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Kollektiv gegen individuelle Qualität

Härke-Pokal Kollektiv gegen individuelle Qualität

Fünf Spiele, fünf Siege: Fußball-Bezirksligist SV Lengede ist glänzend in die Saison gestartet und den Erwartungen bislang gerecht geworden. Auch heute im Finale des Härke-Pokal-Wettbewerbs läuft der SVL gegen den Ortsnachbarn aus Broistedt als klarer Favorit auf - alles andere als ein Sieg wäre eine Überraschung.

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Der SV Lengede (weiß) und Pfeil Broistedt (gelb) treffen sich heute Abend im Härke-Pokalfinale.

Doch genau für diese möchte der FC sorgen. „Wenn es uns gelingt, lange ein 0:0 halten, ist alles drin“, sagt Pfeile-Obmann-Börge Warzecha.

SV Lengede - FC Pfeil Broistedt (heute, 19 Uhr in Ölsburg ). Gutes Omen für die Broistedter: Ihr bisher einziges Endspiel in diesem Wettbewerb gewannen sie nach Elfmeterschießen mit 5:4 - vor elf Jahren gegen den SV Lengede. Die Ausgangslage heute bleibt aber dennoch die gleiche: „Wir sind absoluter Außenseiter“, betont Broistedts Obmann Börge Warzecha.

Schließlich sei Lengede vom Personal her besser aufgestellt, sagt er. Das bedeute jedoch nicht, „dass wir uns lediglich gut aus der Affäre ziehen wollen. Da wir das Finale erreicht haben, wollen wir es nun auch gewinnen“, erklärt Warzecha. Und bei diesem Vorhaben sei die Rolle des Underdogs durchaus von Vorteil. „Denn weil jeder einen Lengeder Sieg erwartet, haben wir nichts zu verlieren und können befreit aufspielen“, erläutert Warzecha.

Gestürmt werden soll indes nicht: Defensiv kompakt stehen, kämpfen, ackern und kontern - mit dieser Devise werden die Pfeile versuchen, das Unmögliche möglich zu machen. „Gegen die individuelle Qualität der Lengeder müssen wir unsere Kampfkraft und das Kollektiv setzen“, verlangt Warzecha. Schon in der vergangenen Saison habe dies bestens funktioniert, „als wir in der Rückserie Lengede mit 2:0 besiegt haben - warum soll uns das am Mittwoch nicht noch einmal gelingen?“, fragt Börge Warzecha.

Auch der Teamsprecher des SVL möchte eine Überraschung nicht gänzlich ausschließen. „Auch wenn das eine Floskel ist: Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze - und deswegen kann in einem Finale auch alles passieren“, erklärt André Schnotale. Zumal es sich auch noch um ein Derby handelt. „Da spielen Emotionen immer eine große Rolle“, warnt der Offensivakteur.

Dass der SV Lengede am heutigen Mittwoch dennoch klar favorisiert, „will ich überhaupt nicht abstreiten“, sagt Schnotale, „und wir wollen das Endspiel auch auf jeden Fall gewinnen, schließlich geht es auch um viel Geld für unsere Mannschaftskasse“.

Die 1000 Euro zu erhalten, „wird aber alles andere als leicht, denn es wird ein Kampfspiel werden“, prognostiziert Schnotale.

Zudem rechnet er mit einem Kontrahenten, „der sehr tief steht und versuchen wird, unser Spiel zu zerstören“. Entsprechend sei es ganz wichtig, „Ruhe zu bewahren, geduldig zu spielen und auf unsere Chancen zu warten - und die werden wir mit Sicherheit bekommen“, sagt Schnotale, der nach seiner Verletzung heute eventuell erstmals wieder auf der Bank sitzen wird.

„Das entscheidet sich kurzfristig“, erklärt Andrè Schnotale, für den es trotz aller Unwägbarkeiten, die ein Finale mit sich bringt, nur ein Ziel gibt: einen Sieg. „Alles andere wäre eine riesige Enttäuschung für uns.“

pet

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