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"Ich kann mit Konflikten besser umgehen"

Interview mit zwei Fußball-Nachwuchs-Schiedsrichtern "Ich kann mit Konflikten besser umgehen"

Im Landkreis Peine herrscht ein Mangel an Fußball-Schiedsrichtern. Folge ist, dass die Spiele der Herren-Kreisliga ab der kommenden Saison nicht mehr mit Linienrichtern besetzt werden können.

Doch der Kreis-Schiedsrichterauschuss startet noch einen Versuch und bietet einen Lehrgang für Interessierte an, die Schiedsrichter werden möchten.

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Leon Rühling und Nick Scherl (rechts)

Quelle: lr

PAZ-Mitarbeiter Lukas Reineke nahm das zum Anlass, zwei hoffnungsvolle Nachwuchsschiedsrichter darüber zu befragen, was für sie das Amt des Unparteiischen bedeutet.

Warum seid ihr Schiedsrichter geworden?

Leon Rühling: „Ich habe früher selber Fußball gespielt und mich dann immer über die Entscheidungen der Schiedsrichter geärgert. Deshalb wollte ich selber einmal diese Entscheidungen treffen. Außerdem habe ich bereits vorher bei mir im Verein Jugendspiele gepfiffen - ohne wirkliche Regelkunde.“

Nick Scherl: „Ich bin Schiedsrichter geworden, weil ich für Gerechtigkeit auf dem Fußballplatz sorgen wollte. Zusätzlich habe ich mich im Stadion immer gefragt, wieso der Schiedsrichter jetzt so entschieden hat. Weiterhin wollte ich das Spiel von den verschiedenen Mannschaften miterleben.“

Wie seid ihr zu der Schiedsrichterei gekommen?

Leon Rühling: „Ich habe zum einen in der Zeitung davon gelesen, dass ein Anwärter-Lehrgang angeboten wird. Zum anderen hat mich auch noch Dirk Viol darauf aufmerksam gemacht. Er war damals schon Schiedsrichter in meinem Verein.“

Nick Scherl: „Auch ich habe aus der Zeitung davon erfahren und mich dann einfach angemeldet.“

Was findet ihr gut an der Tätigkeit des Schiedsrichters?

Leon Rühling: „Ich finde vor allem die sportliche Betätigung gut. Aber auch der Umgang mit den verschiedenen Charakteren ist interessant. Insgesamt finde ich die ganze Aufgabe sehr interessant.

Nick Scherl: „Ich finde die Kameradschaft unter den Schiedsrichter ganz besonders gut. Man hat immer viel Spaß mit den anderen Schiedsrichtern.“

Warum würdet ihr es anderen empfehlen auch Schiedsrichter zu werden?

Leon Rühling: „Ich habe viele Erfahrungen gesammelt. Dadurch hat sich auch meine persönliche Einstellung geändert. Ich habe ein größeres Selbstbewusstsein und kann besser mit Konflikten umgehen.“

Nick Scherl: „Es ist eine gute Alternative, wenn man nicht selber spielen möchte. Man kann, wie bereits erwähnt, sein Selbstbewusstsein stärken. Außerdem kommt man kostenfrei ins Stadion und man kann sich sein Taschengeld aufbessern.“

Wie viel Zeit investiert ihr in das Schiedsrichtern und was macht ihr noch nebenbei?

Leon Rühling: „Ich habe mehrere Spiele in der Woche. Dennoch habe ich genügend Freizeit, um selber mit Freunden zu kicken.“

Nick Scherl: „Ich habe zwei bis drei Spiele in der Woche. Und wenn ich nicht auf dem Fußballplatz bin, dann spiele ich gerne Badminton.“

Interview: Lukas Reineke

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