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Hohenhameln steigert sich in der 2. Halbzeit

Fußball-Bezirksligqa Hohenhameln steigert sich in der 2. Halbzeit

Zwei unterschiedliche Halbzeiten erlebten die Zuschauer an der Ohlumer Straße im Bezirksliga-Fußballderby zwischen dem TSV Hohenhameln und dem TSV Wendezelle. Zunächst dominierte Wendezelle, danach der Gastgeber.

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Die Erich-Zwillinge (weiß) vom TSV Wendezelle stürmen dem Ball hinterher, Hohenhamelns Jonas Stephan (links) schaut beiden hinterher.

Quelle: rb

TSV Hohenhameln - TSV Wendezelle 3:2 (1:2). Sechs Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als der TSV Hohenhameln den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf stellte. Nach einer unnachahmlichen Einzelaktion von Hohenhamelns Mittelfeldregisseur Jonas Stephan, der zuvor fünf Gegenspieler schwindelig spielte, versenkte Kerrim Driesen den Ball im Netz. Nur zwei Minuten später traf Tim-Marvin Beuermann. Es war der Treffer zum 3:2 für die Gastgeber.

Wendezelles Trainer Thomas Mainka mühte sich, seine Schützlinge aufzuwecken. „Spielt klare Bälle und einfach“, rief er. Vergeblich. „Geistig sind wir in der Kabine geblieben.“ Und zum Leidwesen des Trainer-Urgesteins änderte sich im weiteren Spielverlauf wenig. „Die Vorstellung im zweiten Durchgang war indiskutabel. Ich kann es mir nicht erklären.“

Ein Grund war die Umstellung der Offensive im Team der Hohenhamelner. Zur Pause wechselte Trainer Nick Gerull Kevin Genter ein und zog den überragenden Driesen mehr in die Mitte. Damit kam die Wendezeller Defensive nicht klar. Den einzigen Vorwurf, den sich Hohenhameln gefallen lassen muss, ist die mangelnde Chancenverwertung. „Wir müssen den Sack viel früher zumachen“, monierte Gerull. Allein Driesen hatte mehrere Einschuss-Chancen. Eine seiner Möglichkeiten vergab er in der 82. Minute. Wendezelles Offensivakteur Thomas Erich war theatralisch zu Boden gefallen, doch die Hausherren ließen sich davon nicht beirren und spielten blitzschnell nach vorne. Driesen, den die Wendezeller nie in den Griff bekamen, verpasste wie schon zuvor (50., 64., 65., 80.).

Auch Kevin Genter hätte die Überlegenheit im zweiten Durchgang in ein oder zwei Tore ummünzen können. Insbesondere in der 55. Minute, als er nach einem Seitfallzieher am überragend parierenden Limmer scheiterte. Der Wendezeller Schlussmann musste wenig später wegen einer Oberschenkelzerrung für Latzel ausgewechselt werden.

Dass diese Begegnung für die Gäste ein solches Ende nahm, davon war nach dem ersten Spielabschnitt nicht auszugehen. „Wir hatten die Partie im Griff“, befand Mainka.

In der Tat erwischten die Wendezeller den besseren Start. Bezeichnend hierfür war die 9. Minute, in der Erik Plote völlig ungehindert aus zwanzig Metern zum 1:0 traf. Ein Indiz für die im Vergleich zu den Wendezellern fehlende Aggressivität auf Seiten der Hausherren. Zwar antwortete Hohenhameln drei Minuten später mit dem 1:1, doch es war ein schmeichelhafter Ausgleichstreffer. Nach einer Ecke schoss Markus Bottke mit Torsten Erich den eigenen Mann an, wonach der Ball ins Tor trudelte. Verunsichern ließ sich die Mainka-Elf davon nicht. Im Gegenteil: Aggressivität und die Stabilität in der Defensive stimmten, zudem sorgten die langen Bälle in die Spitze immer wieder für Gefahr.

Dass Thomas Erich kurz vor dem Pausenpfiff das 2:1 erzielte, war entsprechend verdient. Doch dann folgte der Sahneauftritt der überragenden Akteure auf dem Feld, Jonas Stephan und Kerrim Driesen.

TSV Hohenhameln: Schaare – Schmidt, Brokopf, B. Becker, Mangeng (46. Osmani) – J. Stephan, F. Stephan, Driesen, Beuermann, Bytyci (83. Turek) – Lieckfeldt (46. Genter).

TSV Wendezelle: Limmer (60. Latzel) – Heike, Rickmann, Arikan (79. Moslehner), Oppermann (38. Krüger)– Allerkmap, Voges, Plote, Bottke – Torsten Erich, Thomas Erich.

Tore: 0:1 Plote (9.), 1:1 Eigentor (12.), 1:2 Thomas Erich (42.), 2:2 Driesen (49.), 3:2 Beuermann (51.).

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