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„In einem Spiel vier Tore- das war einmalig“

Fußball-Bezirksliga „In einem Spiel vier Tore- das war einmalig“

Wie schießt man vier Tore in nur 23 Minuten - Vecheldes Bezirksliga-Stürmer Kevin Kornmann spricht im Interview über seinen ungewöhnlichen Auftritt gegen Othfresen und die Sahne-Hinrunde des Aufsteigers.

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Kevin Kornmann (links) ist mit 14 Toren gefährlichsten Angreifer bei Arminia Vechelde. In dieser Szene war Teamkollege Bendix Willkner jedoch eher am Ball.

Quelle: Isabell Massel

Kevin, mal etwas flapsig gefragt: Was war eigentlich mit Ihnen ab der 24. Minute im Bezirksliga-Spiel gegen Othfresen los - da haben Sie gar nicht mehr getroffen?

Ich hatte ehrlich gesagt auch keine Torchance mehr. Aber so schlimm war das dann ja zum Glück nicht.

Nein, wahrlich. Sie haben mit ihrem Team 4:0 gewonnen und innerhalb der ersten 23 Minuten alle vier Tore geschossen. Können Sie sich erinnern, ob Ihnen so ein Kunststück schon einmal gelungen ist?

Das ist mir noch nie gelungen. In der C-Jugend habe ich mal vier Tore gemacht, aber verteilt über die gesamte Spielzeit. Selbst in unserem Kreisliga-Aufstiegsjahr waren zwei Tore in einem Spiel das höchste für mich.

Hatten Sie etwas besonderes auf ihrem Frühstücksbrötchen oder mit irgendwem eine Wette laufen - woran lag es?

Ich war morgens zwar noch beim Frisör, aber daran lag es wohl nicht. Wir haben einfach unsere beste Halbzeit in diesem Jahr gespielt. Wir haben offensiv so gepresst, dass wir Othfresen damit zu reichlich Fehlern gezwungen haben. Die meisten meiner Tore waren gut rausgespielt, mindestens zwei Chancen waren dabei, die musst du halt als Stürmer auch einfach machen.

Nach 15 Spielen sind Sie mit Aufsteiger Vechelde als einzige Mannschaft der Bezirksliga 3 noch ungeschlagen. Hätten Sie damit gerechnet?

Im Vorfeld war unser Ziel vor allem, nicht abzusteigen. Dass wir ab und zu mal gewinnen werden, hatten wir uns schon zugetraut, aber dass wir plötzlich sogar um die Herbstmeisterschaft mitspielen, das nicht. Vielleicht haben uns einige Teams unterschätzt. Unsere Weihnachtsfeier hat mit dieser Bilanz auf jeden Fall richtig Spaß gemacht.

Kann Arminia Vechelde auch Landesliga?

Dass es uns gelingt, weiter oben mitzuspielen, kann ich mir gut vorstellen. Aber über mehr reden wir nicht.

Die Hinrunde ist beendet, die Fußball-Teams wechseln in die Halle. Beim PAZ-Cup haben Sie ja sicherlich noch eine ganz persönliche Rechnung zu begleichen, oder?

Ach, über meinen verschossenen Neunmeter im Finale gegen Lengede rede ich nicht so gerne. Weh tut es aber nicht mehr, weil mich unsere Jungs aufgemuntert haben. Sven Kiontke hat halt die richtige Ecke geraten und war dran. Schön wäre es natürlich, wenn wir wieder ins Endspiel einziehen würden. Aber unser primäres Ziel ist etwas anderes: Wir wollen erstmal überhaupt die Endrunde erreichen. In unserer Vorrunden-Gruppe haben wir gleich zwei Derbys erwischt und Broistedt ist auch nicht so schlecht. Ich freue mich auf jeden Fall wieder auf den PAZ-Cup.

Interview: Christian Meyer

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