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Hohenhameln dreht das Derby - ohne Gerull

Fußball-Bezirksliga Hohenhameln dreht das Derby - ohne Gerull

Das Bezirksliga-Derby zwischen dem TSV Hohenhameln und Viktoria Woltwiesche hatte es in sich! Fünf Tore, etliche Torchancen und einen Platzverweis sahen die Zuschauer an der Ohlumer Straße. Doch überschattet wurde die Partie vom überraschenden und vorübergehenden Rücktritt von Trainer Nick Gerull.

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Woltwiesches Milad Omarkhiel schießt hier das 1:0 für die Viktoria.

Quelle: rb

TSV Hohenhameln - SV Viktoria Woltwiesche 3:2 (0:2). Den Abwärtstrend der zurückliegenden Wochen (zwei Niederlagen in Folge) schien auf der Trainerbank auch Lars Schiller, der ehemalige Landesligaregisseur der Hohenhamelner, nicht stoppen zu können. Denn nach nur 15 Minuten führte Woltwiesche bereits mit 2:0. Milad Omarkhiel und Dennis Peschelt profitierten jeweils von zwei Fehlern der TSV-Defensive.

„Wir haben ihnen die Tore wiederum aufgelegt“, ärgerte sich TSV-Stürmer David Lieckfeldt, der seine Mannschaft schon nach zwei Minuten hätte in Führung schießen müssen. Doch nach einem sehenswerten Zuspiel von Kerrim Driesen vergab Lieckfeldt allein auf das Tor zulaufend (2.). Zwanzig Minuten später scheiterte auch Dustin Brokopf per Kopf.

Die Viktoria konzentrierte sich nach der 2:0-Führung auf das Konterspiel und hätte im ersten Durchgang mit ein bisschen mehr Glück für eine Vorentscheidung sorgen können. „Wir müssen den Sack vor der Pause zumachen“, ärgerte sich Fassa. Doch auch seine Schützlinge nutzten ihre Möglichkeiten nicht konsequent. Zunächst Newroz Atash (23.), der im letzten Moment vor dem Schuss gestört wurde, und kurz vor dem Pausenpfiff Gordon Brehmer (44.). In beiden Situationen unterliefen den Hohenhamelnern zuvor Abwehrfehler, weshalb Schiller seine Defensive umstellte. Fortan spielte Dustin Brokopf im Abwehrzentrum - und das war ein Schlüssel zum Erfolg.

Denn Brokopf spielte im zweiten Durchgang überragend. Bis auf zwei Chancen, in denen Brehmer (60.) und Torben Röcken (65.) erneut die Vorentscheidung verpassten, fanden die Woltwiescher keine Mittel mehr, um die TSV-Defensive ernsthaft in Gefahr zu bringen. „Wir hatten uns vorgenommen, früh Druck auszuüben. Doch gelungen ist uns das nicht“, gestand Fassa.

Stattdessen dominierte Hohenhameln über weite Strecken der zweiten Halbzeit. Für die nötige Durchschlagskraft sorgte der in der 60. Minute eingewechselte Kevin Genter. Zwar verpasste er - Sekunden nach seiner Einwechslung allein vor dem Tor stehend - noch den Anschlusstreffer, doch in der 72. Minute klappte es. Nach einem Heber von Spielgestalter Jonas Stephan traf Genter zum 1:2. Nur drei Minuten später legte Genter seinem bis dato auf sich allein gestellten Sturmpartner Lieckfeldt auch noch das 2:2 auf, ehe Lieckfeldt wiederum in der 86. Minute gar das 3:2 erzielte.

Das Spiel war gedreht. Und den Woltwieschern, die zu diesem Zeitpunkt wegen einer Roten Karte für Omarkhiel (78.) nur noch in Unterzahl spielten, fehlte am Ende die Kraft, um den Ausgleich zu erzielen.

TSV Hohenhameln: Stets - Osmani, Mangeng (60. Genter), Schmidt (46. Bytyci), Turek - J. Stephan, Brokopf, B. Becker, Beuermann - Beuermann, Lieckfeldt (89. Karjaka), Driesen.

SV Viktoria Woltwiesche: Ottenberg - Meyer, Hoffmeister, Stark, D. Tracz - Röcken, Koopmann, Dennis Peschelt, Atash (81. Krafzig)- Omarkhiel, Brehmer.

Tore: 0:1 Omarkhiel (5.), 0:2 Dennis Peschelt (11.), 1:2 Genter (71.), 2:2 und 3:2 Lieckfeldt (75., 86.).

Berufliche Belastung Grund für Gerulls Pause

„Es wäre mir eine Freude, wenn ich Nick ärgern könnte“, hatte Viktorias Trainer Sascha Fassa im Hinblick auf das anstehende Duell in der PAZ-Vorschau gesagt. Doch zu einem direkten Trainerduell der beiden befreundeten Übungsleiter kam es nicht. Gerull, der die Hohenhamelner seit der Spielzeit 2012/ 2013 trainierte, teilte seiner Mannschaft am Freitagabend mit, dass er vorerst bis zum Jahresende sein Amt niederlegen wird. „Danach werden wir sehen, wie es weitergeht“, sagt TSV-Fußballobmann Konrad Gries.

Grund für Gerulls Schritt sei die derzeitige berufliche Situation des Sozialpädagogen. „Seit einiger Zeit ist er mit Nacht- und Wochenenddiensten sehr eingespannt. Daran wird sich bis zum Ende des Jahres nichts ändern, weshalb er sich zu dem Schritt entschlossen hat. Mehr gibt es dazu im Moment nicht zu sagen“, betonte Gries.

Wie schon am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel gegen Fortuna Lebenstedt (1:3), als Gerull aus zeitlichen Gründen bereits passen musste, übernimmt der bisherige Trainer der zweiten Herrenmannschaft, Lars Schiller, den Job.

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