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Im Galopp mit Badeanzug und Reiterkappe

Vierkampf Im Galopp mit Badeanzug und Reiterkappe

Bei Rebecca Mörig darf es ruhig mal etwas exotischer sein. Während Mitschülerinnen ihren „Girls Day“ in der Bank verbringen, blickt die 15-Jährige lieber hinter die Kulissen eines Sauen-Zucht-Betriebes. Während andere Reiterinnen sich auf den Dressursport spezialisieren, sattelt die Vechelderin für ihren Lieblingssport gleich noch drei Disziplinen drauf. Im eher unbekannten Vierkampf hat sich Rebecca Mörig in den Landeskader des Pferdesportverbands Hannover gekämpft.

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Stockmaß 1,73 Meter: Gleich hinterm Bauernhof ihrer Eltern kann Rebecca Mörig mit ihrem Hannoveraner Welfen-As ausreiten.

Quelle: Christian Bierwagen

Die Bedingungen könnten für eine Reiterin kaum idealer sein. Rebecca Mörig wohnt mit ihren Eltern, drei Geschwistern, Kaninchen Elvis, einem Meerschweinchen, einem Hund, zwei Sauen, einer Handvoll Katzen und einem Dutzend Pferde auf einem Bauernhof am Vechelder Ortsausgang.

Ihre Lieblingssau Soe grunzt direkt im Stall neben dem feurigen Hannoveraner Akito. „Es gefällt ihm sehr gut, dass er immer Gesellschaft hat“, sagt Rebecca Mörig über die WG des 17-jährigen Wallachs mit ihrer Sau.

Im Wettkampf vertraut sie einem anderen Pferd: Welfen-As. Der Name ist Programm. „Er weiß genau, wann es drauf ankommt“, betont Rebecca Mörig. Seit vier Jahren arbeitet sie mit dem 15-jährigen Hannoveraner-Wallach zusammen. Ein ganz cooler Vertreter. „Der erschreckt sich so gut wie nie“, sagt die Vechelderin.

Auf den Hänger geht er ohne Anschub. Im Wettkampf zahlt sich die Ruhe des Pferdes aus. Über die Hindernisse im Stilspringen fliegt er genauso elegant wie er die Traversale in der Dressur zeigt.

Im Vierkampf sind beide Disziplinen gefordert. „Ich springe lieber, das ist viel aufregender“, sagt Rebecca Mörig, die für den Reit- und Fahrverein Vechelde startet. Eine Wertnote von 7,8 ist ihre Bestmarke. In der Dressur brachte sie es mit Welfen-As immerhin schon auf 7,2.

Gut reiten zu können, reicht im Vierkampf jedoch nicht aus. Auf Landesebene müssen die Reiter auch 800 Meter laufen, auf Bundesebene sogar drei Kilometer. Und: 50 Meter Freistil sind gefragt. „Der Sport ist abwechslungsreich, das gefällt mir“, sagt Rebecca Mörig. Da sie auch in Turnschuhen und Badeanzug schnell unterwegs ist, hat sie es in den Vierkampf-Landeskader geschafft.

Das Training für ihren Sport ist intensiv und zeitaufwändig. Täglich reitet Rebecca Mörig mindestens zwei Pferde vom Hof. Zwei- bis drei Mal pro Woche joggt sie vier bis sechs Kilometer durch Vechelde und schwimmt rund 1000 Meter im Vechelder Hallenbad. Ihre Freizeit genießt die Neuntklässlerin vom Julius-Spiegelberg-Gymnasium deshalb am liebsten so: „Einfach mal eine Runde chillen auf dem Sofa.“

Wallach Welfen-As hat andere Vorlieben: Rübenschnitzel und Äpfel. „So lässt er sich nach einem erfolgreichen Wettkampf am liebsten belohnen“, erzählt die Gymnasiastin, die gerne Tierärztin werden möchte.

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Hintergrund

Im April starten die Vierkämpfer in die Saison. Für Rebecca Mörig vom Reit- und Fahrverein Vechelde steht zunächst die Landesmeisterschaft an. „Ich will Gas geben und unter die ersten Fünf“, betont die ehrgeizige 15-Jährige. Sie ist optmistisch, dass das gelingt. „Vor allem im Schwimmen habe ich mich stark verbessert.“ Danach geht es zum Bundesvierkampf ins Reitermekka Neustadt (Dosse). Rebecca Mörig hofft auf einen Einsatz in Niedersachsens Mannschaft.

rd

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