Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Im Kampf gegen Staub und Wasser

Amateur-Rallye Im Kampf gegen Staub und Wasser

Im Schlammloch lief die braune Wasserbrühe in den Geländewagen von Eike Hennies bis auf Lenkradhöhe. Der Klein Ilseder hat die größte Amateur-Rallye der Welt dennoch überstanden. „In meinem Auto riecht es aber jetzt noch wie in einem Fischladen“, sagt der 24-Jährige.

Voriger Artikel
TSV sucht Jugendkicker
Nächster Artikel
Sascha Hilbig gelingt Hattrick

Jetzt wird’s nass: Eike Hennies durchfährt mit seinem alten Mercedes-Geländewagen eine Wasserstelle bei der größten Amateur-Rallye der Welt.

Quelle: Privat

Über Stock und Stein, durch Matsch und Wasser: Eike Hennies ist ins Ziel der größten Amateur-Rallye der Welt gebrettert. Enduros, Geländewagen und Renn-Brummis quälten sich über rund 2500 Kilometer von Dresden bis ins polnische Breslau. Das Extrem-Rennen hat nicht nur Eike Hennies und seinem Co-Piloten Matthias Streichert körperlich einiges abverlangt, unter den Strapazen ächzte auch der 30 Jahre alte Mercedes G Geländewagen.

Gleich zu Beginn der Rallye hakte die Kupplung und auch der Öl-Kühler ging kaputt. Eike Hennies fünfköpfiges Service-Team um den Autowerkstatt-Meister Carsten Pape schraubte im Akkord. „Für eine neue Kupplung sind sie sogar bis nach Stendal gefahren“, lobt Hennies den Ehrgeiz seiner Helfer.

Aufgrund der technischen Probleme dachte der Klein Ilseder kurz daran, bei seiner Premiere bei der Dresden-Breslau-Rallye abzubrechen, um Material zu schonen. Doch die Mannschaft hielt durch. „Als wir an ein Schlammloch kamen, wo sich bereits acht Autos festgefahren hatten, wir aber problemlos durchkamen, gab das noch einmal Ansporn“; beschreibt Hennies die Schlüsselszene.

Deutlich mehr Probleme als die Wasserdurchfahrten und der wenige Schlaf bereitete dem Klein Ilseder der Staub, der sich überall festsetzte und die Sicht massiv einschränkte. „Teilweise konnte ich das Ende der Motorhaube nicht sehen“, verdeutlicht Hennies. Staubkappen erleichterten dem Rallye-Piloten zumindest die Atmung. „Die mussten wir kurzfristig noch kaufen.“

Trotz der behinderten Sicht gab es Passagen im Wald, auf denen Hennies seinen Mercedes G auf über Tempo 100 beschleunigte. „Das fühlt sich an wie 300 Stundenkilometer auf der Autobahn“, vergleicht er. Nach einer anstrengenden Woche erreichte Hennies mit Co Streichert den 24. Platz im internationalen Feld der 170 Geländewagen-Teams.

„Und wir waren die fünftbesten Deutschen. Für unsere erste Teilnahme, hat uns das ziemlich begeistert“, bilanziert der Klein Ilseder zufrieden. Zumal: In der Geländewagenklasse kämpfen die meisten Konkurrenten gegeneinander, in den Lkw-Klassen fahren hingegen 20 bis 30 Teilnehmer mit.

Den Staub spülte der Klein Ilseder im Ziel erstmal mit einem kühlen Bier hinunter. Anstoßen auf das gute Abschneiden. Eine Erfrischung nach der dreckigen Tour bekommt auch der Geländewagen. „Ihn muss ich auch von innen abkärchern“, erzählt Hennies.

cm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Peine
Die besten Wettquoten für die Bundesliga gibt es bei SmartBets.