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Im Wasser spielt das Alter keine Rolle

Wasserball Im Wasser spielt das Alter keine Rolle

Welches sind die gesündesten Sportarten? In den Kreis der Kandidaten reiht sich überraschend auch das kampfbetonte, aber verletzungsarme Wasserballspiel ein. Hier konnte jetzt der immer noch aktive Wipshausener Reiner Bendrien (51) mit der Mannschaft des Lehrter SV sogar den Meistertitel in der Bezirksliga Hannover gewinnen.

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Reiner Bendrien im Spiel für den Lehrter SV.

Quelle: Wolfgang Philipps

Stolze 23:5 Punkte legte der Klub aus der Eisenbahnerstadt in der jetzt zu Ende gegangenen Saison hin, und Trainer Joachim Haake griff gerne auf den immer noch fitten Routinier zurück: Linkshänder sind beim Wasserball mehr als geschätzt, und dieses erst recht, wenn der Kandidat bei Bedarf auch in die Sturmmitte auf die hart umkämpfte Centerposition schwimmt. „Da kann ich dann auch mal glänzen“, meint der Mannschaftssenior mit einem Schmunzeln. Als „Oldie“ in einer bunt gemischten Truppe ist er zugleich das letzte Überbleibsel alter Wasserballherrlichkeit beim Peiner SV: Nach dem K.o. der zeitweilig in der Oberliga vertretenen PSV-Mannschaft ist der Lehrter SV schon seit langem der einzige Verein in der weiten Fläche zwischen Hannover und Braunschweig, der den ältesten olympischen Mannschaftssport noch anbietet.

Bendrien war beim PSV lange Jahre als Schwimmer wie auch Wasserballer am Start gewesen und in beiden Disziplinen später auch in Braunschweig aktiv. Das Wasserballspiel und den Verein aus der Nachbarstadt hatte er nach längerer sportlicher Pause im Jahre 2007 durch Gattin Marte (46) wiederentdeckt, die in Lehrte in den 1980er Jahren in der für Frauen damals absolut exotischen Sportart ihre ersten Partien bestritten hatte. Trotz aller familiären und beruflichen Verpflichtungen gönnt sich der 51-Jährige seitdem regelmäßig den Sprung in das nasse Element und gerne auch die dazugehörigen Spiele.

Die Frage nach Einsätzen in einer Senioren-Mannschaft mit Aktiven jenseits des 30. Lebensjahres hat sich bisher nicht gestellt: „Da gibt es halt nichts“, sagt der Hüne, der in der Männerkonkurrenz auch immer noch gut zurechtkommt. Das fehlende Angebot in der Region hat in der sportlichen Familie daher auch die beiden talentierten Söhne Tom (20) und Paul (12) frühzeitig (und recht erfolgreich) zum Handball gezogen.

Der jetzt zu Ende gegangenen Freiwasserzeit weint Bendrien trotz des Titelgewinns allerdings keine Träne hinterher: „Ich spiele lieber in der Halle“, hat der Routinier die dortigen, konstant guten Bedingungen inzwischen zu schätzen gelernt. Hier standen jetzt auch die ersten Trainingseinheiten der neuen Saison auf dem Plan, und auch in der spielstarken Bezirksoberliga soll es wieder die ein oder andere gute Aktion geben.

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