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Kein Training, keine Luft und kein Coach

Fußball-Leistungsklasse Kein Training, keine Luft und kein Coach

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt werden am Sonntag in der Fußball-Leistungsklasse vergeben: Schlusslicht TuS Bierbergen gastiert beim Drittletzten in Bettmar, und der SV Takva Peine, bei dem Coach Sadettin Dagasan vor wenigen Tagen zurückgetreten ist, erwartet den ebenfalls gefährdeten TSV Edemissen II.

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Kellerkinder unter sich: Takva Peine (grün) empfängt den ebenfalls gefährdeten TSV Edemissen II, und Schlusslicht TuS Bierbergen muss beim Drittletzten in Bettmar antreten.

Quelle: im

Takva Peine - TSV Edemissen II (Sonntag, 14.30 Uhr). Nicht gerade erfreulich ist derzeit die Lage bei Takva, hat doch der Vorletzte von seinen zehn Partien nur eine gewonnen, aber acht verloren. Und die Aussichten den aktuellen Tabellenplatz in Richtung Mittelfeld zu verlassen, seien nicht gut, erklärt Takva-Spieler Süleyman Odabasi.

Grund dafür ist, dass kaum trainiert wird. „Auch ich habe berufsbedingt schon seit Jahren kein Training mehr gemacht.“ Folglich gehe etlichen Spielern nach einer Stunde die Luft aus - „und in dieser Phase werden dann regelmäßig die Spiele verloren“, erklärt Odabasi.

Hinzu kommt, dass Obmann Türkes Tosun vor kurzem sein Amt zur Verfügung gestellt hat, und nach der Niederlage am vergangenen Sonntag in Bierbergen hat auch Trainer Sadettin Dagasan seinen Rücktritt erklärt. „Wir blamieren uns, wenn wir weiter so auftreten wie in Bierbergen“, erklärt Dagasan, der aber weiter für die Mannschaft da sein möchte. „Und sei es nur als Spieler oder Betreuer.“ Auch Türkes Tosun kann sich vorstellen, „unter bestimmten Bedingungen noch einmal tätig zu werden“, sagt er. „Es kann aber auch so kommen, dass wir die Mannschaft abmelden.“

Damit das nicht passiert, hat der Vorsitzende Mustafa Karaca zu einem Gespräch eingeladen. Türkes Tosun, Sadettin Dagasan und Süleyman Odabasi sind gewillt, einen Neuanfang zu wagen. Wie der jedoch aussehen soll, ist offen. „Ich hoffe, dass wir die Kurve noch einmal kriegen“, betont Süleyman Odabasi.

Auch beim Gast läuft es derzeit nicht wunschgemäß, den letzten Dreier gab es Anfang September in Bülten. „Seitdem hakt es“, gesteht TSV-Betreuer Tobias Sturm. Ursache dafür sei auch, dass es zuletzt immer wieder Ausfälle gab. Erfreulich hingegen ist, „dass das Team prima zusammengewachsen ist. Und auch das Verhältnis zur Ersten und Dritten ist super“, sagt Sturm, für den es am Sonntag nur ein Ziel gibt. „Wir müssen gewinnen, sonst rutschen wir in der Tabelle noch weiter ab.“

SV Bettmar - TuS Bierbergen (Sonntag, 14.30 Uhr). Diese Partie sei wegweisend, sagt SV-Spielertrainer René Matthies. „Es würde uns enorm weiterhelfen, wenn wir drei Punkte holen.“ Allerdings plagen ihn Personalprobleme. „In den vergangenen Wochen haben sich einige Spieler verletzt - und zwar genau die, die uns weiterhelfen könnten“, sagt Matthies. Angesichts der Ausfälle ist es seit Wochen bis kurz vor Spielbeginn ungewiss, wer aufläuft. Dennoch: Die Mannschaft, die am Sonntag auf dem Platz steht, „muss punkten“, fordert Matthies.

Auch TuS-Coach Steffen Fliegel kann nicht seine Bestbesetzung aufbieten. „Julian Ramm und Nico Fründt laufen noch am Krückstock. Andere stehen berufs- oder studienbedingt nicht immer zur Verfügung, so dass wir häufiger Anleihen aus der Zweiten machen müssen“, erklärt Fliegel, der der Partie jedoch zuversichtlich entgegensieht. Grund ist der erste Sieg, den es am vergangenen Sonntag gegen Takva gab. „Wir leben noch, aber wenn wir in Bettmar gewinnen, leben wir besser.“

ma

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