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Laaf wünscht mehr Engagement der Sportvereine

Sportabzeichen Laaf wünscht mehr Engagement der Sportvereine

2013 wird das Deutsche Sportabzeichen 100 Jahre alt. „In dieser Zeit wurden 33 Millionen Abzeichen vergeben“, sagt Wilhelm Laaf, Kurator der Sportabzeichen-Stiftung in Peine. Damit der Sportorden auch die nächsten 100 Jahre erfolgreich bleibe, müssten sich jedoch die Vereine stärker engagieren.

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Auf dem Sprung in die nächsten hundert Sportabzeichen-Jahre (von links): Hartwig Maasberg, KSB-Mitarbeiterin Ramona Hübner, Wilhelm Laaf und Dietmar Kurz.

„Der Fitness-Orden steht für eine positive Gemeinschaftserfahrung. Und die beste Gemeinschaft ist der Verein“, zog Laaf die Parallelen bei einem Pressetermin aus Anlass des Jubiläums. „Das Sportabzeichen ist eine Marke des Breitensports geworden, und zwar für Jungen und Mädchen ab sechs Jahren bis zu Männern und Frauen über 80.“ Deshalb liege es auch im Interesse des Vereins, zum Beispiel einen „Sporttag der Generationen“ zu organisieren, bei dem Oma und Enkel gemeinsam auf den Sportplatz gehen, und „auch der Papa beweisen kann, dass er noch einen Meter überspringen kann.“

Der Eventcharakter innerhalb des Vereins könne die zuletzt etwas rückläufigen Erwerberzahlen wieder in die Höhe treiben. Dazu seien Prüfer aus den eigenen Reihen nötig. Regelmäßig biete der Kreissportbund eine Ausbildung zum Sportabzeichen-Prüfer an. „Der nächste ist am 15. Juni von 9 bis 18 Uhr in der Silberkamphalle“, sagte KSB-Sportabzeichen-Referent Hartwig Maasberg. „Den kann jeder ohne Vorkenntnisse besuchen. Man muss nur Mitglied in einem Sportverein sein.“

Laaf bat auch die Lehrer, das Sportabzeichen zu unterstützen - zumal die Schule dabei Geld verdienen kann. Vom Sponsor Barmer GEK gebe es pro Abzeichen 50 Cent. Und die Sportabzeichen-Stiftung schütte noch weitere Preise für die erfolgreichsten Schulen aus. Auch für Erwachsene gibt es Preise, zum Beispiel im Mannschaftswettbewerb. „Das Stiftungskapital beträgt 140000 Euro. Dieselbe Summe hat die Sportabzeichen-Stuíftung in den vergangenen 27 Jahren als Ertrag ausgegeben.“

„Wir zahlen lieber für Prävention als für Krankheitskosten“, begründete Barmer-Bezirksgeschäftsführer Dietmar Kurz das Engagement des Sponsors. Er nannte dazu Fakten: „In Niedersachsen erkranken jährlich 600 Kinder an Diabetes II, also dem sogenannten Alterszucker, der durch Bewegungsmangel und falsche Ernährung begünstigt wird. Und zehn Prozent der Kinder leiden an chronischen Erkrankungen.“ Sport könne hier gegenwirken. Auch die steigende Anzahl an psychischen Erkrankungen bei Personen ab 40 Jahren könne durch Ausdauersport gedrosselt werden.

Firmenwettbewerbe beim Sportabzeichen nannte Kurz als weitere Möglichkeit der Gesundheitsförderung. Dafür gebe es zudem steuerliche Anreize. „In Niedersachsen machen 1,8 Prozent der Bevölkerung das Sportabzeichen. Das ist auf jeden Fall ausbaufähig.“

mp

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