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Im Regen macht Luca-Sophie alle nass

Kreismeisterschaften im Springreiten Im Regen macht Luca-Sophie alle nass

Ein Hamburger hätte sich über „Schiet-Wetter“ beschwert, doch die Woltorfer Nachwuchs-Springreiterin Luca-Sophie Schwalenberg freute sich über den Regen bei den Kreismeisterschaften.

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Kreisverbands-Chef Frank Giesecke und Geschäftsführerin Carola Vieth präsentieren die Kreismeister Jens-Philipp Bosse (von links), Karla Bartels und Luca-Sophie Schwalenberg.

„Das war unser Wetter, mein Ponyhengst mag es nicht, wenn es zu warm ist“, sagte sie. So rauschten die beiden auf glitschigem Untergrund mit einem Nullfehler-Ritt zum Titel.

Die mit Abstand Jüngste machte das Rennen: Elf Jahre alt ist Luca-Sophie Schwalenberg, doch in der Leistungsklasse 5 war sie bei den Kreismeisterschaften auch von deutlich älteren Startern nicht zu stoppen. Nach Rang zwei im A*-Springen gelang Luca-Sophie mit ihrem nur 1,44 Meter großen Erfolgspferd „Next Level“ noch ein erfolgreiches Überholmanöver im Titel-entscheidenden A**-Springen. Die Konkurrenz hatte sich bei dem Regen Abwürfe geleistet, der Schülerin vom Gymnasium Groß Ilsede hingegen gelang ein Null-Fehler-Ritt - und das im Eiltempo. Sie rauschte sechs Sekunden schneller durch den Parcours als Silbermedaillengewinnerin Meike Henkel (RG Solschen). „Es war allerdings ziemlich spannend“, erinnerte Luca-Sophie an den Wackler an einer Kombination. „Next Level hat an dem Hindernis ein bisschen gezögert.“ Ihr Pferd touchierte die Stange, doch die fiel wieder in die Halterung. Der Titel war perfekt.

Für die Woltorfer Reiterin war es der krönende Abschluss einer starken Saison. Bei 44 Starts war sie gleich 40-mal platziert. Die Sieger-Schleifen stapeln sich zu Hause. Zwischen den beiden Kreismeisterschafts-Springen überraschte sie in Meine in ihrem ersten L-Springen überhaupt gleich mit einer Platzierung. „Ich war die einzige, die da mit einem Pony angetreten ist“, verdeutlichte die Elfjährige. Das gute Abschneiden habe sie für den restlichen Wettkampf extrem motiviert. „Wir waren echt gut in Form.“ Ponyhengst Next Level durfte sich über reichlich Streicheleinheiten und Bananen zur Belohnung freuen. „Und ein paar Tage Pause vom Springreiten hat er auch bekommen“, verriet die Sechstklässlerin.

Mit saftigen Äpfeln machte hingegen Karla Bartels ihrem Pferd Sissi nach einer erfolgreichen Titeljagd eine große Freude. Die 12-Jährige vom Reit- und Fahrverein Vechelde gewann mit zwei Nullfehler-Ritten die Kreismeisterschaft in der Leistungsklasse 6. „Das war eine kleine Überraschung, aber mein Pferd war schön schnell“, freute sie sich nach dem Erfolg im Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrer Vereinskollegin Stephanie Claßen und Kimberly Blümel (RFV Woltorf). Die Woltorferin verfehlte den Titel nur um 0,7 Sekunden.

Ganz eng wurde es auch noch einmal im Wettkampf der stärksten Springreiter in der Leistungsklasse 3 und 4: Doch der Woltorfer Jens-Philipp Bosse rettete seinen Vorsprung aus dem starken ersten Durchgang ins Ziel - trotz eines Abwurfs am Ochser in der zweiten Phase. „Es war ziemlich rutschig, und mein Pferd hatte keine Eisen“, erklärte er. Bis auf 0,5 Punkte kam Klubkollege Dirk Ehlers dank seines Nullfehler-Ritts noch einmal ran. Gold aber holte Bosse und freute sich riesig: „Mein eigentliches Pferd Emillion war leider krank. Deshalb bin ich das Pferd meiner Frau geritten. Und dafür, dass wir wenig trainiert haben, lief es vor allem im ersten Durchgang sehr gut“, freute sich Bosse über das Zusammenspiel mit dem Hannoveraner Eastwood.

Die Geschäftsführerin des Kreisreiter-Verbands, Carola Vieth, zog eine zufriedene Bilanz der Kreismeisterschaften im Springen, für die die Peiner erstmals eine Kooperation mit dem Kreisreiterverband Gifhorn eingegangen war. Die Kreismeister beider Verbände wurden während des Freilandturniers in Meine ausgeritten. „Dort boten sich ideale Bedingungen, es war ein schönes, großzügiges Turnier. Schön, dass die Kreisverbände sich gegenseitig unterstützen“, hob Vieth hervor. Bewährt habe sich zudem der Modus. Zum zweiten Mal wurden die Kreismeister nach Leistungs- und nicht nach Altersklassen ermittelt. „Die große Teilnehmerzahl bestätigt die Entscheidung“, stellte Vieth zufrieden fest.

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