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Jahn-Sensation mit Alt-Herren-Taktik

Handball-Regionsoberliga der Männer Jahn-Sensation mit Alt-Herren-Taktik

Für eine große Überraschung sorgte der MTV Vater Jahn Peine in der Handball-Regionsoberliga. Denn die Jahner gewannen trotz einer Notbesetzung mit 17:16 und stürzten damit den Spitzenreiter aus Bad Harzburg. Auch der HSG Nord Edemissen II gelang beim 33:26 gegen Thiede ein Achtungserfolg. Aufsteiger MTV Groß Lafferde II hingegen unterlag in Langelsheim deutlich mit 24:32.

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Timo Liepelt (schwarzer Dress) aus der Reserve half bei Regionsoberligist MTV Vater Jahn Peine aus - und steuerte zwei Tore zur 17:16-Überraschung gegen Bad Harzburg bei.

Quelle: Ralf Büchler

Kreis Peine. MTV Vater Jahn Peine - HSG Bad Harzburg/Vienenburg 17:16 (9:7). „Mit diesem Erfolg haben wir nicht gerechnet“, gestand MTV-Spieler Arne Schlüsche. Zumal die Gastgeber auch noch kurzfristig Marius Meier und Sebastian Bank (beide Grippe) ersetzen mussten - somit halfen aus der Zweiten Timo Liepelt und Hubertus Hahn aus. Zudem spielte Keeper Harry Mumme im Feld, so dass Jürgen Scharf das Tor hütete.

„Das war eine Mannschaft, die so noch nie zusammengespielt hat“, sagte Schlüsche. Entsprechend hatte Jahn-Coach Wolfgang Thuns die Devise ausgegeben, das Spiel langsam zu machen und die Angriffe lange auszuspielen. Und die Alt-Herren-Taktik habe funktioniert, berichtete Schlüsche, dessen Team mit 6:2 in Führung ging. „Unsere Abwehr stand gut. Alle waren hoch motiviert - und Bad Harzburg ist nichts eingefallen.“ Folglich lag Jahn zur Pause mit 9:7 vorn.

Nach Wiederbeginn schien die Begegnung dann jedoch den erwarteten Verlauf zu nehmen, denn Bad Harzburg steigerte sich und wandelte den Rückstand in ein 14:11 um. Doch die Jahner kämpften sich in die Partie zurück und drehten sie.

„Maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat Torhüter Jürgen Scharf, da er die gegnerischen Schützen zur Verzweiflung getrieben hat“, lobte Arne Schlüsche. Sein Fazit: „Es war ein völlig unverhoffter, etwas glücklicher, aber ob unserer hervorragenden kämpferischen Leistung absolut verdienter Sieg.“

Jahn: Schlüsche (5), Bertram (4), Dannenberg (3), Klapper (2), Liepelt (2), Hahn (1).

HSG Nord Edemissen - Viktoria Thiede 33:26 (19:12). „Nach der heftigen Klatsche bei Eintracht Braunschweig hat das Team die richtige Reaktion gezeigt“, freute sich HSG-Trainer Peter Wilck. Einen gehörigen Anteil am Sieg hatte Linksaußen Max Hoffmann, warf er doch zehn Treffer. „Aufgrund unser starken Abwehr und einem gut haltenden Jörn Ohms konnten wir viele Konter über Max setzen“, sagte Wilck.

Bemerkenswert war auch der Einsatz von Tim Schrader. „Obwohl er erst zwei Stunden vorher aus Mexiko gelandet war, netzte er sechsmal ein.“ In die Karten spielte der HSG auch der frühe Platzverweis für den Gäste-Torwart.

Aber trotz der zwischenzeitlichen Neun-Tore-Führung geriet der Erfolg doch noch einmal in Gefahr. „Wir hatten einen kleinen Bruch im Spiel“, sagte Wilck. Folglich kamen die Thieder sechs Minuten vor Ende auf 25:28 heran. In der hektischen Schlussphase blieb die HSG jedoch ruhig und baute den Vorsprung wieder aus.

HSG Nord II: Hoffmann (10), Schrader (6), Kollmeyer (6), Schwerdtner (4), Wilke (3), Hundt (2), Grätz (2).

HSG Langelsheim/Astfeld - MTV Groß Lafferde II 32:24 (13:9). „Das war ein ganz schlechtes Spiel von uns“, urteilte Lafferdes Coach Eckhard Meyer, „die zweite Halbzeit war eine Katastrophe.“ Dabei hatten die Gäste in der ersten Hälfte noch solide in der Abwehr gearbeitet und lediglich 13 Treffer zugelassen. Jedoch warfen sie selbst nur neun. „Das war nichts. Im Angriff fehlte der Druck und die Entschlossenheit“, kritisierte er.

Mitte des zweiten Durchgangs schien das Spiel dennoch eine gute Wendung für den MTV zu nehmen, verkürzte er doch auf 16:20. Allerdings riss dann der Faden. Für Meyer lag dies an einer vertretbaren Zeitstrafe gegen Steffen Müller: „Da sind wir dann eingebrochen. Die Abwehr hat aufgehört zu arbeiten. Langelsheim hat auf die Lücken gewartet und diese genutzt.“ Zwar bemängelte er die Spielweise seines Teams, aber eine Teilschuld gab er sich. „Ich habe es nicht geschafft, meine Mannschaft nach der Zeitstrafe noch einmal zu motivieren“, sagte Meyer.

MTV II: Jemric (6), Kolle (5), Kanning (5); Müller (2), Reinecke (2), Wasmut (1), Grobe (1), Schaper (1), Singenstreu (1).

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