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Konkurrenz staunt: Hoffmann hebt im zweiten Versuch gleich Deutschen Rekord

Kradtdreikampf Konkurrenz staunt: Hoffmann hebt im zweiten Versuch gleich Deutschen Rekord

Zwei Teamkolleginnen betreut und flugs selber noch einen Deutschen Rekord hingelegt: Selbst eine Doppelbelastung konnte Alex Hoffmann bei den Deutschen Meisterschaften der Kraftdreikämpfer nicht stoppen.

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Alexander Hoffmann schockte mit 912,5 Kilo die Konkurrenz.

Quelle: rb

Der 32-Jährige von VT Union Groß Ilsede schnappte sich mit einem seiner besten Wettkämpfe der Karriere den Titel und wurde für die Europameisterschaft nominiert.

„Alex hat eine Leistung gezeigt, die international konkurrenzfähig ist“, lobte Coach Uwe Ahrens, der sich auch noch über Gold von Helena Schlosser und Bronze von Laura Gramann freuen konnte.

In der Kniebeuge der Schwergewichte bis 120 Kilo schockte Alex Hoffmann gleich die Konkurrenz. Nach 345 Kilo im Einstiegsversuch ließ er gleich im zweiten Versuch Hantelscheiben für einen Deutschen Rekord auflegen. Und die 372,5 Kilo stemmte er. „Das tat richtig gut, so merkt man, dass die Arbeit im Training keine verschwendete Zeit war“, sagte Hoffmann.

Coach Uwe Ahrens hatte es geahnt, dass sein Schützling stark abschneidet. „Schon im Training sahen die Kniebeugen gut aus - wie früher. Das war absehbar“, freute sich Ahrens. Einen dritten Versuch ließ Hoffmann sogar aus. Er wollte Körner sparen fürs ungeliebte Bankdrücken.

Das war die richtige Entscheidung, wie sich herausstellte. 220 Kilo drückte der Groß Ilseder aus der Rückenlage in die Wertung. „Vielmehr war nicht machbar“, ordnete Hoffman ein. Sein schärfster Konkurrent war jedoch ausgerechnet auf der Bank eine Bank - 245 Kilo brachte Malte Fleissner (AC Siegen) ein.

Doch im Kreuzheben zeigte Hoffmann, wer der Stärkste ist. Mit gezogenen 320 Kilo verteidigte er seine Führung und feierte mit 912,5 Kilo Gesamtleistung die Deutsche Meisterschaft. „Das war einer von Alex fünf besten Wettkämpfen“, strich Coach Ahrens heraus.

Hoffmann war rundum zufrieden und freut sich auf die Europameisterschaft, wo er möglichst seinen eigenen Deutschen Rekord in der Kniebeuge gleich wieder verbessern will. „Ich fühle mich richtig gut. 2,5 bis 5 Kilo sind noch drin.“

Ein schönes Geschenk zu ihrem heutigen 26. Geburtstag bereitete sich Helena Schlosser. Die Athletin von VT Union Groß Ilsede gewann mit zehn Kilo Vorsprung Gold bei den Frauen-Leichtgewichten bis 57 Kilo.

Ärgerlich: Zwei ungültig gegebene Versuche in der Kniebeuge kosteten der Physiotherapeutin eine noch bessere Gesamtleistung. Nach locker geschafften 145 Kilo gaben die Kampfrichter den Versuch über 150 Kilo wegen fehlender Tiefe ungültig. „Das war eine Nuance, es ging um Millimeter. Andere Kampfrichter hätten den Versuch vielleicht gültig gegeben“, erläuterte Betreuer Alex Hoffmann. Und auch Heimtrainer Uwe Ahrens bedauerte: „Im Training hat sie 150 Kilo mehrfach spielerisch geschafft.“ Auf der Bank beförderte sie die Hantelstange mit 97,5 Kilo nach oben. Im Kreuzheben wuchtete sie 137 Kilo locker hoch, das 145-Kilo-Gewicht rutschte ihr jedoch zweimal aus der Hand. Doch die Gesamtleistung von 380 Kilo (fast ihr siebenfaches Körpergewicht) brachte den Titel. „Schade, Helena war so gut drauf im Training, ich hatte mit einem Knaller gerechnet. 405 Kilo waren geplant“, sagte Ahrens.

Mit Bronze verabschiedete sich Laura Gramann vom Wettkampfsport. „Das war für uns ein kleiner Wermutstropfen. Sie möchte den Sport gerne weitermachen, aber sich nicht mehr dem Wettkampfdruck aussetzen“, erläuterte Ahrens. Gleich drei persönliche Bestleistungen schaffte die 25-Jährige bei ihrer letzten Meisterschaft. 130 Kilo brachte sie aus der Kniebeuge nach oben, verletzte sich dabei jedoch leicht am Rücken.

Auf der Bank brachte sie 80 Kilo in die Wertung, scheiterte zweimal an 85 Kilo. Uwe Ahrens hatte eine Ahnung warum: „Sie hat kurz vorm Wettkampf über zwei Kilo abgenommen, das merkt man im Bankdrücken.“

150 Kilo hob sie im Kreuzheben und wuppte damit die Gesamtleistung von 360 Kilo. Geplant waren 375 Kilo. „Laura war etwas traurig. Ich hatte sie noch nie so konzentriert trainieren gesehen“, sagte Trainer Ahrens.

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