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Kampf vor dem Kampf für Sabina Eschemann

Gewichtheben Kampf vor dem Kampf für Sabina Eschemann

Platz zwei erreichte die Jahnerin Sabina Eschemann in Limassol (Zypern) bei der Weltmeisterschaft der Master im Gewichtheben.

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Das klappt: Sabina Eschemann beim Stoß-Versuch von 69 Kilogramm.

Die Europameisterin in der Altersklasse 45 bis 49 Jahre hatte schon vor dem Wettkampf mächtig zu kämpfen. Erst quälte sie sich fünf Wochen lang mit einer hartnäckigen Erkältung herum, die das Training unmittelbar vor dem Weltmeisterschaft sehr behindert hat.

Und dann war auch noch die Teilnahme in der Klasse bis 63 Kilogramm Körpergewicht fraglich, weil sie zuviel wog. „In der höheren Gewichtsklasse wäre eine schlechtere Platzierung wahrscheinlich gewesen“, sagt Eschemann.

Deshalb folgte ihr nächster Kampf vor dem eigentlichen Kampf: Am Tag vor dem Start hatte sie noch 1,7 Kilogramm zuviel. Sie zog alle Register – und eine Stunde vor dem Wiegetermin waren es noch 250 Gramm zuviel. „So musste ich tief in die Trickkiste greifen“, schildert Eschemann. Und die Bültenerin schaffte es: Beim offiziellen Wiegen zeigte das Gerät 62,9 Kilo an.

„Diese Aktionen blieben nicht ohne Folgen und zehrten merklich an den Kräften“, bedauert die Jahnerin. „Taktisch war es dennoch richtig.“

Mit 52 Kilo im Reißen verlief der Wettkampf vorerst wie geplant, doch fehlte dann beim Stoßen die Kraft, das erhoffte Ziel zu erreichen. „Mit 69 Kilo im dritten Versuch stellte das einen recht großen Abstand von neun Kilo in der Zweikampfleistung zur US-Amerikanerin Corinne Grotenhuis dar“, berichtet Eschemann. Den dritten Platz belegte Trisha Forbes aus Großbritannien.

„Schade wegen der Probleme vor dem Wettkampf. Es hätte ein spannender Wettkampf um Gold werden können“, sagt Eschemann. Sie hatte in diesem Jahr bereits 55 Kilo im Reißen (bei den Deutschen Meisterschaften) und 73 im Stoßen (bei den Europameisterschaften) geschafft. Zufrieden mit ihrem Abschneiden war die Bültenerin in Anbetracht der Umstände dennoch.

In der Nationenwertung belegte bei den Frauen Australien den ersten Platz vor Deutschland. Bei den Männern siegte die Ukraine, Deutschland erreichte Platz vier.
Zypern war als Ausrichter dieser Weltmeisterschaft der Altersklassen vor acht Monaten nach der Absage von Kanada (Montreal) eingesprungen. „Eine Vorbereitung von drei Jahren ist üblich. Dennoch gelang es dem Veranstalter, mehr als 500 Teilnehmer aus 38 Nationen an acht Tagen einen perfekt durchorganisierten Wettkampfverlauf zu bieten“, lobte Eschemann.

mp

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