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Interview

„Last nach Titel ist immens“ Interview

NACHGEFRAGT … bei Steffen Sander, Vorsitzender des VfL-Fanclubs „Wolfsrudel Peine“

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Steffen Sander

Quelle: im

Herr Sander, der Deutsche Fußball-Meister VfL Wolfsburg hat am Sonntag zum neunten Mal infolge nicht gewonnen und daraufhin seinen Trainer entlassen. Haben Sie auch in die „Armin raus“-Rufe im Stadion eingestimmt?

Nein, ich habe die Partie ausnahmsweise zu Hause verfolgt. Ich habe viel geflucht und auch ein Kissen gegen die Wand geworfen, aber einem Trainerwechsel stehe ich eher skeptisch gegenüber. Mir war Armin Veh auf der Bank zwar deutlich zu ruhig, aber die Situation haben vor allem die Spieler zu verantworten.

24 Punkte aus 19 Spielen, Platz 10 in der Tabelle – Seit mehr als 30 Jahren war kein Deutscher Meister schlechter. Woran liegt das?

Die Last nach dem Titelgewinn ist immens. Früher hat Grafite seine Tore mit der Hacke oder mit geschlossenen Augen gemacht, jetzt trifft er das leere Tor nicht mal. Auch das ständige Gerede über Spielerwechsel verunsichert die Mannschaft. Bei einigen habe ich das Gefühl, sie sind mit den Gedanken schon bei einem anderen Klub und konzentrieren sich nicht mehr auf ihren Job.

Veh hat mehr als 20 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben ...

Er hat falsch eingekauft. Verstärkungen waren das auf keinen Fall, alle sitzen nur auf der Bank.

Was erwarten Sie in der Krise vom neuen Manager Dieter Hoeneß?

Ich hoffe, er bringt etwas Ruhe rein und kauft neue Abwehrkräfte und einen weiteren Stürmer. Ansonsten stehe ich seiner Verpflichtung eher skeptisch gegenüber. Viel hat er bei Hertha BSC Berlin ja nicht erreicht. Aber Wolfsburg kann er zumindest nicht so leicht in die Schulden führen.

Selbst mit Neuzugängen dürfte es schwierig werden, den VfL ins internationale Geschäft zu führen. Was ist noch drin?

Hoffentlich besinnen sich die Spieler und denken auch daran, dass sie ihren Ruf kaputt machen. Den UI-Cup erreicht der VfL mindestens noch.

Interview: Christian Meyer

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