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Im Dauer-Einsatz für den Frauen-Fußball

TSV Denstorf Im Dauer-Einsatz für den Frauen-Fußball

Als Mutter von vier Kindern hat Anika Breschke jede Menge um die Ohren. Essen kochen, bei den Schularbeiten helfen, Wäsche machen – das ganze Programm. Doch das ist längst nicht alles. Beim TSV Denstorf hält sie die Frauen-Fußball-Sparte zusammen.

„Anika ist wie eine Kaffeemaschine, wenn sie stehen bleibt, geht sie kaputt“ – so wurde die 33-Jährige einmal von ihrer Schwiegermutter beschrieben. Und es stimmt. Bei der „Powerfrau“ jagt ein Termin den nächsten. Sie ist nicht nur Spielerin der 1. Damen, sondern Mannschaftskapitän, Betreuerin und Mädchen für alles. Obendrein trainiert sie die U 16 und pfeift als Schiedsrichterin. Ganz nebenbei steht derzeit noch die Trainerausbildung an, Prüfungstermin in Barsinghausen ist im Oktober.

Als Spielerin war die Wedlenstedterin in den zurückliegenden Monaten besonders gefordert. „Weil unsere Mannschaft kurz davor stand, sich aufzulösen“, begründet sie. So bezogen Denstorfs Kreisliga-Fußballerinnen, von denen die meisten vom Alter her Breschkes Töchter sein könnten, eine Niederlage nach der anderen. Mit Engelszungen redete sie daher auf ihre Mitspielerinnen ein, weiterzumachen, organisierte Mannschaftsabende und relativierte wiederholt den schlechten Tabellenplatz. „Siege sind doch zweirangig, wichtig ist es, eine gute Gemeinschaft zu haben.“

Ihr Engagement hatte schließlich Erfolg, die Saison wurde zu Ende gespielt. Einige sprangen später zwar ab – kommende Serie tritt der TSV als Siebener-Team an – , „doch wir sind als Mannschaft gewachsen“, freut sich Breschke über gestärkten Zusammenhalt.

Ihre Lebenseinstellung – „Man muss die Menschen so nehmen, wie sie sind“ – hilft ihr auch, bei Denstorfs U 16 den Laden zusammen zu halten. Wie die 1. Damen trainiert auch das Nachwuchsteam zweimal die Woche. Inklusive Punktspiel steht Breschke somit an vier von sieben Tagen auf dem Platz. Zum Fußball jagen musste man sie nie: „Es macht einfach Spaß. Außerdem geben mir die Mädchen viel Kraft.“ Ohne die Unterstützung ihres Mannes ginge indes kaum etwas. „Wenn der neben seiner Arbeit auch noch Fußball spielen würde, hätten wir ein zeitliches Problem.“

jh

▶ Rund 5000 Männer und Frauen engagieren sich im Peiner Land ehrenamtlich im Sport. All jenen, die sich unzählige Stunden für ihre Mannschaft und ihren Verein einsetzen, ist die Ehrenamtsserie der PAZ gewidmet, die in loser Folge fortgesetzt wird.

Zur Person

Fußball und Triathlon

Zwischen 18 und 20 Stunden ist die Wedtlenstedterin Anika Breschke in der Woche in Sachen Sport unterwegs. Fußball nimmt dabei den größten Raum ein, doch obendrein gibt es noch ein zweites Steckenpferd. So hält sich die 33-Jährige seit 2006 mit Triathlon fit. In nächster Zeit will Breschke bei Kurztriathlons (1,2 Kilometer Schwimmen, 10 Kilometer Dauerlauf, 40 Kilometer Radfahren) mitmischen.

Wöchentlich reißt sie daher rund 60 Kilometer mit dem Rad runter, läuft zehn Kilometer und zieht im Schwimmbad ihre Bahnen. „Die Kleine ist fast immer mit dabei“, erzählt Breschke von den Trainingsrunden, die für ihre jüngste Tochter Melisa Ausflüge sind. Sitzt sie doch dann in einer Dreirad-Kinderkarre, auch „Jogger“ genannt. Damit wird sie von ihrer Mutter beim Laufen geschoben und beim Radfahren hinterhergezogen.

jh

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