld mit den Seinen sollte sich auszahlen. Binnen weniger Minuten warfen sie einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus, während die Gastgeber überhaupt keinen Zugriff mehr bekamen. HSG-Trainer Staats stellte infolgedessen seine Abwehr-Taktik um, ließ offensiver decken und lag damit richtig. Die Seinen fanden wieder ins Spiel, verkürzten bis zur Pause auf drei Tore.

In der Anfangsphase nach dem Wechsel hatten zunächst weiter die Lafferder Vorteile. „Dann haben wir unsere spielerische Linie verloren. Teilweise sind meine Spieler kopflos in die gegnerische Abwehr gerannt. Und die Einstellung stimmte auch nicht mehr. Das wurde von Edemissen bestraft, und so kommt am Ende eine Niederlage heraus“, analysierte Reinemann.

Völlig anders präsentierten sich de Gastgeber: Sie waren bissiger, kämpferisch stärker als die Gäste und wussten auch spielerisch zu überzeugen. Aus dem 13:16 (35.) wurde so bis zur 43. Minute ein 21:17. Für Staats hatte die Wende im zweiten Abschnitt drei Gründe. „Unsere Fehlerquote ging runter, die Abwehr stand besser und meine Mannschaft hat Moral bewiesen.“ In der Schlussviertelstunde wurde die Überlegenheit der Gastgeber immer deutlicher, spätestens entschieden war das Derby fünf Minuten vor dem Abpfiff durch das 28:22 von Edemissens Moritz Streit.

HSG Nord: Donker, Oppermann (beide Tor) - Bendrien (6), Streit (6), Seffer, Müller (4), Winkler (3), Falkenhain, Marsch (3), Staar (1), Funk (5), Hoffmann (2/2).

MTV Groß Lafferde: Könnecker, Brecht (beide Tor) - Mrasek (6), Schröder (3), Wosnitza (1), Frühling (1), Tillack (3), Brunke (2/1), Neumann, Marris (5/2), Bühn, Büttner (1), Bah (1), Meyer (1).

Siebenmeter: Edemissen 4/2, Groß Lafferde 5/3.

Zeitstrafen: HSG 2, Groß Lafferde 1.

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